New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem sich die wichtigsten US-Indizes am Freitag mehrheitlich mit roten Vorzeichen ins Wochenende verabschiedet hatten, geht es für sie auch am Montag erneut nach unten. Die Stimmung der Investoren wird dabei insbesondere durch Sorgen um die finanzielle Situation des angeschlagenen EU-Mitglieds Griechenland belastet. Der Dow Jones verliert im Mittagshandel 0,6 Prozent auf 12.582 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,4 Prozent auf 2.804 Zähler abgibt. Der S&P 500 notiert 0,7 Prozent schwächer bei 1.307 Punkten.
Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen sind im Dezember 2011 leicht angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von 0,1 Prozent verbucht worden war. Ferner gingen die persönlichen Konsumausgaben um weniger als 0,1 Prozent zurück, während sie im Vormonat um 0,1 Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,4 Prozent bei den Einkommen und 0,1 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert.
Auf der Unternehmensseite gab es heute einige interessante Quartalszahlen. So gab der Fast-Food-Konzern Wendy`s (The Wendys) bekannt, dass er im vierten Quartal einen geringeren Gewinn erwirtschaftet hat, was auf Sonderbelastungen aus dem Verkauf von Arby`s und Wertberichtigungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch erfüllt. Die Aktie von Wendy`s verbilligt sich derzeit um 2,9 Prozent. Gannett , der größte Zeitungsverlag in den USA, meldete indes, dass sein Gewinn im vierten Quartal deutlich gesunken ist, was u.a. auf rückläufige Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. Der Titel von Gannett verliert aktuell 6,7 Prozent. Schließlich legen Wolverine World Wide 0,8 Prozent zu. Der Schuhhersteller teilte mit, dass sein Gewinn im vierten Quartal trotz gestiegener Umsätze gesunken ist, was mit Einmaleffekten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Indes wurde ein eher schwacher Jahresausblick gegeben.
Daneben ziehen Papiere von Thomas & Betts (ThomasBetts) um 22,7 Prozent an. Der schweizerische Mischkonzern ABB gab heute bekannt, dass er den nordamerikanischer Anbieter von Niederspannungsprodukten für rund 3,9 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, beläuft sich der Übernahmepreis auf 72 US-Dollar je Aktie in bar und beinhaltet einen Aufschlag von 24 Prozent auf den Schlusskurs der Thomas & Betts-Aktie am 27. Januar 2012 und eine Prämie von 35 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 60 Handelstage. Die Transaktion unterliegt der Zustimmung der Aktionäre von Thomas & Betts und den üblichen regulatorischen Genehmigungen und soll bis Mitte 2012 abgeschlossen werden.
Auch die Aktie des Kfz-Werkstattbetreibers Pep Boys - Manny, Moe & Jack (Pep Boys-Manny MoeJack) zählt heute zu den größten Gewinnern auf dem US-Parkett und rückt um über 23 Prozent vor. Hintergrund ist eine Übernahmeofferte des Finanzinvestors The Gores Group, im Rahmen derer die Aktionäre von Pep Boys - Manny, Moe & Jack 15,00 US-Dollar je Aktie in bar erhalten sollen. Die Übernahmeofferte beinhaltet dabei eine Prämie von 24 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom vergangenen Freitag. Der Enterprise Value der Transaktion wurde auf rund 1,0 Mrd. US-Dollar beziffert. Das Board of Directors hat das Übernahmeangebot einstimmig gebilligt und den Aktionären empfohlen, die Offerte anzunehmen.
Der Kommunikationsausrüster Motorola Solutions hat sein Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat das Board of Directors den Konzern zum Rückkauf weiterer Aktien im Gesamtwert von bis zu 1 Mrd. US-Dollar ermächtigt. Dadurch erhöht sich das Gesamtvolumen zum Rückkauf eigener Aktien auf bis zu 3 Mrd. US-Dollar. Titel von Motorola Solutions tendieren 0,2 Prozent stärker.
Schlechte Nachrichten kommen von United States Steel . Der Stahlkocher geht in Zusammenhang mit dem Verkauf einer Konzerntochter in Serbien von Einmalbelastungen in dreistelliger Millionenhöhe aus. So wurde eine Vereinbarung über den Verkauf der Tochter U.S. Steel Serbia d.o.o an die Republik Serbien geschlossen. Im Zuge der Vereinbarung erwartet United States Steel für das erste Quartal des Fiskaljahres 2012 einen negativen Einmaleffekt in Höhe von 400 bis 450 Mio. US-Dollar. Die Aktie büßt vor diesem Hintergrund 3 Prozent ein.
Delta Air Lines zieht einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge eine Übernahme des amerikanischen Konkurrenten US Airways Group in Betracht. Wie die Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, sieht Delta Air Lines demnach den US-Rivalen als mögliches Akquisitionsziel. Wie die Wirtschaftszeitung weiter berichtet, ziehe Delta Air Lines auch eine Übernahme von AMR , Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines, in Erwägung. Die Aktie von Delta Air Lines gewinnt derzeit 2,9 Prozent, während die Anteilsscheine der US Airways Group aktuell 4,6 Prozent anziehen. (30.01.2012/ac/n/m)