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25.05.2011 19:32

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Wall Street Update: Mittagshandel mit Zugewinnen

American International Group (AIG) zu myNews hinzufügen Was ist das?


New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kann am Mittwochmittag New Yorker Zeit deutliche Zugewinne verzeichnen. Trotz der Unsicherheit um die weitere Entwicklung des Wirtschaftswachstums in den USA und die Schuldenkrise in Europa stützt die Entwicklung im Rohstoffbereich die Stimmung an den US-Aktienmärkten. Zu Handelsbeginn hatte die schlechte Stimmung noch überwogen. Der Dow Jones legt derzeit 0,27 Prozent zu auf 12.389,47 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,57 Prozent auf 2.761,77 Punkte hinzugewinnt. Der S&P 500 steigt um 0,33 Prozent auf 1.320,62 Punkte.

Auf der Konjunkturseite ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 20. Mai 2011 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 1,1 Prozent. In der Vorwoche war ein Plus von 7,8 Prozent ausgewiesen worden. Im Einzelnen stieg der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 0,9 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 1,5 Prozent zulegte. Indes ist der Auftragseingang langlebiger Güter im April 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums gesunken. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 3,6 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während Volkswirte nur eine Abnahme um 2,0 Prozent prognostiziert hatten. Für März war ein Plus von revidiert 4,4 (vorläufig: 4,1) Prozent ermittelt worden. Die Baugenehmigungen in den USA sind im April 2010 nicht so stark gesunken wie zunächst angenommen. So wurden auf annualisierter Basis im März insgesamt 0,563 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vormonatsniveau von 1,9 Prozent.

Unternehmensseitig steht die Aktie des Versicherungskonzerns AIG (American International Group (AIG)) im Blick. AIG und das US-Finanzministerium haben gestern im Rahmen eines öffentlichen Angebots insgesamt 300 Millionen AIG-Aktien zu je 29,00 US-Dollar verkauft. Durch den Verkauf der 200 Millionen AIG-Anteile durch das US-Finanzministerium hat die Regierung ihre Beteiligung am AIG-Konzern von bisher 92 Prozent auf 77 Prozent reduziert. Damit verfügt sie jedoch noch über 1,5 Milliarden Anteilsscheine des Versicherers. Die Aktie verliert 5 Prozent.

Daneben gab es bereits gestern nachbörslich interessante Quartalsausweise. So konnte Applied Materials im zweiten Geschäftsquartal 2010/11 einen Umsatz- und Gewinnsprung erzielen. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Allerdings enttäuschte der Ausblick. Der Umsatz erhöhte sich von 2,30 Mrd. US-Dollar auf 2,86 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 489 Mio. Dollar bzw. 37 Cents je Aktie, nach 264 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Auf bereinigter Basis wurde ein EPS von 38 Cents erwirtschaftet. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 2,77 Mrd. Dollar und ein EPS von 37 Cents prognostiziert. Für das laufende dritte Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 3 bis 10 Prozent in Aussicht. Analysten prognostizieren allerdings einen leichten Umsatzanstieg auf 2,79 Mrd. Dollar und ein Ergebnis von 32 Cents je Aktie. Die Aktie des Chipmaschinenherstellers verbessert sich um 0,3 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Take-Two Interactive (Take-Two Interactive Software). Der Computerspiele-Produzent konnte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 bei Umsatz und Ergebnis die Erwartungen übertreffen. Gleichzeitig enttäuschte aber auch hier der Ausblick. So sanken die Umsatzerlöse um 22 Prozent auf 182,3 Mio. US-Dollar. Der Nettoverlust belief sich auf 22,4 Mio. US-Dollar bzw. 27 Cents je Aktie, nach zuvor 9,7 Mio. US-Dollar. Der bereinigte Verlust belief sich auf 14,4 Mio. US-Dollar bzw. 18 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 41 Cents je Aktie bei Erlösen von 145,7 Mio. US-Dollar erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 erwartet Take-Two einen Umsatz von 1 bis 1,1 Mrd. US-Dollar. Daneben wird ein Gewinn von 10 bis 35 Cents je Aktie erwartet. Analysten prognostizieren derzeit ein EPS von 1,15 US-Dollar und einen Umsatz von 1,29 Mrd. US-Dollar. Der Titel gewinnt 3 Prozent an Wert.

Auch heute gab es einige nennenswerte Quartalsberichte, vornehmlich aus dem Einzelhandelsbereich. Costco Wholesale verbesserte seinen Gewinn im dritten Quartal und profitierte dabei vor allem von einem deutlichen Umsatzzuwachs und positiven Währungseffekten. Der Nettogewinn belief sich auf 324 Mio. US-Dollar bzw. 73 Cents pro Aktie, nach 306 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Gesamtumsatz nahm um 16 Prozent auf 20,19 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 77 Cents und einem Umsatz von 20,09 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie des Großhändlers verbilligt sich um 1,3 Prozent. Indes musste der Baukonzern Toll Brothers im zweiten Quartal einen Verlust hinnehmen. Während der Umsatz mit 319,7 Mio. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 311,3 Mio. US-Dollar lag, wurde unter dem Strich ein Verlust von 20,8 Mio. US-Dollar bzw. 12 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 4 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 321,8 Mio. US-Dollar erwartet. Der Titel verbessert sich um 2,2 Prozent.

Die Aktie der Juwelierkette Zale schießt im Mittagshandel um über 18 Prozent nach oben. Das Unternehmen steigerte im dritten Quartal Umsatz- und Ergebnis und übertraf die Erwartungen der Analysten. Auch Hormel Foods wartete im zweiten Quartal angesichts eines deutlichen Umsatzwachstums mit einem Gewinnanstieg auf. Dabei profitierte man insbesondere von starken Ergebnisbeiträgen der Segmente Refrigerated Foods und Jennie-O Turkey Store. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Zudem wurde der Jahresausblick erhöht. Papiere des Nahrungsmittelherstellers verbilligen sich um fast 6 Prozent.

Des Weiteren musste der Schuhhändler Brown Shoe (Brown Shoe Company) im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz konnte allerdings verbessert werden. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Der Titel verschlechtert sich um 3,6 Prozent. Für Enttäuschung sorgte American Eagle Outfitters . Die Bekleidungskette steigerte zwar den Gewinn im zweiten Quartal, allerdings wurden die Erwartungen auf bereinigter Basis verfehlt. Zudem gab der Konzern einen zurückhaltenden Ausblick für das laufende Quartal. Die Aktie fällt daraufhin um 5,6 Prozent. Ferner meldete der Modekonzern Polo Ralph Lauren , dass sein Gewinn im vierten Quartal trotz höherer Umsätze gesunken ist, was auf ein geringeres operatives Ergebnis, Kalendereffekte und eine höhere Steuerlast zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit klar verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Ausblick gegeben. In der Folge fällt die Aktie um 8,5 Prozent.

Für Furore sorgt dagegen die Aktie von Martha Stewart (Martha Stewart Living Omnimedia). Der Medien- und Verlagskonzern steht möglicherweise kurz vor der Übernahme. So wurde die Blackstone Group (The Blackstone Group LP) als Berater angeheuert, um Angebote mehrerer Interessenten zu prüfen. Wie das Unternehmen erklärte, hätten mehrere Parteien Interesse an einer möglichen Partnerschaft mit dem Medienkonzern oder dem Erwerb einer Beteiligung an Martha Stewart geäußert. Die Aktie von Martha Stewart gewinnt derzeit mehr als 25 Prozent. (25.05.2011/ac/n/m)

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