New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Montagmittag New Yorker Zeit kräftige Abschläge. Somit kann sich auch zum Wochenauftakt die Talfahrt der vergangenen Woche fortsetzen. So musste der US-Leitindex ein neues 11-Jahrestief markieren.
US-Präsident Barack Obama will die gigantische Staatsverschuldung in den USA trotz der anstehenden Konjunkturprogramme und Staatshilfen für die in Schieflage geratene US-Finanzindustrie mittelfristig drastisch senken. Daneben hat das US-Finanzministerium gemeinsam mit den staatlichen Finanzregulierungsbehörden sowie der US-Notenbank Fed eine Erklärung zur aktuellen Situation auf dem US-Bankensektor veröffentlicht und dabei weitere Hilfen zur Stabilisierung der Gesamtsituation in Aussicht gestellt.
Der Dow Jones verliert derzeit 1,78 Prozent auf 7.234,33 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 2,06 Prozent auf 754,21 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 2,29 Prozent auf 1.408,28 Punkte.
Hauptgesprächsthema ist der angeschlagene Finanzkonzern Citigroup. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge befindet sich die US-Regierung derzeit in Verhandlungen über eine Teilverstaatlichung des Unternehmens. Demnach wolle sich das US-Finanzministerium im Rahmen der derzeit laufenden Verhandlungen bis zu 40 Prozent der Stammaktien des im Zuge der Finanzkrise ins Schlingern geratenen Kreditinstituts sichern. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von fast 10 Prozent auf den Artikel. Im Schlepptau dieser Meldung legen außerdem Titel der Bank of America knapp 5,5 Prozent zu.
Anteilsscheine von Humana brechen dagegen um fast 24 Prozent ein. Der Krankenversicherer bekräftigte heute seine Ergebnisprognose für 2009. Der Konzern musste im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Das Ergebnis im Schlussquartal 2008 beinhaltete dabei negative Einmaleffekte aus Wertberichtigungen.
Der Navigationsgeräte-Hersteller Garmin hat im Schlussquartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und die Erwartungen verfehlt. Der Wert kann aber dennoch rund 10 Prozent zulegen.
Papiere des Telekommunikationskonzerns AT&T, der 2009 rund 1 Mrd. Dollar in den Ausbau seines weltweiten Netzwerks investieren will, geben um über 2 Prozent nach.
Daneben gab der Nahrungsmittelkonzern Campbell Soup bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 15 Prozent gesunken ist. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen jedoch geschlagen werden. Aktuell ist hier ein Minus von fast 4 Prozent auszumachen. (23.02.2009/ac/n/m)