19.11.2012 19:16
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Wall Street Update: Kräftige Zugewinne, Lowe`s und Intel im Fokus

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes verbuchen am Montagmittag New Yorker Zeit deutlich grüne Vorzeichen. Dabei stützt die Hoffnung auf eine Lösung im US-Budgetstreit. So seien erste Spitzengespräche zwischen Demokraten und Republikanern konstruktiv verlaufen. Der Dow Jones gewinnt aktuell 1,3 Prozent auf 12.748 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 2.901 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Aufschlag von 1,5 Prozent auf 1.381 Punkte verzeichnet.

Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Oktober 2012 gestiegen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat auf 4,79 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 4,70 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im September 2012 auf revidiert 4,69 (vorläufig: 4,75) Millionen und im Vorjahresmonat auf 4,32 Millionen belaufen hatte. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im November 2012 erneut angestiegen. So lag der NAHB-Index mit 46 Punkten über dem im Vormonat ermittelten Wert von 41 Zählern. Marktbeobachter hatten nur einen Anstieg auf 42 Punkte prognostiziert.

Heute gab die zweitgrößte US-Baumarktkette Lowe`s (Lowes Companies) bekannt, dass ihr Gewinn im dritten Quartal deutlich gestiegen ist, was vor allem auf geringere Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Zudem wurde der Jahresausblick bestätigt. Aktien von Lowe`s gewinnen aktuell 6,3 Prozent hinzu. Daneben konnte der Nahrungsmittelkonzern Tyson Foods im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Dabei wurden die Analystenschätzungen übertroffen. Profitieren konnte man vor allem von höheren Absatzpreisen bei Geflügel und Rindfleisch. Dabei konnte der Anstieg der Futtermittelpreise mehr als kompensiert werden. Tyson Foods rücken derzeit um 6,8 Prozent vor.

Im Blick der Investoren steht heute auch Intel mit einem angekündigten Wechsel an der Konzernspitze. Demnach wird Paul Otellini, President und CEO des weltweit führenden Chip-Herstellers, im Mai 2013 nach der Hauptversammlung von seinen Ämtern zurücktreten. Otellini war seit dem zweiten Quartal 2005 als CEO von Intel tätig. Nach Angaben des Konzerns wird das Board die Suche nach einem Nachfolger für das Amt des CEO einleiten. Dabei werden sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigt, hieß es. Titel von Intel geben um 0,2 Prozent nach.

Papiere von Cisco Systems tendieren indes 1,5 Prozent fester. Der Technologiekonzern gab am Sonntag bekannt, dass er beabsichtigt, die private Meraki Inc., einen Spezialisten im Bereich Cloud Networking, für 1,2 Mrd. US-Dollar zu übernehmen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, bietet Meraki mit Sitz in San Francisco (Kalifornien) und Büros in New York, London und Mexiko Midmarket-Kunden einfach zu implementierende On-Premise Networking-Lösungen, die zentral aus der Cloud gemanagt werden können. Die Transaktion dürfte im zweiten Quartal des Cisco-Geschäftsjahres 2013 abgeschlossen werden, hieß es.

Derweil teilte der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart (Wal-Mart Stores) mit, dass er seine Dividende für das vierte Quartal früher als geplant ausschütten wird. Den Angaben zufolge erhalten Aktionäre zum Stichtag am 27. Dezember 2012 ihre Dividende in Höhe von 39,75 Cents pro Aktie für das vierte Quartal nun am 27. Dezember 2012. Ursprünglich war vorgesehen, die Dividende für das Schlussquartal am 2. Januar 2013 auszubezahlen. Anteilsscheine von Wal-Mart verteuern sich um 1 Prozent.

Schließlich gibt es zwei interessante Medienberichte aus dem Finanzsektor. So liegt die Citigroup einem Zeitungsbericht zufolge im Plan, um in diesem Jahr einige hundert Stellen im Bereich Sales and Trading zu streichen. Demnach werden im Rahmen von Maßnahmen zur Verschlankung der Banking-Aktivitäten im Jahr 2012 voraussichtlich 300 Arbeitsplätze in der Sales and Trading-Sparte abgebaut. Die Sales and Trading-Sparte der Großbank beschäftigt insgesamt rund 17.000 Mitarbeiter. Darüber hinaus will der Online-Broker E*TRADE (E*TRADE FINANCIAL) offenbar sein britisches Brokerage-Geschäft aufgeben, um sich wieder stärker auf das US-Kerngeschäft zu konzentrieren. Laut einem Zeitungsbericht wurden Kunden der britischen Sparte E*TRADE Securities Ltd. zuletzt über die geplante Beendigung des Geschäftsbetriebes informiert. Ihnen wurde angeboten, ihre Konten entweder zu anderen Finanzinstitutionen zu transferieren oder ihre Positionen aufzulösen. Während Citigroup um knapp 3 Prozent steigen, geht es für Anteile von E*TRADE um 3,8 Prozent nach oben. (19.11.2012/ac/n/m)

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