New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichnen am Mittwochmittag New Yorker Zeit deutliche Abschläge. Dabei belasten vor allem die jüngsten Raketentests Nordkoreas die Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten.
Der Dow Jones verliert aktuell 0,70 Prozent auf 11.149,74 Punkte, der S&P 500 gibt 0,84 Prozent auf 1.269,49 Zähler ab. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet aktuell ein Minus von 1,72 Prozent auf 2.152,70 Punkte.
Im Fokus steht heute der Luftfahrtkonzern Boeing. Einem Pressebericht zufolge hat der US-Konzern seinen europäischen Konkurrenten Airbus bei der Zahl der Neubestellungen deutlich abgehängt. Wie die britische "Times" heute berichtet, werde Airbus dies am morgigen Donnerstag offiziell bestätigen. Dem Bericht zufolge gingen bei Airbus im laufenden Jahr bislang verbindliche Bestellungen für 145 bis 150 Flugzeuge ein, während Boeing bereits Bestellungen für 445 Maschinen in den Büchern stehen hat. Im allgemeinen Markttrend geben Boeing-Papiere dennoch 1,5 Prozent nach.
Bei General Motors geht es dagegen nur leicht abwärts. Zur Wochenmitte steht erneut die Zusammenarbeit mit den Mitbewerbern Renault und Nissan im Blickpunkt der Anleger. Einem Pressebericht zufolge sehen Renault und Nissan bei einer möglichen Kooperation mit GM drei Hauptbereiche und wollen ein Team bilden, um bestimmte Pläne für einen Zusammenschluss auszuarbeiten, sollte das GM-Board grünes Licht für eine Fortführung der Gespräche geben.
Im Technologiesektor springen Rambus-Papiere um über 7 Prozent, nachdem der Technologiekonzern ein Lizenzabkommen mit dem japanischen Elektronikkonzern Toshiba unter Dach und Fach bringen konnte. Im Rahmen der Vereinbarung darf Toshiba die Patente von Rambus für SDRAM- und DDR SDRAM-Speicherchips nutzen.
Dagegen strafen die Anleger die Papiere von Quest Software mit einem über 9-prozentigen Abschlag. Das Unternehmen kündigte zuvor eine Korrektur der Bilanzen an. Dabei geht es um die Verbuchung von Ausgaben im Zusammenhang mit der Vergabe von Aktienoptionen anzupassen.
Die Drogeriemarktkette Walgreen Co. verbuchte im Juni aufgrund der starken Nachfrage nach Medikamenten einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie die größte Drogeriemarktkette in den USA heute erklärte, verbuchte man im Berichtsmonat bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, einen Umsatzanstieg von 9,0 Prozent. Der Gesamtumsatz auf Konzernebene kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,2 Prozent auf 3,99 Mrd. Dollar. Dabei profitierte Walgreen insbesondere durch die Eröffnung von 46 neuen Filialen im Berichtsmonat.
Der Einzelhandelskonzern Jo-Ann Stores Inc. meldete heute, dass er Darrell Webb mit Wirkung zum 24. Juli 2006 zum Chairman, President und CEO bestellt hat. Webb tritt damit die Nachfolge von Alan Rosskamm an, der von allen drei Ämtern zurücktritt, jedoch im Board verbleibt. Webb war zuvor als President von Fred Meyer tätig, einer Sparte des größten US-Lebensmittelhändlers Kroger Co. .
Die Henry Schein Inc. , hat seine Marktposition in Europa durch eine Akquisition weiter ausgebaut. Wie der Konzern heute bekannt gab, hat man die schweizerische Provet Holding AG übernommen. Bei der nicht börsennotierten Gesellschaft handelt es sich um einen der führenden Anbieter beim Vertrieb von Produkten im Bereich Tiergesundheit in der Schweiz mit einem Umsatz von rund 50 Mio. Dollar im Jahr 2005. In Zusammenhang mit der Übernahme erwartet Henry Schein für das laufende Fiskaljahr einen positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 1 bis 2 Cents je Aktie. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. (5.7.2006/ac/n/m)