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29.01.2009 19:32

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Wall Street Update: Kräftige Abschläge, Konjunktursorgen belasten

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New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Donnerstagmittag New Yorker Zeit kräftige Abschläge. Im Fokus stehen dabei vor allem einige Konjunkturdaten sowie erneut die große Zahl an Quartalszahlen, allen vor an Ford und Altria.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 24. Januar 2009 leicht verschlechtert. So kletterte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 3.000 auf 588.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 575.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 589.000 auf 585.000 nach unten revidiert.

Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im Dezember 2008 weiter geschrumpft. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 2,6 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während Volkswirte nur eine Abnahme um 2,0 Prozent prognostiziert hatten. Dies war bereits der fünfte Rückgang in Folge. Im November war ein Minus von 1,5 Prozent verzeichnet worden.

Die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA ist im Dezember 2008 deutlich zurückgegangen. Auf saisonbereinigter Basis wurde im Vormonatsvergleich ein Rückgang um 14,7 Prozent auf 331.000 Einheiten verzeichnet, während Volkswirte von 390.000 Einheiten ausgegangen waren. Für November wurde die Verkaufszahl von vorläufig 407.000 auf 388.000 nach unten korrigiert.

Der Dow Jones verliert derzeit 2,32 Prozent auf 8.180,79 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 2,86 Prozent auf 849,10 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 2,97 Prozent auf 1.511,98 Punkte.

Der Automobilkonzern Ford ist im abgelaufenen Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Insgesamt häufte der Konzern einen Verlust von fast 6 Mrd. Dollar an. Der Umsatz im Automobilbereich verringerte sich dabei deutlich, während der Verlust aus dem laufenden Geschäft vor Einmaleffekten etwas höher ausfiel als von Analysten befürchtet. Allerdings sieht sich das Unternehmen auf gutem Weg, bis 2011 auf Vorsteuerbasis einen Break-Even zu schaffen bzw. profitabel zu arbeiten. Die Aktie verliert zur Stunde dennoch rund 2,5 Prozent. Anteilsscheine des Mitbewerbers GM geben daneben 3,5 Prozent ab.

Bei 3M schlägt indes ein Plus von fast 3 Prozent zu Buche. Der Mischkonzern musste im Schlussquartal infolge sinkender Umsätze in den meisten Geschäftsbereichen ein rückläufiges Ergebnis verbuchen. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten konnten die Schätzungen allerdings geschlagen werden.

In Zusammenhang mit dem Spin-Off der internationalen Zigarettensparte Philip Morris International hat der Tabakkonzern Altria im vierten Quartal einen drastischen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch erfüllt. Der Titel legt daraufhin ein halbes Prozent zu.

Anteilsscheine von Starbucks tendieren nach Zahlenvorlage ebenfalls ein halbes Prozent fester. Dabei hat die Kaffeehauskette im letzten Vierteljahr deutlich weniger verdient und die Erwartungen auf bereinigter Basis verfehlt. Außerdem hat Starbucks angekündigt, zahlreiche Filialen zu schließen.

Die Aktie der Kreuzfahrtlinie Royal Caribbean, deren Gewinn im vierten Quartal dramatisch eingebrochen ist, rauscht um rund 17 Prozent in die Tiefe. Besonders deutlich gesunkene Buchungszahlen, höher als erwarteten Treibstoffkosten und negativen Währungseffekte führten zu diesem Resultat.

Auch der Fotokonzern Eastman Kodak wurde offenbar voll von der Wirtschafskrise erfasst. Das Unternehmen hat neben hohen Einmalaufwendungen im Schlussquartal vor allem unter der konjunkturell bedingt rückläufigen Nachfrage in allen Geschäftsfeldern zu leiden gehabt und einen hohen Verlust ausgewiesen. In diesem Zusammenhang will man im laufenden Fiskaljahr 3.500 bis 4.500 Stellen streichen. Aktuell bricht die Aktie um 26 Prozent ein.

Dagegen konnte der Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive im letzten Quartal trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Ergebnisanstieg vorweisen. Der Wert legt aktuell rund 2 Prozent zu.

Der Pharmakonzern Eli Lilly verbuchte im vierten Quartal 2008 aufgrund der Belastungen aus der ImClone-Übernahme ein negatives Ergebnis. Dagegen erhöhten sich die Umsatzerlöse leicht. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn übertraf indes die Erwartungen. Die Aktie verliert derzeit 2,5 Prozent. (29.01.2009/ac/n/m)

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