New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann am Donnerstagmittag New Yorker Zeit deutliche Zuwächse vermelden. Viele Anleger halten sich allerdings vor den Beschlüssen des EU-Gipfels zum geplanten Krisenmechanismus in der Eurozone mit Neuengagements zurück. Dennoch sorgte der Philly-Fed-Idnex für gute Laune. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,46 Prozent auf 11.510,41 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,75 Prozent auf 2.636,98 Punkte zulegt. Für den S&P 500 geht es indes um 0,63 Prozent nach oben auf 1.243,05 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 11. Dezember 2010 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 3.000 auf 420.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 425.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 421.000 auf 423.000 nach oben korrigiert. Indes wiesen die US-Wohnbaubeginne im November 2010 nach Angaben des US-Handelsministeriums einen saisonbereinigten Zuwachs gegenüber dem vorangegangenen Monat aus. So belief sich die Zahl auf 0,555 Millionen Baubeginne. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,534 (vorläufig: 0,519) Millionen um 3,9 Prozent übertroffen, aber der entsprechende Vorjahreswert von 0,589 Millionen um 5,8 Prozent verfehlt. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,545 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Gleichzeitig verzeichneten die Baugenehmigungen in den USA im November 2010 einen saisonbereinigten Rückgang. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,530 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,552 (vorläufig: 0,550) Millionen um 4,0 Prozent und der entsprechende Vorjahresstand von 0,621 Millionen um 14,7 Prozent verfehlt. Volkswirte hatten hingegen eine Zunahme auf 0,560 Millionen Genehmigungen geschätzt. Ferner wies das US-Leistungsbilanzdefizit im dritten Quartal 2010 einen Zuwachs aus. So erhöhte sich das Defizit auf 127,2 Mrd. Dollar, während Volkswirte lediglich einen Anstieg auf 125,3 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Schließlich hat sich der Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia im Dezember 2010 leicht verbessert. Demnach ist der Index von 22,5 Punkten im Vormonat auf nun 24,3 Punkte gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld nur von einem Wert von 13,0 Punkten ausgegangen.
Im Blick stehen heute vor allem die Papiere von FedEx . Der Logistikkonzern musste im zweiten Geschäftsquartal (per 30. November) ein geringeres Ergebnis ausweisen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 12 Prozent auf 9,63 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn schrumpfte allerdings um 18 Prozent auf 283 Mio. Dollar bzw. 0,89 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 1,16 (Vorjahr: 1,10) Dollar. Analysten hatten durchschnittlich 1,31 Dollar beim EPS und 9,70 Mrd. Dollar beim Umsatz prognostiziert. Die Aktie gewinnt derzeit 1,8 Prozent an Wert. Indes konnte die Drugstore-Kette Rite Aid im dritten Quartal trotz rückläufiger Umsätze einen etwas geringeren Verlust erwirtschaften. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Angesichts der jüngsten Ergebnisse und einer geringeren Erwartung hinsichtlich der Same-Store Sales im vierten Quartal wurde die Jahresprognose jedoch gesenkt. Das Papier verteuert sich um 0,8 Prozent. Indes könnte Apple Ärger ins Haus stehen. Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia teilte heute mit, dass er den iPhone-Hersteller wegen Patentverletzungen verklagt. Die Aktie von Apple gewinnt 0,6 Prozent an Wert.
General Mills (General Mills) legen um 0,5 Prozent zu. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Frühstückscerealien meldete, dass sein Gewinn im zweiten Quartal gestiegen ist, was vor allem mit einem einmaligen Steuerertrag zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch verfehlt. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. AmerisourceBergen verteuern sich gleichzeitig um 1,0 Prozent. Der Pharmagroßhändler teilte mit, dass er seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 heute auf seinem Investor Day Meeting in New York City bestätigen wird. Indes verlautbarte der Möbelhändler Pier 1 Imports , dass sein Gewinn im dritten Quartal um 46 Prozent gesunken ist, nachdem im Vorjahr positive Einmaleffekte das Ergebnis stark beeinflusst hatten. Die Erwartungen wurden allerdings geschlagen. Die Aktie verliert 4,5 Prozent. Ferner verschlechtern sich Actuant um 5,4 Prozent. Der Industriekonzern konnte im ersten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn verzeichnen und die Analystenerwartungen schlagen.
American Express (American Express) legen 0,6 Prozent zu. Der Finanzkonzern gab heute die Übernahme von Loyalty Partner bekannt. Der Anbieter von Kundenbindungsprogrammen ist vor allem für seine Payback-Kundenkarten bekannt. Bei der Transaktion wurde ein Unternehmenswert in Höhe von 496 Mio. Euro zugrunde gelegt. Die Transaktion besteht aus einer zu leistenden Zahlung in Höhe von 425 Mio. Euro und aus einer Kapitalbeteiligung des Managements von Loyalty Partner in Höhe von 71 Mio. Euro. (16.12.2010/ac/n/m)