New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Dienstagmittag New Yorker Zeit deutlich freundliche Tendenzen. Nach den herben Abschlägen zum Wochenauftakt kann sich die Wall Street heute wieder merklich erholen. Im Fokus stehen einige Konjunkturzahlen.
Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist im März überraschend gefallen, während sich das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung im März 2009 verbessert hat. Indes sind die Aussichten für die Weltwirtschaft düster. So erwartet die Weltbank für 2009 noch ein BIP-Anstieg bei den Industriestaaten von nunmehr 2,1 Prozent, nachdem man zuvor einen BIP-Anstieg von 4,4 Prozent prognostiziert hatte. Weltweit geht man für 2009 von einem BIP-Rückgang von 1,7 Prozent aus, womit man erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ein negatives Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hätte. Allein in den OECD-Staaten sehen die Wirtschaftsexperten einen BIP-Rückgang von 3 Prozent. Die OECD selbst prognostiziert für die OECD-Staaten im laufenden Jahr sogar einen BIP-Rückgang von 4,3 Prozent.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 1,84 Prozent auf 7.660,37 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 1,83 Prozent auf 801,94 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 2,32 Prozent auf 1.536,58 Punkte.
Der Halbleiterhersteller KLA-Tencor hat am Vorabend ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm angekündigt, in dessen Rahmen konzernweit insgesamt rund 10 Prozent der Stellen gestrichen werden sollen. Bereits im November vergangenen Jahres hatte der Konzern den Abbau von 15 Prozent der Konzernbelegschaft angekündigt. Der Wert reagiert mit einem leichten Plus auf die Ankündigung.
Die Aktie des Automobilkonzerns Ford, der Kunden bei einem Neuwagenkauf gegen Zahlungsschwierigkeiten absichern will, verliert über 2,5 Prozent. Ähnliches hat auch der US-Branchenführer GM vor. Hier geht es sogar 11,5 Prozent nach unten.
Für Anteilsscheine von Lennar geht es um knapp 16 Prozent nach unten. Wie der Baukonzern gestern Abend mitgeteilt hat, musste man im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust ausweisen, was mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Umsatz brach dabei um 44 Prozent ein.
Die Aktie des Aluminiumkonzerns Alcoa gewinnt indes 11,5 Prozent, nachdem die Analysten der Deutschen Bank den Titel von "sell" auf "hold" gestuft und das Kursziel von 7,30 Dollar auf 8,00 Dollar angehoben haben.
Der angeschlagene Automobilzulieferer Delphi Corp. hat im Zuge seiner Restrukturierung ein Abkommen geschlossen, das den Verkauf des verbleibenden weltweiten Aufhängungs- und Bremsengeschäfts an die BeijingWest Industries Co. Ltd. vorsieht. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Aktie gewinnt fast 7 Prozent. (31.03.2009/ac/n/m)