New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Freitagmittag New Yorker Zeit deutlich schwächere Tendenzen. Nach den Zugewinnen der letzten Tage, belasten zum Wochenschluss Gewinnmitnahmen die Kurse. Zudem stehen einige Quartalszahlen im Fokus.
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut Universität Michigan im März verbessert. So lag der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens bei 57,3 Punkten (vorläufig: 56,6 Punkten). Volkswirte waren lediglich von einem Anstieg auf 56,8 Punkte ausgegangen, nach 56,3 Punkten im Vormonat Februar.
Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen wiesen im Februar 2009 einen Rückgang aus. So schrumpften die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent, wogegen im Vormonat eine Zunahme um 0,2 Prozent verbucht worden war. Gleichzeitig stiegen die persönlichen Konsumausgaben um 0,2 Prozent, während sie im Vormonat um 1,0 Prozent zugelegt hatten.
Der Dow Jones verliert derzeit 1,93 Prozent auf 7.771,24 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,23 Prozent auf 817,36 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 2,37 Prozent auf 1.549,43 Punkte.
Der angeschlagene Autobauer GM kommt mit seinem Rettungsplan nur langsam voran und kann die hierzu von der US-Regierung gesetzte Frist einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge nicht einhalten. Deshalb werde Washington dem Konzern wohl weitere 30 Tage Zeit geben. Am Markt wird der Bericht mit Erleichterung aufgenommen. Der Titel gewinnt über 10 Prozent.
Das Management- und Technologie-Beratungsunternehmen Accenture hat im abgelaufenen Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Zudem wurde der Ausblick gesenkt. Der Nettogewinn konnte indes leicht verbessert werden, wobei die Erwartungen geschlagen wurden. Der Wert bricht aktuell um rund 13 Prozent ein.
Der Mischkonzern Johnson Controls kündigte heute für das zweite Quartal negative Einmaleffekte an. Demnach werde man im Zuge der geplanten Restrukturierungen voraussichtlich Belastungen in Höhe von 200 bis 215 Mio. Dollar vor Steuern ausweisen. Für die zweite Jahreshälfte will der Konzern wie geplant die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Aktuell ist hier ein Minus von fast 3 Prozent auszumachen.
Papiere des Online-Versandhändlers Amazon, der einem Bericht der "Seattle Times" zufolge insgesamt drei Versandhandelsniederlassungen schließen will um Kosten zu sparen, geben über 4 Prozent ab.
Der US-Baukonzern KB Home hat seinen Verlust im ersten Quartal um 78 Prozent reduziert, was auf Kostensenkungen, geringere Sonderbelastungen und eine Erholung der Nachfrage nach günstigen Eigenheimen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Die Aktie gewinnt über 6 Prozent. (27.03.2009/ac/n/m)