21.12.2012 19:16
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Wall Street Update: US-Börsen am Mittag weiterhin unter Druck

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes notieren auch am Freitagmittag mit negativen Vorzeichen. So wirken sich die Rückschläge bei den Haushaltsverhandlungen ebenso negativ aus wie die schlechtere Stimmung der US-Verbraucher. Der Dow Jones verliert aktuell 1,17 Prozent auf 13.155,75 Zähler. Der NASDAQ Composite zeigt einen Abschlag von 1,30 Prozent auf 3.010,79 Stellen und der S&P 500 notiert bei 1.426,79 Punkten (-1,17 Prozent).

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Dezember 2012 gegenüber dem Vormonat deutlich verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So fiel der Gesamtindex auf revidiert 72,9 Punkte (vorläufig: 74,5 Punkte), nachdem im Vormonat ein Stand von 82,7 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 74,8 Punkten ausgegangen. Wie das US-Handelsministerium daneben mitteilte, ist der Auftragseingang langlebiger Güter im November 2012 im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen 0,7 Prozent über Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Für Oktober war ein Auftragsplus von revidiert 1,1 Prozent gemeldet worden. Derweil sind die saisonbereinigten persönlichen US-Einkommen und -Ausgaben im November 2012 angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,1 Prozent verbucht worden war. Ferner stiegen die persönlichen Konsumausgaben um 0,4 Prozent, während sie im Vormonat einen Rückgang um revidiert 0,1 Prozent gezeigt hatten. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von jeweils 0,3 Prozent bei den Einkommen und den Konsumausgaben prognostiziert. Schließlich ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für November 2012 einen Anstieg beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf +0,10 Punkte verschlechtert, nachdem für Oktober ein Wert von revidiert -0,64 Punkten gemeldet worden war.

Heute meldete die Drugstore-Kette Walgreen , dass ihr Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was mit einer Reihe von Sonderbelastungen und einem Umsatzrückgang zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene verfehlt. Titel von Walgreen büßen momentan 4,3 Prozent ein.

Daneben tendieren Papiere von General Electric (GE) aktuell 1,2 Prozent leichter. Der Mischkonzern gab bekannt, dass er das Luftfahrt-Geschäft der italienischen Avio S.p.A., eines Herstellers von Triebwerkskomponenten für zivile und Militärflugzeuge, für 4,3 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, erwirbt der Konzern die Sparte von der europäischen Private-Equity-Gesellschaft Cinven, der Avio seit 2006 gehört, und dem italienischen Aerospace- und Rüstungskonzern Finmeccanica . Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung seitens der Wettbewerbsbehörden und der Regierungen. Die Raumfahrt-Sparte von Avio ist indes nicht von der Übernahme betroffen.

Bereits gestern nach Börsenschluss hatte Nike die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2012/13 bekannt gegeben. Dabei musste der Sportartikelhersteller einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag jedoch klar über den Analystenerwartungen. Anteilsscheine von Nike gewinnen vor diesem Hintergrund 4,8 Prozent an Wert.

Daneben präsentierte der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) gestern nachbörslich seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Dabei musste das Unternehmen zwar einen Umsatzeinbruch und einen Verlust hinnehmen, jedoch wurden die Analystenerwartungen geschlagen. Zudem wurde heute bekannt, dass Research In Motion mit dem finnischen Mobiltelefonhersteller Nokia eine neue Patentlizenzvereinbarung geschlossen hat. Als Folge des Abkommens werden sämtliche bestehenden Patentstreitigkeiten zwischen den Unternehmen beendet sowie laufende Prozesse in den USA, Großbritannien und Kanada eingestellt. Der finanzielle Rahmen der Vereinbarung sieht eine Einmalzahlung sowie laufende Zahlungen vor, die allesamt Research In Motion an Nokia leistet. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. RIM-Aktien brechen in New York zurzeit um 19 Prozent ein. (21.12.2012/ac/n/m)

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