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29.07.2010 19:23

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Wall Street Update: Schwacher Mittagshandel, Motorola gesucht

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street zeigt sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit mit deutlichen Abschlägen. Nach einem festen Handelsauftakt belasten vor allem Gewinnmitnahmen und negative Meldungen aus dem Chip-Sektor. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gibt aktuell 0,54 Prozent ab auf 10.440,74 Zähler. Für den S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) geht es um 0,73 Prozent nach unten auf 1.097,73 Stellen. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) verliert 0,97 Prozent auf 2.242,67 Punkte.

Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 11.000 auf 457.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 460.000 prognostiziert hatten.

Wie der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil erklärte, konnte er im zweiten Quartal infolge des gestiegenen Ölpreises einen kräftigen Ergebnisanstieg ausweisen und die Analystenprognosen schlagen. Die Umsatzerlöse stiegen dabei auf 92,5 Mrd. Dollar an, nach 74,5 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Daneben kletterte der Nettogewinn von 3,95 Mrd. Dollar oder 0,81 Dollar auf nun 7,56 Mrd. Dollar bzw. 1,60 Dollar pro Aktie. Die Analystenprognose lautete lediglich auf ein EPS von 1,47 Dollar und einen Umsatz von 98,49 Mrd. Dollar. Exxon Mobil verlieren aktuell 0,7 Prozent.

Der Rüstungskonzern Northrop Grumman konnte im zweiten Quartal ein höheres Ergebnis ausweisen und hat deshalb seinen Ausblick angehoben. Die Erlöse wuchsen um 3,3 Prozent auf 8,83 Mrd. Dollar. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten kletterte von 368 Mio. Dollar auf 711 Mio. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 2,44 Dollar. Analysten hatten zuvor lediglich ein EPS von 2,19 Dollar sowie einen Umsatz von 8,61 Mrd. Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen inzwischen ein EPS von 6,60 bis 6,80 (ursprünglich: 5,75 bis 5.95) Dollar in Aussicht. Northrop Grumman reagieren mit einem Minus von 0,5 Prozent auf die Zahlen. Titel des Mitbewerbers Raytheon (Raytheon b) geben 2,7 Prozent ab. Wie der Konzern bekannt gab, hat er im zweiten Quartal deutlich weniger verdient, was mit der Einstellung eines Programms in Großbritannien zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. Indes wurde der Ausblick auf unbereinigter Basis nach unten korrigiert. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 208 Mio. Dollar, nach 489 Mio. Dollar Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis lag bei 1,36 Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf 5,97 Mrd. Dollar ab. Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 1,19 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 6,43 Mrd. Dollar ausgegangen. Wie der größte US-Reifenhersteller Goodyear (Goodyear TireRubber) mitteilte, konnte er im zweiten Quartal angesichts klarer Umsatzzuwächse in allen Regionen und einer profitablen nordamerikanischen Reifensparte einen Gewinn erzielen. Zudem profitierte man von anhaltenden Kosteneinsparungen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen klar geschlagen. Im Mittagshandel verliert die Aktie mehr als 6 Prozent.

Die Aktie des Technologiekonzerns Motorola kann um 2 Prozent vorrücken. Motorola hat im zweiten Quartal trotz eines leichten Umsatzrückgangs einen Gewinnsprung verzeichnet, was mit einem starken Smartphone-Absatz zusammenhängt. Die Erwartungen wurden geschlagen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 162 Mio. Dollar, verglichen mit 26 Mio. Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der jüngste Gewinn bei 9 Cents pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich von 5,5 Mrd. Dollar auf 5,41 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 8 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 5,19 Mrd. Dollar ausgegangen. Symantec brechen um über 10 Prozent ein. Der Hersteller von Sicherheits-Software konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal auf 161 Mio. Dollar steigern, nach 74 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EPS belief sich auf 35 Cents. Die Umsatzerlöse lagen mit 1,43 Mrd. Dollar knapp unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 35 Cents je Aktie und Umsätze in Höhe von 1,47 Mrd. Dollar erwartet. Der Ausblick hat indes enttäuscht.

Der Kreditkartenkonzern Visa hat am Vorabend die Zahlen für das dritte Fiskalquartal vorgelegt und konnte dabei die Erwartungen übertreffen. Der Umsatz belief sich auf 2,03 Mrd. Dollar, nach 1,65 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis sank leicht auf 716 Mio. Dollar bzw. 97 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 1,97 Mrd. Dollar sowie ein EPS von 93 Cents prognostiziert. Der Wert gibt 4,5 Prozent ab.

Der Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive hat ebenfalls in seine Bücher blicken lassen. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 3,81 Mrd. Dollar, nach 3,75 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn lag mit 603 Mio. Dollar bzw. 1,17 Dollar je Aktie über dem Vorjahreswert von 562 Mio. Dollar bzw. 1,07 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,16 Dollar sowie einen Umsatz von 3,94 Mrd. Dollar erwartet. Colgate-Palmolive verlieren 7 Prozent. Wie der Nahrungsmittelhersteller Kellogg erklärte, ist sein Gewinn im zweiten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze um 15 Prozent gesunken, was mit Kosten für eine Rückrufaktion zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Zudem wurde die Jahresplanung gesenkt. Der Titel kommt um 5 Prozent zurück. Daneben gab der Softdrink-Hersteller Dr Pepper Snapple (Dr Pepper Snapple Group) bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal um 15 Prozent gestiegen ist, was auf eine starke Nachfrage nach seinen Snapple- und Hawaiian Punch-Getränken zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde der Ausblick bestätigt. Die Aktie verliert 3,8 Prozent. (29.07.2010/ac/n/m)

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