New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben bis zum Mittag deutlich an Boden verloren und verzeichnen handfeste Verluste. Besonders Bankaktien und Rohstoffwerte lassen Federn. Medienberichten zufolge will US-Präsident Obama heute regulatorische Beschränkungen für Finanzkonzerne vorschlagen, was die Stimmung drückt. Der Dow Jones verzeichnet ein Minus von 1,98 Prozent auf 10.392,75 Punkte, während der Nasdaq Composite 1,20 Prozent auf 2.263,67 Punkte verliert. Der S&P 500 gibt 1,80 Prozent auf 1.117,57 Zähler nach.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche unerwartet verschlechtert. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 36.000 auf 482.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 440.000 prognostiziert hatten.
Seagate Technology (Seagate Technology) und eBay legen nach Zahlen fast 10 Prozent bzw. gut 8 Prozent zu. Die beiden Unternehmen hatten gestern jeweils die Erwartungen für das vierte Quartal übertroffen.
Die Goldman Sachs Group konnte im vierten Quartal 2009 einen Gewinn erzielen und die Erwartungen übertreffen. So beliefen sich die Umsatzerlöse auf 9,62 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn erreichte 4,95 Mrd. Dollar bzw. 8,20 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 2,12 Mrd. Dollar bzw. 4,97 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 5,20 Dollar pro Aktie und Umsätzen von 9,65 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Unternehmensaktie verzeichnet einen Kursverlust von 4,67 Prozent.
Der US-Einzelhandelskonzern Target will sein Filialnetz flächendeckend modernisieren und 2010 insgesamt 1 Mrd. Dollar in die Neustrukturierung von insgesamt 340 Niederlassungen investieren. Dabei sollen neue Produktangebote in unterschiedlichen Kategorien für mehr Umsatz sorgen. In den kommenden drei bis fünf Jahren werde man außerdem die Expansion außerhalb der USA weiter vorantreiben, wobei man hier vor allem auf Märkte wie Kanada, Mexiko oder Lateinamerika abziele. Die Unternehmensaktie verliert 1,32 Prozent.
Die Aktie von KeyCorp gewinnt derweil 7,47 Prozent. Der Nettoverlust des Unternehmens belief sich im vierten Quartal auf 224 Mio. Dollar bzw. 0,30 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu einem Verlust von 524 Mio. Dollar bzw. 1,13 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Verlust lag bei 0,39 Dollar (Vorjahr: -0,52 Dollar) pro Aktie. Der Umsatz stieg von 1,01 Mrd. Dollar auf 1,11 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 0,40 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 1,06 Mrd. Dollar ausgegangen.
Titel der PNC Financial Services Group verlieren 3,90 Prozent. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn erreichte im vierten Quartal 1,01 Mrd. Dollar bzw. 2,17 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Verlust von 269 Mio. Dollar bzw. 77 Cents pro Aktie im Vorjahr. Dabei beinhaltet das jüngste Ergebnis einen Einmalertrag in Zusammenhang mit der Übernahme von Barclays Global Investors durch den Vermögensverwalter BlackRock . Das bereinigte Ergebnis lag bei 0,90 Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm von 1,68 Mrd. Dollar auf 5,08 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 78 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 4,44 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie von BlackRock gibt 2,42 Prozent ab.
Southwest Airlines konnte im vierten Quartal 2009 einen Gewinn erzielen. Der Umsatz verringerte sich auf 2,71 Mrd. Dollar, nach 2,73 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Minus von 0,8 Prozent. Ferner belief sich der Nettogewinn der führenden Billig-Fluglinie in den USA auf 116 Mio. Dollar bzw. 0,16 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 56 Mio. Dollar bzw. 0,08 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 0,10 Dollar. Analysten waren zuvor von einen Gewinn von 0,07 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 2,69 Mrd. Dollar ausgegangen. Das Wertpapier von Southwest Airlines gewinnt 0,44 Prozent.
Für die Aktien von Continental Airlines geht es ebenfalls (+1,28 Prozent) nach oben. Im vierten Quartal lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 3,18 Mrd. Dollar um 8,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 3,47 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 85 Mio. Dollar bzw. 0,60 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 269 Mio. Dollar bzw. 2,35 Dollar je Aktie verzeichnet hatte. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im Berichtszeitraum bei 0,03 Dollar. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 0,07 Dollar je Aktie sowie einen Umsatz von 3,19 Mrd. Dollar erwartet.
Die US-Eisenbahngesellschaft Union Pacific musste aufgrund eines geringeren Passagieraufkommens im vierten Quartal 2009 ein Minus bei Umsatz und Gewinn ausweisen. So verringerten sich die Umsatzerlöse auf 3,75 Mrd. Dollar, nach 4,29 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Daneben fiel der Nettogewinn um 17 Prozent von 661 Mio. Dollar oder 1,31 Dollar je Aktie auf nun 551 Mio. Dollar bzw. 1,08 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich lediglich ein EPS von 1,04 Dollar und Umsätze von 3,77 Mrd. Dollar prognostiziert. Die Union Pacific-Aktie zieht derzeit 2,15 Prozent an.
Die Aktie von Xerox rückt ebenfalls vor (+4,05 Prozent). Im vergangenen Quartal lag der Umsatz mit 4,22 Mrd. Dollar unter dem Vorjahresniveau von 4,37 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn nach Anteilen Dritter von 180 Mio. Dollar bzw. 0,20 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 1 Mio. Dollar bzw. ein Break Even-Ergebnis je Aktie verzeichnet hatte. Vor Einmaleffekten hatte der bereinigte Gewinn je Aktie bei 0,25 Dollar gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,22 Dollar sowie einen Umsatz von 3,92 Mrd. Dollar erwartet. (21.01.2010/ac/n/m)