New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Dienstagmittag New Yorker Zeit kräftige Abschläge. Nachdem die Wall Street gestern mit kräftigen Gewinnen geschlossen hatte, weist sie heute vor dem Hintergrund schlechter Unternehmensprognosen und angesichts der jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen beim japanischen Sony-Konzern rote Vorzeichen auf.
Der Dow Jones verliert derzeit 1,66 Prozent auf 8.785,87 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 1,09 Prozent auf 899,82 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 0,31 Prozent auf 1.566,90 Punkte.
Kroger, der größte Lebensmittelhändler in den USA, hat im dritten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt, was vor allem mit Hurrikan-Kosten zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Die Jahresplanung wurde indes erhöht. Die Aktie verliert 7 Prozent.
Der US-Pharmakonzern Merck & Co. hat einen Ausblick für das aktuelle und kommende Geschäftsjahr vorgelegt. Die Aktie verliert 1,7 Prozent.
Topmanager der angeschlagenen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac waren scheinbar schon frühzeitig über die Risiken der von ihnen vergebenen Hypotheken informiert. Beide Aktien verlieren 4 Prozent.
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines gab heute bekannt, dass sie mit American Express eine bestehende Partnerschaft um mehrere Jahre verlängert hat. Die Delta-Aktie gewinnt derzeit 2 Prozent, American Express verlieren 1,8 Prozent.
Die AutoZone, die größte Autoteilekette in den USA, musste für das erste Quartal einen leichten Ergebnisrückgang vorweisen. Dennoch gewinnt die Aktie derzeit 7 Prozent.
Broadcom hat die Umsatzprognosen für das laufende Quartal nach unten revidiert. Auch hier überzeugt die Meldung und die Aktie legt 9 Prozent zu.
Der US-Logistikkonzerns FedEx hat gestern nach Börsenschluss seine Prognosen für das Fiskaljahr 2009 nach unten korrigiert. Derzeit verliert die Aktie mehr als 14 Prozent.
Texas Instruments gab gestern nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie ihre Prognosen für das vierte Quartal angesichts einer geringeren Chip-Nachfrage deutlich nach unten korrigiert hat. Derzeit geht es bei Texas Instruments knapp 5 Prozent nach oben.
National Semiconductor verbuchte im zweiten Fiskalquartal 2008/09 angesichts geringerer Umsatzerlöse einen Ergebnisrückgang. Aktuell geht es hier 12,5 Prozent nach oben.
Das größte amerikanische Steuerberatungsunternehmen H&R Block meldete gestern nach US-Börsenschluss, dass es im zweiten Fiskalquartal 2008/09 einen deutlich geringeren Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf den Verkauf seiner Hypothekensparte zurückzuführen ist. Erneut wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt. Aktuell verliert der Titel 1,6 Prozent.
Der angeschlagene US-Automobilhersteller Ford befindet sich nach Angaben von "National Business Daily" in Verhandlungen über den Verkauf seiner Marke Volvo an den chinesischen Partner Changan Automobile Group. Momentan geht es 4,4 Prozent abwärts. (09.12.2008/ac/n/m)