New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street zeigt sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit trotz positiver Arbeitsmarktdaten schwächer. Dabei müssen die Anleger zahlreiche Quartalsausweise verarbeiten, wobei insbesondere der Ausblick von Cisco Systems wenig Anklang fand. Der Dow Jones fällt derzeit 0,27 Prozent auf 12.207,00 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,08 Prozent auf 2.786,97 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verschlechtert sich um 0,10 Prozent auf 1.319,54 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 5. Februar 2011 verbessert. So reduzierte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 36.000 auf 383.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 410.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 415.000 auf 419.000 nach oben korrigiert. Die Lagerbestände im Großhandel sind im Dezember 2010 gestiegen. Demnach wurde ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, nach einem unveränderten Niveau im November. Marktbeobachter hatten zuvor mit einer Zunahme um 0,7 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels verbesserten sich gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent.
Schwer im Magen liegen den Anlegern die bereits gestern nach Börsenschluss bekannt gegebenen Quartalszahlen von Cisco Systems . Der Technologiekonzern konnte den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal 2010/11 um 6 Prozent auf 10,4 Mrd. US-Dollar steigern. Der Nettogewinn wurde auf 1,5 Mrd. US-Dollar oder 27 Cents je Aktie beziffert. Im Vorjahresquartal hatte Cisco Systems noch ein Nettoergebnis von 1,9 Mrd. US-Dollar erzielt. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 2,1 Mrd. US-Dollar bzw. 37 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 10,24 Mrd. US-Dollar sowie ein Ergebnis von 35 Cents je Aktie erwartet. Jedoch wurde ein schwacher Ausblick gegeben. Das Papier bricht um 13,5 Prozent ein. Prudential Financial legen derweil um 2,3 Prozent zu. Der Versicherungskonzern musste im vierten Quartal 2010 zwar einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden allerdings übertroffen. Indes enttäuschte der Versicherungskonzern Allstate mit seinen Zahlen zum vierten Quartal 2010. Der Nettogewinn lag bei 296 Mio. US-Dollar bzw. 55 Cents je Aktie, nach zuvor 518 Mio. US-Dollar. Der Umsatz nahm um 0,4 Prozent auf 8,09 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 88 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 6,28 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel verbilligt sich um knapp 4 Prozent.
Die Aktie des Computerspiele-Herstellers Activision Blizzard gehört daneben zu den schwächsten Werten an der NASDAQ. Auslöser sind die am Vorabend nach US-Börsenschluss veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal 2010 sowie vor allem der schwache Ausblick. Der Konzern hatte zudem angekündigt mangels Nachfrage seine "Guitar Hero" Musiksimulation nicht weiter fortzusetzen. Die Aktie verliert derzeit 9,8 Prozent.
Heute stehen zudem unter anderem die Quartalszahlen von PepsiCo im Blick. Der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt musste im vierten Quartal angesichts eines schwierigen makroökonomischen Umfeldes einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch übertroffen. Die Umsätze konnten indes deutlich zulegen und profitierten dabei von der letztjährigen Übernahme zweier Abfüllunternehmen. Die Aktie verschlechtert sich um 2,0 Prozent. Thomson Reuters verlieren 3,3 Prozent an Wert. Der Informations-Dienstleister konnte im vierten Quartal zwar mit einem Gewinnanstieg aufwarten, verfehlte beim Gewinn allerdings die Analystenerwartungen.
Sprint Nextel (Sprint Nextel) verteuern sich um 3,7 Prozent. Der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in den USA wies im vierten Quartal dank höherer Umsatzerlöse und Kostensenkungen einen geringeren Verlust aus. Der Energieversorger Alliant Energy musste derweil im vierten Quartal einen Umsatzrückgang verzeichnen. Zudem verringerte sich auch der Nettogewinn. Die Analystenerwartungen wurden verfehlt. Der Titel steigt um 1,0 Prozent.
Goodyear Tire & Rubber (Goodyear TireRubber) legen um fast 11 Prozent zu. Der Reifenhersteller verbuchte im vierten Quartal einen Umsatzanstieg, musste jedoch aufgrund von Sonderbelastungen einen Verlust ausweisen. BorgWarner legen derweil um 0,8 Prozent zu. Der Automobilzulieferer konnte im vierten Quartal 2010 dank eines Rekordumsatzes einen höheren Gewinn ausweisen. Group 1 Automotive verschlechtern sich indes um über 5 Prozent. Der Autohändler konnte im vierten Quartal 2010 dank eines starken Geschäfts mit Neu- und Gebrauchtwagen ein positives Ergebnis ausweisen. EnCana musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen. Die Aktie des Öl- und Erdgaskonzerns verteuert sich um 6,5 Prozent. (10.02.2011/ac/n/m)