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23.09.2010 19:08

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Wall Street Update: Nach durchwachsenen Konjunkturdaten kaum verändert, Red Hat nach Zahlen gefragt

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach schwachen Daten vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt ist Wall Street schwächer in den Handel gestartet, hat nach über den Erwartungen liegenden US-Frühindikatoren ihre Verluste aber inzwischen wettgemacht. Der Dow Jones Industrial Average notiert praktisch unverändert bei 10.740 Punkten. Der S&P 500 verzeichnet ein marginales Minus von 0,04 Prozent auf 1.134 Zähler. Der NASDAQ Composite gewinnt dagegen 0,54 Prozent auf 2.347 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 18. September verschlechtert. Laut US-Arbeitsministerium erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 12.000 auf 465.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 450.000 prognostiziert hatten. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt fiel um 3.250 auf 463.250 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung.

Die US-Frühindikatoren sind im August 2010 gestiegen. Dies teilte das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Donnerstag mit. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, während Volkswirte nur ein Plus von 0,1 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Anstieg um 0,1 Prozent ermittelt worden.

Daneben teilte die National Association of Realtors (NAR, Nationale Vereinigung der Immobilienverkäufer) am Donnerstag mit, dass sich die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser im August 2010 erhöht hat. Demnach ist die Zahl gegenüber dem Vormonat um 7,6 Prozent auf 4,13 Millionen gestiegen, während Volkswirte einen Wert von 4,10 Millionen erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von revidiert 3,84 Millionen (vorläufig: 3,83 Millionen) ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorjahreswert von 5,10 Millionen wurde im Berichtsmonat ein Minus von 19,0 Prozent ermittelt.

Der Automobilkonzern General Motors - Motors Liquidation gab heute bekannt, dass Opel entschieden hat, seinen neuen Kleinwagen am thüringischen Standort Eisenach zu bauen. Das moderne und umweltschonende Automobil ziele auf das Segment unterhalb des Corsa. Den Angaben zufolge wird der Start der Serienproduktion im Jahr 2013 sein. Papiere von General Motors legen leicht zu.

Aktien von Adobe Systems bewegen sich aktuell mit 0,3 Prozent im Minus, nachdem die Anteile gestern fast 20 Prozent an Wert verloren hatten. Titel von Red Hat schießen um über 12 Prozent in die Höhe. Der Linux-Anbieter hat gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2010/11 gemeldet. Dabei konnte der Umsatz auf 219,8 Mio. Dollar gesteigert werden. Der Nettogewinn belief sich auf 23,7 Mio. Dollar bzw. 12 Cents je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Red Hat ein Nettoergebnis von 28,9 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie erzielt. Auf bereinigter Basis belief sich der Gewinn auf 19 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen lediglich einen Umsatz von 211,5 Mio. Dollar sowie ein EPS von 18 Cents erwartet.

Papiere von Texas Instruments Inc. gewinnen nach einer Rating-Anhebung durch Standard & Poor's rund 2 Prozent. Wie die Agentur am Donnerstag mitteilte, wurde das Kreditrating für den US-Halbleiterhersteller von A auf A+ angehoben. Der Ausblick für das Technologieunternehmen wurde auf stabil belassen. Als Grund für die Rating-Aufstufung führte Standard & Poor's die konservative Finanzpolitik des Unternehmens an. Die Agentur gehe demnach davon aus, dass diese gute finanzielle Position auch durch Zyklen im Halbleitersektor, Wachstumsstrategien und Initiativen, den Shareholder Value zu steigern, weiter intakt bleiben werde.

Die Schnellrestaurantkette McDonald`s (McDonalds) hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. So hat das Board of Directors eine Anhebung der Quartalsdividende um 11 Prozent auf 61 Cents je Aktie beschlossen. Damit steige die Dividendenausschüttung im vierten Quartal auf 650 Mio. Dollar. Papiere von McDonald`s liegen aktuell geringfügig mit 0,1 Prozent im Minus.

Anteile von Macy`s (Macys) gewinnen knapp 3 Prozent. Die Kaufhauskette beabsichtigt, rund 65.000 Saisonarbeitskräfte für das diesjährige Weihnachtsgeschäft einzustellen. Den Angaben zufolge liegt die Zahl der geplanten Saisonarbeitskräfte leicht über dem Niveau der Vorjahre. Darin spiegelt sich die Erwartung des Konzerns wider, dass sich die vergleichbaren Filialumsätze in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2010 um 3 bis 3,5 Prozent erhöhen werden.

Rite Aid , eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, musste im zweiten Geschäftsquartal infolge sinkender Umsätze einen größeren Verlust verbuchen. Der den Aktionären zuzurechnende Nettoverlust wuchs von 120,4 Mrd. Dollar oder 14 Cents je Aktie auf nun 199,3 Mio. Dollar bzw. 23 Cents pro Aktie. Hierin sind Refinanzierungskosten in Höhe von 5 Cents pro Aktie enthalten. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von -16 Cents erwartet. Die Aktie von Rite Aid bricht um knapp 14 Prozent ein.

Aktien von Bed Bath & Beyond (Bed BathBeyond) gewinnen knapp 5 Prozent hinzu. Der Sanitärausrüster hatte gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2010/11 vorgelegt. Dabei konnte der Konzern den Nettogewinn deutlich auf 181,8 Mio. Dollar bzw. 70 Cents je Aktie steigern und die Erwartungen übertreffen.

Anteile von Blockbuster brechen um knapp 30 Prozent ein. Die größte Filmverleihkette in den USA gab heute bekannt, dass sie einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat. Den Angaben zufolge will der Konzern im Rahmen des Gläubigerschutzverfahrens seine Verbindlichkeiten in Höhe von derzeit fast 1 Mrd. Dollar auf 100 Mio. Dollar oder weniger reduzieren. Vorerst bleiben jedoch sämtliche 3.000 Blockbuster-Geschäfte in den USA geöffnet, hieß es.

Der Schul- und Kinderbuchverlag Scholastic musste im ersten Quartal bei geringeren Umsatzerlösen einen höheren Verlust von 35,2 Mio. Dollar bzw. 98 Cents je Aktie ausweisen. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Verlust aus dem fortgeführten Geschäft im Berichtszeitraum bei 95 Cents je Aktie. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern nach wie vor ein EPS aus dem fortgeführten Geschäft im Bereich von 1,95 bis 2,20 Dollar. Scholastic-Aktien legen daraufhin um fast 6 Prozent zu. (23.09.2010/ac/n/m)

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