New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann am Mittwochmittag New Yorker Zeit Aufschläge verzeichnen. Im Zentrum des Interesses der Investoren stehen vor allem die Quartalsausweise. Zudem warten die Anleger heute gespannt auf das am Abend anstehende Sitzungsergebnis der Fed. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,17 Prozent auf 11.997,85 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,76 Prozent auf 2.739,92 Punkte zulegt. Der S&P 500 verbessert sich um 0,46 Prozent auf 1.297,06 Punkte.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 21. Januar 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 12,9 Prozent. In der Vorwoche war ein Plus von 5,0 Prozent ausgewiesen worden. Im Einzelnen fiel der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 15,3 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 8,7 Prozent nachgab. Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser hat sich im Dezember 2010 kräftig erhöht. Demnach lag die Zahl im Berichtszeitraum bei 329.000 Häusern, während Volkswirte einen Wert von 300.000 erwartet hatten. Am Abend steht zudem das Ergebnis der Fed-Sitzung an.
Höhepunkt des gestrigen Abends war der nachbörslich erschienene Quartalsausweis von Yahoo . Dabei erzielte der Internet-Konzern im vierten Quartal 2010 trotz rückläufiger Umsätze einen deutlichen Gewinnsprung. Zudem sollen 100 bis 150 Stellen gestrichen werden. So belief sich das Nettoergebnis auf 312 Mio. Dollar bzw. 24 Cents je Aktie, nach 153 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der um TAC-Kosten bereinigte Nettoumsatz belief sich auf 1,21 Mrd. Dollar, nach zuvor 1,26 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 22 Cents je Aktie und Erlöse von 1,19 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende erste Quartal 2011 erwartet Yahoo einen Nettoumsatz von 1,02 bis 1,08 Mrd. Dollar. Die Aktie verliert 3,2 Prozent an Wert. Norfolk Southern zeigen sich indes kaum verändert. Die Eisenbahngesellschaft veröffentlichte gestern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2010. Dabei konnte angesichts gestiegener Umsätze und eines Steuereffekts ein kräftiger Gewinnanstieg erzielt werden. Juniper Networks verzeichnete im vierten Quartal einen drastischen Gewinnanstieg, was auf eine starke Nachfrage nach Routern und Switches zurückzuführen ist. Zudem hatte das Vorjahresergebnis unter einer hohen Sonderbelastung zu leiden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Das Papier verbessert sich um 5,8 Prozent. Schließlich gab das Pharma- und Biotech-Unternehmen Gilead Sciences für das vierte Quartal einen Gewinnrückgang um rund 22 Prozent bekannt. Zurückzuführen war dies zum Teil auf Kosten für die Übernahme von Arresto Biosciences. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. Der Titel legt um 3,7 Prozent zu.
Mit einem Abschlag von 17,0 Prozent stehen heute die Papiere von Eastman Kodak unter Druck. Der Fotokonzern hat im vierten Quartal 2010 einen deutlich geringeren Gewinn eingefahren. Der Chemie- und Industriegasekonzern Praxair konnte im vierten Quartal 2010 infolge eines Steuerstreits in Spanien nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Die Aktie verbessert sich daraufhin um 0,6 Prozent. Der Pharmakonzern Abbott Laboratories konnte ebenfalls im vierten Quartal 2010 nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Das Papier verbilligt sich um 2,0 Prozent.
United Technologies (United Technologies) verschlechtern sich um 0,3 Prozent. Der Mischkonzern präsentierte heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und konnte dabei einen Gewinnanstieg ausweisen. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 14,86 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 13,98 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter wurde ein Gewinn von 1,20 Mrd. Dollar bzw. 1,31 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 1,07 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,29 Dollar sowie einen Umsatz von 14,75 Mrd. Dollar erwartet. Boeing verbilligen sich um 3,2 Prozent. Der Flugzeughersteller konnte im vierten Quartal 2010 nicht das Vorjahresergebnis erreichen. So verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 8 Prozent auf 16,55 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn sank um 8 Prozent auf nun 1,16 Mrd. Dollar bzw. 1,56 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,11 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 16,97 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Rüstungskonzern General Dynamics konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Der Anteilsschein legt um 1,1 Prozent zu.
United Continental Holdings (United Continental), die Muttergesellschaft der beiden Fluglinien United Airlines und Continental Airlines, verlautbarte derweil, dass sie im vierten Quartal einen größeren Verlust verbuchen musste, was auf fusionsbedingte Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen geschlagen. Das Papier rückt um 7,4 Prozent vor. Mit einem Aufschlag von 8,0 Prozent stehen die Aktien von US Airways (US Airways Group) derzeit hoch im Kurs. Die Fluggesellschaft hat im vierten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt, was auf gestiegene Passagierzahlen und höhere Ticketpreise zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit klar geschlagen.
WellPoint (WellPoint) verteuern sich um 1,2 Prozent. Der nach Mitgliederzahlen größte Krankenversicherer in den USA musste im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen. Ursächlich hierfür war ein hoher Einmalertrag im Vorjahr. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch klar geschlagen. Xerox musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Aktie des Hardwareherstellers brechen um 8,7 Prozent ein. ConocoPhillips legen um 2,9 Prozent zu. Der Ölkonzern gab heute bekannt, dass sich sein Gewinn im vierten Quartal deutlich erhöht hat, was auf höhere Ölpreise und Erlöse aus Asset-Verkäufen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen erfüllt.
Schließlich hat Sara Lee einem Medienbericht zufolge ein Übernahmeangebot eines Private Equity-Konsortiums zurückgewiesen. Wie es in dem Bericht heißt, haben die Private Equity-Gesellschaften Apollo Management, Bain Capital und TPG Capital dem Nahrungsmittelkonzern bereits vergangene Woche im Rahmen einer Offerte 18 Dollar je Aktie geboten. Sara Lee habe die Offerte jedoch als zu gering abgelehnt. Das Papier gibt um 5,6 Prozent nach. (26.01.2011/ac/n/m)