New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Börsen legen am Mittwochmittag New Yorker Zeit kräftig zu, nachdem Intel gestern mit seinem nachbörslich veröffentlichten Quartalsbericht sehr positiv überraschen konnte. Heute richtet sich der Blick vor allem auf Apple, dessen Zahlen nachbörslich auf der Agenda stehen. Der Dow Jones gewinnt derzeit 1,33 Prozent auf 12.429,78 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,80 Prozent auf 2.794,27 Zähler zulegt. Der S&P 500 steigt um 1,19 Prozent auf 1.328,28 Punkte.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 15. April 2011 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 5,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 6,7 Prozent ausgewiesen worden. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 4,83 Prozent, nach 4,98 Prozent in der Vorwoche. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im März 2011 angewachsen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 3,7 Prozent auf 5,10 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 5,00 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Februar auf revidiert 4,92 (vorläufig: 4,88) Millionen belaufen hatte.
Bereits gestern nach Börsenschluss gab es diverse interessante Quartalsausweise. Intel konnte im ersten Quartal 2011 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen und so die Erwartungen der Analysten klar übertreffen. Der Chip-Hersteller führte dies vor allem auf neue Produkte und die Stärke im Firmenkundengeschäft zurück. Das Nettoergebnis belief sich auf 3,2 Mrd. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie, nach 2,4 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EPS wurde mit 59 Cents angegeben. Die Erwartungen der Analysten hatten zuvor bei lediglich 46 Cents je Aktie gelegen. Die Umsätze stiegen im vergangenen Quartal von 10,3 Mrd. US-Dollar auf 12,8 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld nur Erlöse in Höhe von 11,6 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie rückt um 6,6 Prozent vor. Indes konnte der Technologiekonzern IBM im ersten Quartal aufgrund der starken Hardware-Nachfrage Umsatz und Gewinn unerwartet stark verbessern. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr erhöht. So belief sich der Nettogewinn auf 2,86 Mrd. US-Dollar bzw. 2,31 US-Dollar je Aktie, nach 2,60 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative EPS wurde mit 2,41 US-Dollar angegeben. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 24,61 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,30 US-Dollar und einem Umsatz von 24,02 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel verschlechtert sich um 0,3 Prozent. Des Weiteren musste der Internet-Konzern Yahoo! (Yahoo) im ersten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze einen Gewinnrückgang verzeichnen. Dennoch konnte man die Gewinnerwartungen übertreffen. Das Papier verteuert sich um 4,8 Prozent. Auch Juniper Networks verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnrückgang, der aber im Rahmen der Erwartungen ausfiel. Der Umsatz konnte indes aufgrund starker Nachfrage nach Routern und Switches deutlich gesteigert werden. Die Erwartungen wurden hier ebenfalls getroffen. Die Aktie des Netzwerkausrüsters legt um 0,7 Prozent zu.
Auch heute gab es zahlreiche bedeutende Quartalszahlen. United Technologies konnte dabei im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Während der Umsatz von 12,04 Mrd. US-Dollar auf 13,34 Mrd. US-Dollar stieg, erzielte man beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter einen Zuwachs auf 1,01 Mrd. US-Dollar bzw. 1,11 US-Dollar je Aktie, nach zuvor 866 Mio. US-Dollar. Analysten hatten ein EPS von 1,07 US-Dollar sowie einen Umsatz von 12,83 Mrd. US-Dollar erwartet. Im Anschluss hob der Konzern seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr auf 5,25 bis 5,40 US-Dollar an, nachdem man zuvor ein EPS von 5,20 bis 5,35 US-Dollar erwartet hatte. Der Titel klettert um 4,2 Prozent nach oben. Indes verbilligen sich Altria (Altria Group) nach Geschäftszahlen für das erste Quartal um 0,7 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 937 Mio. US-Dollar bzw. 45 Cents je Aktie, nach 813 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn je Aktie bei 44 Cents und traf damit die Analystenerwartungen. AT&T (AT&T) geben um 0,4 Prozent nach. Der Telekommunikationskonzern erreichte im ersten Quartal dank wachsender Umsätze ein kräftiges Ergebnisplus und schlug damit die Analystenerwartungen.
AMR (AMR) verlieren 2,1 Prozent. Die Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines musste im ersten Quartal aufgrund hoher Kerosinpreise, Winterstürmen in den USA sowie eines rückläufigen Flugreiseverkehrs nach Japan einen Verlust ausweisen. Dieser konnte jedoch angesichts gestiegener Umsätze gegenüber dem Vorjahr verringert werden. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen klar übertroffen. Wells Fargo (Wells FargoCo) erzielte im ersten Quartal 2011 dank einer verbesserten Kreditqualität ein Rekordergebnis und übertraf die Erwartungen. Der Anteilsschein des Kreditinstituts gibt daraufhin um 4,7 Prozent nach. Der Börsenbetreiber Nasdaq OMX Group (NASDAQ Stock Market) konnte im ersten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Die Aktie tendiert 1 Prozent leichter.
Abbott Laboratories (Abbott Laboratories) verbesserte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn. Auf bereinigter Basis konnten die Analystenerwartungen knapp übertroffen werden. Der Titel des Pharmakonzerns verbilligt sich um 0,8 Prozent. Die Papiere des Minenbetreibers Freeport-McMoRan (Freeport-McMoRan CopperGold) rücken um 2,6 Prozent vor, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten und die Analystenprognose übertreffen konnte.
Anteilsscheine von EMC legen um 4 Prozent zu. Der Speicher- und Technologiekonzern verbesserte den Gewinn im ersten Quartal deutlich. Die Ergebniserwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt, während die Marktschätzungen umsatzseitig übertroffen wurden. Textron verlieren derweil 2,3 Prozent an Wert. Der Industriekonzern hat zwar im ersten Quartal einen Gewinn erzielt hat, was vor allem mit einer starken Entwicklung bzw. Kostensenkungen in den Sparten Bell, Systems und Industrial zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Der Ausblick wurde indes bestätigt. (20.04.2011/ac/n/m)