Wall Street Update: Kräftige Zugewinne, IBM-Zahlen erfreuen Märkte
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Montagmittag New Yorker Zeit mit kräftigen Zugewinnen. Gestützt von überraschend starken Quartalszahlen des Technologiekonzerns IBM konnen die US-Indizes mit guter Laune in die neue Woche starten.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,94 Prozent auf 12.725,06 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 0,58 Prozent auf 1.409,17 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,93 Prozent auf 2.462,74 Punkte.
Papiere von IBM zählen zu den größten Favoriten. Völlig überraschend hat der Technologiekonzern heute vorläufige Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt und die Erwartungen der Analysten dabei weit in den Schatten gestellt. Infolge dessen schiebt sich der Wert aktuell um 5,6 Prozent nach vorne.
Daneben stehen erneut die Finanzwerte im Fokus. Papiere der Citigroup legen leicht zu. Verschiedenen Medienberichten zufolge steht die Bankgesellschaft kurz davor, sich eine Finanzspritze in Höhe von bis zu 14 Mrd. Dollar zu sichern. Ein Großteil der Summe käme dabei aus China. Daneben werden auch Berichte über Abschreibungen in Höhe von 24 Mrd. Dollar und den Abbau von mehreren tausend Stellen laut.
Laut einem Bericht der "Financial Times" will auch die Investmentbank Merrill Lynch rund 4 Mrd. Dollar über eine zweite Kapitalerhöhung erhalten. Für den Wert geht es daraufhin um 1,7 Prozent nach oben.
Die Bankgesellschaft Sovereign Bancorp wird im vierten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von 1,58 Mrd. Dollar in Zusammenhang mit einer sinkenden Kreditqualität und einem schwierigen Hypothekenumfeld verbuchen. Zudem wird die Sovereign Bancorp im Schlussquartal Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 738 Mio. Dollar bilden, nach 650 Mio. Dollar im Vorquartal. Die Aktie verliert derzeit rund 5 Prozent.
Daneben rutschen Anteilsscheine von Sears um knapp 6,5 Prozent ab. Der Einzelhandelskonzern schockte seine Anleger mit einem schwachen Ausblick. Demnach könnte der Gewinn pro Aktie im vierten Quartal um bis zu 51 Prozent einbrechen, während Analysten einen deutlich geringeren Ergebnisrückgang erwarten. Die Experten der Credit Suisse reagierten prompt und stuften den Titel von "outperform" auf "underperform" und senkten zugleich das Kursziel von 140 auf 70 Dollar.
Angesichts einer drastischen Gewinnwarnung brechen dagegen Titel von Harman um 33 Prozent ein. Der Spezialist für hochwertige Audiosysteme rechnet nun mit einem Ergebnis von 3,00 bis 3,10 Dollar pro Aktie. Die Prognose berücksichtigt dabei keine Kosten nach Steuern in Zusammenhang mit der ursprünglich geplanten Übernahme des Unternehmens, wohl aber das Aktienrückkaufprogramm von Harman.
Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext beabsichtigt, das private Unternehmen Wombat Financial Software für 200 Mio. Dollar in bar zu übernehmen. Die Akquisition des Anbieters von High-Speed Marktdaten- und Messaging-Plattform soll Anfang des zweiten Quartals abgeschlossen sein und voraussichtlich in 2009 das Konzernergebnis steigern. Die Aktie reagiert kaum auf die Meldung.
Die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Union hat zwei neue Verfahren wegen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung gegen den Software-Hersteller Microsoft eingeleitet. Dabei geht es im einen Verfahren um das Office-Paket, eine Reihe von Server-Produkten sowie das so genannte .NET Framework. Das zweite Verfahren betrifft den Web-Browser Internet Explorer. Die Microsoft-Aktie gewinnt derzeit rund ein Prozent hinzu. (14.01.2008/ac/n/m)