Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte sind freundlich in die neue Woche gestartet. Im Libanon-Konflikt ist am Morgen eine Waffenruhe in Kraft getreten, die bislang auch größtenteils eingehalten wird. Die israelischen Streitkräfte und die radikal-islamische Hisbollah stellten ihre Kämpfe ein. Der
Ölpreis gibt in der Folge deutlicher ab. Für Erleichterung sorgt zudem, dass eine vollständige Schließung des Ölfelds Prudhoe Bay in Anchorage nicht erforderlich ist.
Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,85 Prozent auf 11.182,32 Punkte, der S&P 500 legt 0,82 Prozent auf 1.277,12 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet aktuell ein Plus von 1,55 Prozent auf 2.089,61 Punkte.
Infolge des rückläufigen Ölpreises finden sich Öltitel auf der Verliererseite wieder. Chevron bröckeln 1,3 Prozent, Exxon Mobil 0,7 Prozent und ConocoPhillips 1,8 Prozent ab. Anteilsscheine von Fluggesellschaften, die am Freitag noch massive Verluste erlitten, setzen zur Erholung an. Unter anderem gewinnen Continental Airlines 3,8 Prozent, die American Airlines-Mutter AMR 4 Prozent und UAL 2,4 Prozent.
Papiere des Chemiekonzerns Valspar, der seinen Gewinn im dritten Quartal steigern und die Erwartungen übertreffen konnte, gewinnen heute rund 6,8 Prozent. So erhöhte sich der Gewinn auf 52,6 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie, nach 45,7 Mio. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 50 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 49 Cents je Aktie erwartet.
Im Einzelhandelssektor preschen Titel der Kaufhauskette Dillard's ebenfalls um rund 5,4 Prozent vor. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone zurückkehren. So lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 15,7 Mio. Dollar bzw. 20 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 12,3 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Dabei wies Dillard´s im Berichtszeitraum positive Einmaleffekte in Höhe von 11 Cents je Aktie aus dem Verkauf einer Beteiligung an einem Joint Venture sowie einer Steuergutschrift in Höhe von 8 Cents je Aktie aus. Des Weiteren verbuchte die US-Kaufhauskette einen außerordentlichen Gewinn von 7 Cents je Aktie aus einem Prozessvergleich. Dem standen negative Einmaleffekte von 17 Cents gegenüber.
Daneben sorgen auch Analystenstimmen für Bewegung. Papiere des Netzwerkausrüster Ciena profitieren von einer Aufstufung durch die Bank of America und gewinnen fast 3 Prozent. Im Automobilsektor rücken Ford-Titel nach einer Aufstufung durch Bear Stearns um 4,9 Prozent vor. Im Gegensatz dazu stuften die Analysten von Bear Stearns Papiere von General Motors ab, der Titel gewinnt in der Folge lediglich 0,5 Prozent.
Die amerikanische Sysco Corp. musste im vierten Quartal aufgrund von hohen Treibstoff- und Aktienoptionskosten einen Gewinnrückgang um 11 Prozent hinnehmen. Wie der auf den Vertrieb von Lebensmitteln spezialisierte Konzern heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 254,1 Mio. Dollar bzw. 41 Cents je Aktie, gegenüber 284,7 Mio. Dollar bzw. 44 Cents pro Aktie im Vorjahr. Ohne Aktienoptionskosten lag der Gewinn bei 45 Cents je Aktie. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 6,6 Prozent auf 8,51 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 42 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 8,67 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal erwarten sie ein EPS von 37 Cents sowie Erlöse von 8,63 Mrd. Dollar.
Der Softdrink-Konzern PepsiCo Inc. (ISIN US7134481081/ WKN 851995) gab heute bekannt, dass er seinen CFO Indra K. Nooyi mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 zum neuen CEO bestellt hat. Nooyi (50) tritt damit die Nachfolge von Steve Reinemund (58) an, der noch bis zu seiner Pensionierung im Mai 2007 als Executive Chairman und Board-Mitglied fungieren wird. Reinemund hat 22 Jahre im Konzern gearbeitet und war fünf Jahre als CEO tätig. Er scheidet den Angaben zufolge aus, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können.
Die L-3 Communications Holdings Inc. (ISIN US5024241045/ WKN 914398), ein Anbieter von Verteidigungselektronik, gab heute bekannt, dass sie das Unternehmen Nova Engineering für 40 Mio. Dollar in bar übernehmen wird. Im Rahmen der Akquisition des Herstellers von Kommunikationssystemen für die Kriegsführung zahlt L-3 möglicherweise noch bis zu 10 Mio. Dollar zusätzlich zum Kaufpreis, was jedoch von der künftigen finanziellen Entwicklung des Unternehmens abhängig ist. Im Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2007 wird Nova Engineering den Angaben zufolge einen Umsatz von voraussichtlich 40 Mio. Dollar erwirtschaften. Die Transaktion, in deren Rahmen Nova in die L-3-Sparte Command, Control, Communications, Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (C3ISR) integriert wird, soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Akquisition wird das Konzernergebnis von L-3 in 2005 aller Voraussicht nach leicht positiv beeinflussen. (14.08.2006/ac/n/m)