New York (aktiencheck.de AG) - Die Aktien an der Wall Street verzeichnen angesichts positiver Konjunkturdaten einen guten Start in die neue Handelswoche. Dabei stützen auch optimistische Kommentare seitens eines Fed-Offiziellen. Demnach werde sich die US-Wirtschaft in 2011 gut entwickeln, und auch hohe Ölpreise würden die Erholung derzeit nicht beeinträchtigen. Der Dow Jones steigt derzeit um 0,48 Prozent auf 12.188,23 Punkte. Der S&P 500 verbessert sich um 0,24 Prozent auf 1.323,00 Punkte. Der NASDAQ Composite ist dagegen ins Minus gerutscht und gibt 0,27 Prozent auf 2.773,57 Punkte nach.
Positive Überraschungen brachten die zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten. Wie das US-Handelsministerium heute mitteilte, sind die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im Januar 2011 angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von 0,4 Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,2 Prozent an, nachdem sie im Vormonat um 0,5 (vorläufig: 0,7) Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,3 Prozent bei den Einkommen und 0,4 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert.
Zudem ermittelte die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager für Februar 2011 einen überraschenden Zuwachs beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 71,2 Punkten, nach 68,8 Punkten im Vormonat. Hierbei handelt es sich um den höchsten Stand seit Juli 1988. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Wert von 67,5 Punkten prognostiziert.
Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ging im Januar 2011 nicht so stark zurück wie erwartet. Wie die National Association of Realtors am Montag mitteilte, verringerte sich der entsprechende Index um 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Volkswirte von einer Abnahme um 3,2 Prozent ausgegangen waren. Im Dezember 2010 war ein revidiertes Minus von 3,2 (vorläufig: +2,0) Prozent ausgewiesen worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl um 1,5 Prozent ab.
Quartalszahlen gab es heute bisher bei den Energieversorgern AES und Edison International . AES erklärte, dass er im vierten Quartal trotz eines soliden Umsatzwachstums seinen Verlust ausgeweitet hat, was auf Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen verfehlt. Indes musste Edison im vierten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Auch hier wurden die Marktschätzungen verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Jahresausblick gegeben. Während Titel von AES momentan 0,7 Prozent zulegen, ziehen Edison um 3 Prozent an.
Daneben steigen Anteilsscheine von Berkshire Hathaway (Berkshire Hathawa a) aktuell um 2,4 Prozent. Das Konglomerat des Milliardärs Warren Buffett meldete am Samstag einen Gewinnzuwachs von 43 Prozent im vierten Quartal. Zudem plant Warren Buffett nach eigenen Aussagen demnächst größere Akquisitionen. Dabei verfügt die Investorenlegende derzeit über Barmittel in Höhe von 38 Mrd. US-Dollar.
Nahezu unverändert notiert die Aktie von Juniper Networks Inc. . Die Ratingagentur Standard & Poor's hat für den US-Netzwerkausrüster erstmals eine Ratingeinstufung vorgenommen. Wie die Agentur mitteilte, wurde das Kreditrating auf BBB festgesetzt, der Ausblick für den Technologiekonzern sei stabil. Juniper Networks plant die Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von 1 Mrd. US-Dollar. Die Einstufung reflektiere laut Standard & Poor's die Erwartung eines soliden Umsatzwachstums und einer steigenden Profitabilität, die für eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung sorgen dürften. Darüber hinaus verfüge das Unternehmen über eine starke Liquidität und sei in einer Branche mit wenigen etablierten Wettbewerbern tätig, so die Ratingagentur weiter.
Daneben steht die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone (The Blackstone Group LP) heute im Fokus. Einem Pressebericht vom Wochenende zufolge hat sie vom australischen Shopping-Center-Betreiber Centro Properties (Centro Properties Group) US-Assets im Wert von rund 9,4 Mrd. US-Dollar erworben. Demnach habe der Konzern demnach insgesamt 588 Shopping-Center in den USA übernommen. Im Rahmen des Bieterverfahrens habe Blackstone zwei weitere interessierte Parteien ausgestochen, hieß es. Papiere von Blackstone verbuchen aktuell ein Plus von 0,3 Prozent.
Ebenfalls interessant ist ein Medienbericht zu JPMorgan (JPMorgan ChaseCo). Laut einer Zeitung plant ein neuer Technologiefonds der US-Bankgesellschaft, bei der Internet Messaging- und Kommunikations-Internetseite Twitter einzusteigen. Demnach will der Digital Growth-Fonds von JPMorgan demnach eine 10 Prozent-Beteiligung an der populären Website für 450 Mio. US-Dollar erwerben. Damit würde man Twitter mit insgesamt 4,5 Mrd. US-Dollar bewerten. Indes will sich der JPMorgan-Fonds auch an anderen privaten Internet-Firmen beteiligen, wie z.B. das Online-Spieleunternehmen Zynga oder das Telefonie-Unternehmen Skype. Darüber hinaus sind Investitionen in sechs andere Unternehmen geplant, darunter möglicherweise die Koupon-Seite LivingSocial oder der Online-Händler Gilt. Die Aktie von JPMorgan verliert aktuell 0,3 Prozent. (28.02.2011/ac/n/m)