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10.02.2012 19:24

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Wall Street Update: Schwacher Mittagshandel, LinkedIn überrascht

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New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street weisen am Freitagmittag New Yorker Zeit rote Vorzeichen aus. Dabei wird die Stimmung der Investoren durch negative Vorgaben aus Europa und Asien belastet. Zudem fiel das US-Handelsbilanzdefizit höher als erwartet aus. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,9 Prozent auf 12.777 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,7 Prozent auf 2.908 Zähler nachgibt. Für den S&P 500 geht es um 0,7 Prozent nach unten auf 1.342 Punkte.

Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im Dezember 2011 nach Angaben des Handelsministeriums vergrößert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 3,7 Prozent auf 48,8 Mrd. US-Dollar erhöht, während Volkswirte 48,2 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im November wurde ein Passivsaldo von revidiert 47,1 (vorläufig: 47,8) Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei stiegen die Exporte binnen Monatsfrist von 177,5 Mrd. auf 178,8 Mrd. US-Dollar. Die Importe zogen von 224,5 Mrd. auf 227,6 Mrd. US-Dollar an. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar 2012 laut der Universität Michigan gegenüber dem Vormonat verschlechtert. So fiel der Gesamtindex auf 72,5 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 75,0 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten einen Wert von 74,0 Punkten prognostiziert. Am Abend stehen zudem die Daten zum US-Staatshaushalt für Februar zur Veröffentlichung an.

Im Blickfeld der Investoren steht heute im frühen Handel u.a. der bereits gestern nach Börsenschluss vorgelegte Quartalsausweis von LinkedIn . Das Karrierenetzwerk meldete überraschend starke Zahlen für das vierte Quartal. Demnach lag der Umsatz mit 167,7 Mio. US-Dollar deutlich über dem Vorjahreswert von 81,7 Mio. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 6,9 Mio. US-Dollar bzw. 6 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 1,6 Mio. US-Dollar bzw. 3 Cents je Aktie im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 12 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 7 Cents bei Umsatzerlösen von 159, Mio. US-Dollar erwartet. Die Aktie schießt um 17,1 Prozent nach oben. Unterdessen hat das Online-Reisebüro Expedia im abgelaufenen vierten Quartal den Umsatz gesteigert und gleichzeitig einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet. Die Gewinnerwartungen der Analysten konnten auf bereinigter Basis übertroffen werden. Das Papier verliert 2,1 Prozent an Wert. Der Computerspiele-Hersteller Activision Blizzard konnte mit den Zahlen für das vierte Quartal ebenfalls nur bedingt überzeugen. Demnach lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,41 Mrd. US-Dollar leicht unter dem Vorjahreswert von 1,43 Mrd. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 99 Mio. US-Dollar bzw. 8 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 233 Mio. US-Dollar bzw. 20 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte kletterte der Gewinn des Computer- und Videospielekonzerns im Berichtszeitraum auf 62 Cents je Aktie. Die um Erlösabgrenzungen bereinigten Umsatzerlöse lagen bei 2,41 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 56 Cents sowie Umsatzerlöse von 2,21 Mrd. US-Dollar erwartet. Im Anschluss kündigte der Konzern außerdem ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Mrd. US-Dollar an. Die Aktie von Activision Blizzard verliert derzeit 2,3 Prozent.

Auch heute meldeten sich wieder einige Unternehmen mit ihren Berichten zum abgelaufenen Quartal zu Wort. Für die Aktie des Börsenbetreiber NYSE Euronext geht es um 2,4 Prozent nach unten. Im abgelaufenen Quartal musste man einen Gewinnrückgang ausweisen, was mit einer Reihe von Sonderbelastungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 110 Mio. US-Dollar bzw. 43 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 135 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde ein Gewinn von 50 Cents (Vorjahr: 46 Cents) pro Aktie erzielt. Der Nettoumsatz stieg um 2 Prozent auf 628 Mio. US-Dollar. Analysten hatten zuvor einen Gewinn von 48 Cents pro Aktie sowie einen Umsatz von 626,6 Mio. US-Dollar erwartet.

Alliant Energy (Alliant Energy) geben nach Zahlen zum vierten Quartal um 0,8 Prozent nach. Der Energieversorger hat im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 832,6 Mio. US-Dollar auf 879,2 Mio. US-Dollar verbessert. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter legte auf 57,0 Mio. US-Dollar bzw. 51 Cents je Aktie zu, nach 47,3 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor allerdings ein EPS von 56 Cents erwartet. Für das laufende Fiskaljahr wurde die konzerneigene Prognose leicht auf 2,75 bis 3,05 US-Dollar je Aktie nach unten korrigiert, nachdem sie zuvor bei 2,80 bis 3,10 US-Dollar je Aktie gelegen hatte.

Für eine Enttäuschung sorgte daneben der unabhängige Energieerzeuger Calpine . Zwar hat man im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt, was mit sinkenden Margen und einer höheren Steuerbelastung zusammenhängt. Indes wurde die Jahresplanung aktualisiert. Der Nettoverlust belief sich auf 13 Mio. US-Dollar bzw. 3 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 24 Mio. US-Dollar bzw. 5 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der operative Umsatz fiel um 0,8 Prozent auf 1,46 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 379 (Vorjahr: 386) Mio. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 1 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 1,67 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Konzern seine bereinigte EBITDA-Prognose von bisher 1,55 bis 1,75 Mrd. US-Dollar auf 1,60 bis 1,73 Mrd. US-Dollar konkretisiert. Der bereinigte Free Cash-Flow wird nun bei 425 bis 550 Mio. US-Dollar (zuvor: 375 bis 575 Mio. US-Dollar) gesehen. Das Papier verbessert sich um 2 Prozent. (10.02.2012/ac/n/m)

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