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09.02.2011 19:42

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Wall Street Update: Schwacher Mittagshandel, NYSE Euronext im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street notiert am Mittwochmittag New Yorker Zeit kaum verändert. Im Fokus steht u.a. die Anhörung des Fed-Chefs Bernanke vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses. Dabei sieht er weiterhin Anzeichen für eine schnellere Erholung der US-Wirtschaft in 2011 gegenüber dem Vorjahr. Des Weiteren sorgen auch zahlreiche Quartalsausweise für Gesprächsstoff. Der Dow Jones verliert derzeit 0,03 Prozent auf 12.230,09 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,13 Prozent auf 2.793,39 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verschlechtert sich um 0,31 Prozent auf 1.320,47 Punkte.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 4. Februar 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 5,5 Prozent. In der Vorwoche war ein Plus von 13,2 Prozent ausgewiesen worden. Im Einzelnen verringerte sich der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 7,7 Prozent, wogegen der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 1,4 Prozent nachgab.

Für Aufruhr sorgte heute die Meldung, dass die Deutsche Börse (Deutsche Boerse) und die NYSE Euronext über ein Zusammengehen diskutieren. Allerdings habe man bislang noch keine Übereinkunft über eine Fusion getroffen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es zudem noch keine Gewissheit darüber, dass es tatsächlich zu einem Zusammengehen kommt. Die Aktie des US-Börsenbetreibers gewinnt derzeit rund 14 Prozent.

Bereits gestern nach Börsenschluss wurden mit Spannung die Quartalszahlen von Walt Disney erwartet. Der Medien- und Entertainment-Konzern konnte im ersten Fiskalquartal 2010/11 Umsatz und Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen der Analysten schlagen. Vor allem der Erfolg des Kinofilms "Toy Story 3" wurde als Grund für die gute Entwicklung hervorgehoben. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 10 Prozent auf 10,72 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich im Berichtsquartal auf 1,30 Mrd. US-Dollar bzw. 68 Cents je Aktie, nach zuvor 844 Mio. US-Dollar. Vor Sondereffekten erhöhte sich das Ergebnis je Aktie von 47 Cents auf 68 Cents. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 56 Cents bei einem Umsatz von 10,52 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie rückt aktuell um knapp 6 Prozent vor. Indes schießen die Anteilsscheine von Atmel um fast 10 Prozent nach oben. Der Chip-Hersteller konnte im vierten Quartal 2010 die Erwartungen übertreffen. Ferner gab es ebenfalls gestern Nachrichten von 3M . Der Mischkonzern gab bekannt, dass sein Board ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 7 Mrd. US-Dollar beschlossen hat. Zudem soll für das erste Quartal 2011 eine Dividende in Höhe von 55 Cents pro Aktie ausgeschüttet werden. Damit wurde die Quartalsdividende um 5 Prozent angehoben. Der Titel legt um 1,2 Prozent zu. Schließlich verbilligen sich Wells Fargo (Wells FargoCo) um 2,8 Prozent, nachdem die Bankgesellschaft gestern Abend mitteilte, dass Howard I. Atkins seine Ämter als CFO und Executive Vice President niedergelegt hat.

Heute stehen zudem die Quartalsergebnisse von Coca-Cola im Mittelpunkt des Interesses. Der größte Softdrink-Hersteller der Welt konnte im vierten Quartal seinen Gewinn steigern. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 10,49 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 7,51 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein deutlicher Anstieg auf 5,77 Mrd. US-Dollar bzw. 2,46 US-Dollar je Aktie erzielt, nach zuvor 1,54 Mrd. US-Dollar. Bereinigt um positive Einmaleffekte lag der bereinigte Gewinn je Aktie im Berichtszeitraum bei 72 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 72 Cents bei Umsatzerlösen von 9,75 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie rückt um 0,7 Prozent vor. Northrop Grumman verteuern sich nach der Veröffentlichung der Viertquartalszahlen um 1,5 Prozent. Demnach lag der Umsatz des Rüstungskonzerns im Berichtszeitraum mit 8,61 Mrd. US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 8,93 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 376 Mio. US-Dollar bzw. 1,27 US-Dollar je Aktie verzeichnet, nach zuvor 413 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag im Berichtszeitraum bei 1,27 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,01 US-Dollar sowie einen Umsatz von 8,80 Mrd. US-Dollar erwartet.

Für Schlagzeilen sorgt auch der Versicherungskonzern AIG (American International Group (AIG)). Das Unternehmen plant für das vierte Quartal 2010 eine Risikovorsorge in Höhe von 4,1 Mrd. US-Dollar für drohende Verluste bei seiner Versicherungssparte Chartis. Der Titel gibt um 2,2 Prozent nach. Polo Ralph Lauren rücken um über 9 Prozent vor. Der Modekonzern konnte im dritten Geschäftsquartal kräftige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erzielen. Der Verpackungshersteller Sonoco Products konnte hingegen im vierten Quartal 2010 nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Das Papier legt daraufhin um 0,3 Prozent zu. Ingersoll-Rand verlieren derweil 5,7 Prozent an Wert. Der Maschinenbaukonzern konnte im vierten Quartal zwar einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielen, was mit höheren Umsätzen und verbesserten Margen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt.

Aktien der Energie-Terminbörse IntercontinentalExchange (ICE) (Intercontinental Exchange) können um 3,8 Prozent zulegen, nachdem bekannt gegeben wurde, dass man den Gewinn im vierten Quartal erhöht hat. Zurückzuführen war dies auf eine gestiegene Handelsaktivität. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der IT-Dienstleister Computer Sciences (CSC) steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal angesichts leicht höherer Umsätze und einer geringeren Steuerlast. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Der Ausblick wurde indes gesenkt. Der Titel bricht um mehr als 14 Prozent ein. Schließlich gibt es auch Nachrichten von der Akquisitionsfront. Das Kreditkartenunternehmen Visa wird PlaySpan für 190 Mio. US-Dollar in bar übernehmen. Dabei könnten zusätzliche Zahlungen beim Erreichen bestimmter Meilensteine erfolgen. Die Aktie von Visa gibt um 1,5 Prozent nach. (09.02.2011/ac/n/m)

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