New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street zeigt sich am Dienstagmittag New Yorker Zeit klar im Plus. Damit können sich die US-Indizes von ihren massiven Vortagesverlusten deutlich erholen. Allerdings muss man angesichts der anstehenden Fed-Sitzung davon ausgehen, dass der Handel, wie bereits in Europa, sehr nervös und hochvolatil verlaufen wird. Der Dow Jones verbessert sich aktuell um 1,6 Prozent auf 10.984 Punkte, während der NASDAQ Composite um 3,2 Prozent auf 2.433 Punkte zulegt. Der S&P 500 gewinnt 2,3 Prozent auf 1.145 Punkte.
Die US-Produktivität hat sich im zweiten Quartal 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verringert. So schrumpfte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld sogar einen Rückgang um 0,6 Prozent prognostiziert, nachdem im ersten Quartal 2011 ein Minus von revidiert 0,6 (vorläufig: +1,8) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten stiegen im Vorquartalsvergleich um 2,2 Prozent, gegenüber einem Zuwachs um revidiert 4,8 (vorläufig: 0,7) Prozent im ersten Quartal.
Bereits gestern nach Börsenschluss sorgte der Computerspiele-Produzent Take-Two Interactive Software mit seinen Zahlen zum ersten Quartal 2011/2012 für lange Gesichter. So hat man die Schätzungen der Analysten deutlich verfehlt. Das Papier gewinnt aktuell 5,7 Prozent an Wert.
Im Vorfeld der heute nachbörslich mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Walt Disney steht im frühen Handel vor allem der Ausweis von AOL im Blick. Der Internet-Anbieter musste im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen, konnte den Verlust jedoch aufgrund hoher Einmalbelastungen in der Vorjahresperiode deutlich verringern. So lag der Umsatz mit 542,2 Mio. US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 592,2 Mio. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 11,8 Mio. US-Dollar bzw. 11 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 1,06 Mrd. US-Dollar. Im Berichtszeitraum wurden negative Einmaleffekte in Höhe von 15 Cents je Aktie verzeichnet. Im Vorjahreszeitraum hatten Goodwill-Abschreibungen und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,11 Mrd. US-Dollar bzw. 10,41 US-Dollar je Aktie das Ergebnis belastet. Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 4 Cents je Aktie sowie einem Umsatz von 530,4 Mio. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie bricht um 23 Prozent ein.
Für eine Enttäuschung sorgte heute ferner DISH Network (Dish Network). Der zweitgrößte Satellitenfernsehanbieter in den USA konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums um 30 Prozent verbessern, obwohl man Kunden verloren hat. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 335 Mio. US-Dollar bzw. 75 Cents pro Aktie, nach 257 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 13,3 Prozent auf 3,59 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 79 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,41 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel verschlechtert sich um 3,5 Prozent. Daneben geht es für Cablevision Systems um 11,7 Prozent nach unten. Der Kabelnetzbetreiber hat seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Dabei profitierte man von einem soliden Wachstum als Folge von mehr Internet- und Telefonkunden. Die Erwartungen der Analysten wurden aber verfehlt.
Mit einem Abschlag von 17,1 Prozent kommen heute im Mittagshandel die Aktien von Fossil aus dem Takt. Der Uhrenhersteller verlautbarte, dass sein Gewinn im zweiten Quartal trotz eines starken Umsatzwachstums gesunken ist, was auf Einmalerträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten jedoch geschlagen werden. Indes wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Zudem wurde die Jahresprognose nach unten korrigiert.
Indes geben Beazer Homes USA um 6,2 Prozent nach. Der Baukonzern für Eigenheime meldete für das dritte Quartal einen niedrigeren Umsatz sowie einen höheren Nettoverlust. Die Erwartungen der Analysten wurden verfehlt.
Schließlich verbessern sich Sara Lee um 2,5 Prozent. Der Nahrungsmittelkonzern wird seinen Geschäftsbereich North American Refrigerated Dough für 545 Mio. US-Dollar an die Ralcorp Frozen Bakery Products Inc., eine Sparte des US-Lebensmittelherstellers Ralcorp Holdings , verkaufen. Ralcorp-Aktie wiederum verlieren 0,9 Prozent. (09.08.2011/ac/n/m)