New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichnen derzeit beträchtliche Verluste. Befürchtungen über eine engere chinesische Fiskalpolitik senken die Stimmung. Heute legen viele US-amerikanische Bankhäuser ihre Zahlen für das vergangene Quartal vor. Nach US-Börsenschluss werden die Quartalszahlen von eBay veröffentlicht. Der Dow Jones verzeichnet ein Minus von 1,73 Prozent auf 10.540,28 Punkte. Währenddessen verlieren der Nasdaq Composite 1,87 Prozent auf 2.277,12 Punkte und der S&P 500 1,61 Prozent auf 1.131,72 Zähler.
Die Zahl der Hypothekenanträge ist nach Angaben der MBA in der vergangenen Woche saisonbereinigt gestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index um 9,1 Prozent. Die US-amerikanischen Erzeugerpreise sind im Dezember 2009 mit vermindertem Tempo angestiegen. Nach Informationen des US-Arbeitsministeriums erhöhten sich die Preise binnen Monatsfrist um 0,2 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise blieben die Preise in der Kernrate unverändert. Volkswirte hatten im Vorfeld ein stabiles Preisniveau bzw. eine Steigerung von 0,1 Prozent prognostiziert. Die US-Wohnbaubeginne verzeichneten im Dezember 2009 einen saisonbereinigten Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Monat 0,557 Millionen Baubeginne. Die Zahl der US-amerikanischen Baugenehmigungen ist im Dezember 2009 saisonbereinigt auf 0,653 Mio. gestiegen.
Die Aktie des US-amerikanischen Autoversicherers Progressive verliert zur Stunde 1,02 Prozent. Im vergangenen Quartal verzeichnete man bei den Prämieneinnahmen einen Anstieg auf 3,72 Mrd. Dollar, was einem Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Nettogewinn verbesserte sich deutlich auf 305,0 Mio. Dollar bzw. 0,46 Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 159,3 Mio. Dollar bzw. 0,24 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum.
AMR (AMR) gewinnen 1,36 Prozent. Die Muttergesellschaft von American Airlines hat im vierten Quartal einen Verlust auf Vorjahresniveau erwirtschaftet. Der Nettoverlust belief sich auf 344 Mio. Dollar bzw. 1,03 Dollar je Aktie, nach einem Minus von 347 Mio. Dollar bzw. 1,24 Dollar je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten ergab sich ein Verlust von 1,25 Dollar (Vorjahr: -0,79 Dollar) je Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 7,4 Prozent auf 5,06 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 1,23 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 5,03 Mrd. Dollar ausgegangen.
Die US-amerikanische Bank of New York Mellon hat im vierten Quartal einen Gesamtumsatz von 3,30 Mrd. Dollar erzielt. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 593 Mio. Dollar bzw. 0,49 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 28 Mio. Dollar bzw. 0,02 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Berichtszeitraum bei 0,59 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,51 Dollar sowie einen Umsatz von 3,28 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie gewinnt aktuell 2,81 Prozent.
Die Aktie der Bank of America ist inzwischen ins Minus gerutscht (-1,28 Prozent. Im vierten Quartal 2009 lag der Nettoverlust bei 5,20 Mrd. Dollar bzw. -0,60 Dollar je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Nettoverlust von 2,39 Mrd. Dollar bzw. -0,48 Dollar je Anteilsschein verzeichnet hatte. Um Einmaleffekte bereinigt hatte der Finanzkonzern im Berichtszeitraum einen Nettoverlust von 194 Mio. Dollar ausgewiesen. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich auf 25,08 Mrd. Dollar, nach 15,68 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 0,52 Dollar je Aktie erwartet.
Titel von Coach verzeichnen einen Abschlag von 5,77 Prozent. Die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Quartal auf 1,07 Mrd. Dollar, nach 960 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 241 Mio. Dollar bzw. 0,75 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 217 Mio. Dollar bzw. 0,67 Dollar je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,72 Dollar sowie einen Umsatz von 1,02 Mrd. Dollar erwartet.
U.S. Bancorp (US Bancorp) legen hingegen 2,16 Prozent zu. Im vierten Quartal 2009 lag der Nettogewinn mit 602 Mio. Dollar bzw. 0,30 Dollar je Aktie deutlich über dem Vorjahreswert von 330 Mio. Dollar bzw. 0,15 Dollar je Aktie. Beim Umsatz wurde ein Anstieg auf 4,38 Mrd. Dollar ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum hier noch Umsatzerlöse von 3,62 Mrd. Dollar verzeichnet hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,29 Dollar sowie einen Umsatz von 4,28 Mrd. Dollar erwartet.
Für Morgan Stanley geht es 1,70 Prozent abwärts. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn lag bei 413 Mio. Dollar bzw. 0,29 Dollar je Aktie, nach einem Verlust von 10,53 Mrd. Dollar bzw. 11,35 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz belief sich im Berichtszeitraum auf 6,84 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,36 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 7,81 Mrd. Dollar ausgegangen.
Titel von Wells Fargo (Wells FargoCo) verlieren 1,45 Prozent. Wie das Kreditinstitut erklärte, erhöhten sich die Umsatzerlöse im vergangenen Quartal auf 22,70 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 9,48 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Zudem belief sich der Nettogewinn auf 2,82 Mrd. Dollar bzw. 0,08 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 2,73 Mrd. Dollar bzw. 0,84 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich nur ein EPS von -0,01 Dollar und Umsätze von 21,97 Mrd. Dollar prognostiziert.
Die Aktien von International Business Machines (IBM) verlieren 3,65 Prozent. Bei IBM wurde im vierten Quartal ein Umsatz von 27,23 Mrd. Dollar generiert, der damit leicht über dem Vorjahresniveau von 27,01 Mrd. Dollar lag. Der Nettogewinn stieg unterdessen auf 4,8 Mrd. Dollar bzw. 3,59 Dollar je Aktie, nachdem der Konzern im Vorjahresquartal einen Nettogewinn von 4,4 Mrd. Dollar bzw. 3,27 Dollar je Aktie erwirtschaftet hatte. Im Vorfeld lagen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 3,47 Dollar sowie einem Umsatz von 26,96 Mrd. Dollar. Das Unternehmen hat heute die Übernahme des nicht börsennotierten Unternehmens National Interest Security Co. LLC. Angekündigt. Das in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia ansässige Unternehmen bietet umfangreiche unter anderem IT-Lösungen für Regierungsbehörden in den Bereichen Gesundheit, Verteidigung, Energie, Logistik und Sicherheit. (20.01.2010/ac/n/m)