New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Dienstagmittag New Yorker Zeit mit kräftigen Abschlägen. Dabei sorgen enttäuschend ausgefallene Konjunkturdaten sowie der neue Rekordölpreis für Inflationsängste und damit rückläufige Kurse.
Die amerikanischen Erzeugerpreise sind im April 2008 mit verringertem Tempo angezogen. Auf Monatssicht kletterten die Preise um 0,2 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise legten die Preise in der Kernrate um 0,4 Prozent zu. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von 0,4 bzw. 0,2 Prozent geschätzt.
Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für April 2008 einen Rückgang beim National Activity Index. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -1,17 Zähler verschlechtert, nach revidiert -0,98 (vorläufig: -0,78) Zählern im Vormonat. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, schrumpfte der Index auf -1,24 Punkte. Im Vormonat lag der revidierte Drei-Monats-CFNAI bei -1,05 (vorläufig: -0,86) Zählern.
Der Dow Jones verliert derzeit 1,54 Prozent auf 12.826,97 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,89 Prozent auf 1.413,89 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 1,02 Prozent auf 2.490,33 Punkte.
Die Aktie von Home Depot verliert im Mittagshandel 5,5 Prozent. Angesichts der schwachen Baukonjunktur im Inland musste die weltweit größte Baumarktkette im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Schätzungen der Analysten allerdings übertroffen.
Anteilsscheine von Target geben nach Zahlen 0,8 Prozent ab, nachdem bekannt wurde, dass der Gewinn des zweitgrößten Discount-Händlers in den USA im abgelaufenen Quartal weniger stark als befürchtet gesunken ist.
Für Staples geht es leicht nach oben. Neben den Ergebnissen für das erste Quartal hat der führende Händler für Büroprodukte in den USA eine feindliche Übernahmeofferte für den niederländischen Mitbewerber Corporate Express in Höhe von insgesamt 2,8 Mrd. Euro vorgelegt.
Im Technologiersegment stehen Yahoo! mit einem Minus von 1,2 Prozent weiter im Blick. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge ist der Software-Konzern Microsoft vor allem an einer Übernahme des Suchmaschinengeschäfts des Internetkonzerns interessiert. Die Microsoft-Aktie gibt 2,5 Prozent ab.
Medtronic verbuchte im vierten Quartal einen deutlichen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn des Medizintechnikkonzerns lag dagegen auf Vorjahresniveau. Die Aktie gewinnt derzeit 2,2 Prozent.
AutoZone verbuchte im dritten Quartal dank gestiegener Umsatzerlöse ein Ergebnisplus. Wie der Autoteilehändler heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz leicht. Der Nettogewinn verbesserte sich um knapp 5 Prozent und damit stärker als erwartet. Die Aktie reagiert aktuell mit leichten Abschlägen.
Der Automobilkonzern Ford will dem "Wall Street Journal" zufolge die Produktion bei der schwedischen Tochter Volvo zurückfahren. Mit diesem Schritt will Ford die Kosten bei Volvo weiter senken und damit die Margen verbessern. Die Ford-Aktie verliert momentan 1,4 Prozent.
Der Verlags- und Informationskonzern McGraw-Hill hat im Zuge eines Restrukturierungspakets den Abbau von mehreren hundert Stellen angekündigt. Im Zusammenhang mit dem Stellenabbau wird man im zweiten Quartal voraussichtlich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 23,7 Mio. Dollar vor Steuern ausweisen. Das Gesamtergebnis im zweiten Quartal wird den Angaben zufolge mit 5 Cents je Aktie belastet. Durch das Maßnahmenpaket erhofft sich der Konzern eine Effizienzsteigerung in den betroffenen Geschäftsbereichen. Im Anschluss bekräftigte der Konzern außerdem die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Derzeit verliert der Titel mehr als 3 Prozent. (20.05.2008/ac/n/m)