New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Mittwochmittag New Yorker Zeit sehr positive Tendenzen. Mit Spannung warten die Anleger auf die Fed-Sitzung am Abend. Angesichts des Nullzinsniveaus werden aber kaum Impulse für die Märkte erwartet. Im Fokus stehen erneut die Quartalszahlen, allen vor an AT&T und Boeing.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 1,70 Prozent auf 8.313,48 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 2,67 Prozent auf 868,26 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 3,20 Prozent auf 1.553,12 Punkte.
Der Telekommunikationsriese AT&T hat im abgelaufenen Quartal trotz gestiegener Erlöse infolge steigender Kosten weniger verdient. Dabei wurden die Analystenschätzungen ohne die Berücksichtigung von fusionsbedingten Einmaleffekten knapp verfehlt. Die Aktie verliert gegen den Trend 1,5 Prozent.
Bei Boeing ist ein leichtes Minus auszumachen. Dabei ist der Flugzeughersteller im vierten Quartal infolge eines Streiks und Verzögerungen beim Großraumjumbo 747 bei einem unerwartet deutlichen Umsatzrückgang in die Verlustzone gerutscht. Außerdem konnte der Ausblick wenig überzeugen. Zudem wurden massive Stellenstreichungen angekündigt.
Im Technologiesegment richten sich die Blicke mitunter auf Sun Microsystems. Der auf die Bereiche Server und Software spezialisierte Konzern hat im abgelaufenen Vierteljahr ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten unerwartet gut verdient. Die Anleger honorieren das Zahlenwerk mit einem Plus von über 22 Prozent.
Bei Yahoo! ist ebenfalls ein Aufschlag von gut 8 Prozent auszumachen. Wie der Internetkonzern am Vorabend mitgeteilt hat, musste er im abgelaufenen Quartal einen Verlust hinnehmen. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen allerdings übertroffen werden.
Die Aktie des Krankenversicherers WellPoint zeigt mit einem Zuwachs von 7 Prozent klar nach oben. Der Konzern hat im Schlussquartal einen kräftigen Gewinnrückgang verzeichnet. Ohne die Berücksichtigung eines Investment-Verlusts wurden die Erwartungen des Marktes aber nur knapp verfehlt.
Unter den Großbanken ziehen in Zusammenhang mit den Spekulationen um eine Bad Bank unter anderem die Citigroup um 15,5 Prozent, die Bank of America um gut 12 Prozent und JPMorgan um über 8 Prozent an. Anteile des Finanzkonzerns Wells Fargo, der im vierten Quartal aufgrund von Sondereffekten ein negatives Ergebnis ausweisen musste, rücken um fast 24 Prozent vor.
Titel von ConocoPhillips liegen mit einem Plus von rund einem Prozent im Markt. Der Ölkonzern hat im abgelaufenen Quartal einen Verlust von fast 32 Mrd. Dollar angehäuft. Ohne Sonderbelastungen wurde jedoch ein unerwartet hoher Nettogewinn von fast 2 Mrd. Dollar ausgewiesen. (28.01.2009/ac/n/m)