New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichnen inzwischen leichte Gewinne. Die US-amerikanische Notenbank Fed hatte zuvor den Diskontsatz für Geschäftsbanken überraschend erhöht. Die Investoren sehen darin anscheinend ein gutes Zeichen für die Entwicklung der US-Wirtschaft. Der Dow Jones verzeichnet ein Plus von 0,28 Prozent auf 10.422,00 Punkte. Währenddessen gewinnen der Nasdaq Composite 0,24 Prozent auf 2.247,09 Punkte und der S&P 500 0,37 Prozent auf 1.110,85 Zähler.
Die US-Notenbank Fed hat am Donnerstagabend überraschend den Diskontzinssatz angehoben. Demnach steigt der Diskontzinssatz ab dem heutigen Freitag von zuletzt 0,50 auf 0,75 Prozent, womit sich die kurzfristigen Kredite für Geschäftsbanken bei der US-Notenbank verteuern. Der Anstieg der US-Verbraucherpreise hat sich im Januar 2010 stabilisiert. So stieg der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, während er im Dezember um revidiert 0,2 Prozent angestiegen war. Volkswirte hatten eine Preiserhöhung um 0,3 Prozent erwartet. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate fiel um 0,1 Prozent. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen.
Der Ölfeld-Servicedienstleister Schlumberger befindet sich einem Medienbericht zufolge in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Erwerb seines Konkurrenten Smith International . Nach Informationen des "Wall Street Journal" (Freitag) würde bei einem Zusammenschluss der beiden Konzerne ein Ölfeldservice-Gigant entstehen, der einen mehr als doppelt so hohen Umsatz wie sein nächst größter Wettbewerber aufweisen würde. Die Aktie von Smith International springt um fast 14 Prozent.
Die Amerigroup (AMERIGROUP) hat im vierten Quartal einen Umsatz von 1,36 Mrd. Dollar erzielt, nach 1,15 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 40,2 Mio. Dollar bzw. 0,79 Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 35,9 Mio. Dollar bzw. 0,67 Dollar je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,28 Dollar bei Umsatzerlösen von 1,36 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie gewinnt 8,53 Prozent.
Für Huntsman geht es ebenfalls deutlich aufwärts (+6,31 Prozent). Im vierten Quartal lagen die Umsatzerlöse bei 2,10 Mrd. Dollar und um 2 Prozent über dem Vorjahresniveau von 2,05 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn lag bei 66 Mio. Dollar bzw. 0,26 Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 598 Mio. Dollar bzw. 2,53 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn im Berichtszeitraum aus dem fortgeführten Geschäft hatte bei 0,27 Dollar je Aktie gelegen, wobei dieses Ergebnis positive steuerliche Einmaleffekte in Höhe von 79 Mio. Dollar beinhaltet hatte. Dank der verbesserten Kapazitätsauslastung sowie der verbesserten konjunkturellen Aussichten geht Huntsman für das laufende Fiskaljahr von einer Ergebnisverbesserung aus. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 0,12 Dollar je Aktie bei Umsatzerlösen von 1,97 Mrd. Dollar erwartet.
Playboy Enterprises (Playboy Enterprise b) verlieren 2,88 Prozent. Im dritten Geschäftsquartal lag der Nettoverlust bei 27,8 Mio. Dollar bzw. 0,83 Dollar pro Aktie, nach einem Verlust von 146,8 Mio. Dollar bzw. 4,40 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Dabei beinhaltet das jüngste Ergebnis Sonderbelastungen von 28,6 Mio. Dollar (Vorjahr: 157,2 Mio. Dollar). Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 13 Prozent auf 60,6 Mio. Dollar ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 1 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 63,3 Mio. Dollar ausgegangen.
Der Einzelhandelskonzern J. C. Penney (J C Penney Company) hat im vierten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze einen etwas geringeren Gewinn erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden aufgrund von Kostensenkungen bzw. verbesserten Margen geschlagen. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 200 Mio. Dollar bzw. 0,84 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu 211 Mio. Dollar bzw. 0,95 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag bei 1,02 Dollar pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 3,6 Prozent auf 5,55 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,82 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 5,54 Mrd. Dollar ausgegangen. J. C. Penney erwartet im laufenden Quartal ein EPS-Ergebnis von 0,16 bis 0,20 Dollar pro Aktie. Titel von J. C. Penney rücken knapp 7 Prozent vor.
Honeywell International hat am Freitag seine Prognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. So erwarte man weiterhin einen Umsatz von 31,3 bis 32,2 Mrd. Dollar, während das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 2,20 bis 2,40 Dollar liegen soll. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 2,38 Dollar sowie einem Umsatz von 31,82 Mrd. Dollar aus. Daneben stellt man für das laufende erste Quartal einen Umsatz von 7,2 bis 7,6 Mrd. Dollar in Aussicht, während der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie bei 0,40 bis 0,45 Dollar liegen soll. Dollar. Das Wertpapier von Honeywell International gewinnt 1,05 Prozent.
Der US-Energieversorger PG&E (PG&E), die Muttergesellschaft des größten Kraftwerks in Kalifornien Pacific Gas & Electric, hat im vierten Quartal einen Nettogewinn von 273 Mio. Dollar bzw. 0,71 Dollar pro Aktie erzielt, nach 517 Mio. Dollar bzw. 1,37 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der jüngste Gewinn bei 0,80 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,74 Dollar pro Aktie ausgegangen. Indes hielt der Konzern an seinen Jahresprognosen 2010 und 2011 fest, die einen Gewinn pro Aktie von 3,35 bis 3,50 Dollar bzw. 3,65 bis 3,85 Dollar vorsehen. Die Aktie legt 1,03 Prozent zu. (19.02.2010/ac/n/m)