New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen notieren am Mittwochmittag deutlich und stabil im Plus. Der Dow Jones gewinnt aktuell 3,58 Prozent auf 11.969,05 Punkte hinzu, während der NASDAQ Composite 3,46 Prozent fester notiert bei 2.602,52 Zählern. Der S&P 500 verbessert sich um 3,47 Prozent auf 1.236,62 Punkte.
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte für November 2011 einen Zuwachs beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 62,6 Punkten, nach 58,4 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 57,5 Punkten prognostiziert. Daneben teilte die National Association of Realtors mit, dass die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA im September 2011 gestiegen ist. Demnach erhöhte sich der entsprechende Index um 10,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Volkswirte von einer Zunahme um 0,1 Prozent ausgegangen waren. Im August war ein Minus von 4,6 Prozent ausgewiesen worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl jedoch um 9,2 Prozent zu. Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte für die Woche zum 25. November 2011 einen Anstieg der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 3,9 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche aus. Bei Benzin wurde ein Zuwachs von 0,2 Millionen Barrel ausgewiesen. Ferner wurde bei den Mitteldestillaten wie Diesel eine Zunahme der Lagerbestände um 5,5 Millionen Barrel verzeichnet.
Die US-Produktivität hat sich im dritten Quartal 2011 schwächer erhöht als zunächst gemeldet. Dies teilte das US-Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch mit. Demnach kletterte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um revidiert 2,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Zuwachs um 2,6 Prozent prognostiziert, wogegen im zweiten Quartal 2010 noch ein Minus von 0,1 Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten fielen im Vorquartalsvergleich um revidiert 2,5 Prozent, nachdem zunächst ein Rückgang um 2,4 Prozent gemeldet worden war. Im Vorquartal gingen die Lohnstückkosten um 0,1 Prozent zurück. Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im November 2011 weiter erhöht. Wie ADP am Mittwoch mitteilte, stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 206.000. Hierbei wuchs die Zahl um 28.000 im Produzierenden Gewerbe und um 178.000 im Dienstleistungsbereich. Für Oktober war ein revidierter Anstieg um 130.000 verbucht worden.
Papiere von OmniVision Technologies notieren 6,9 Prozent im Minus. Bereits am Dienstag nach Börsenschluss hatte das Unternehmen seine Geschäftszahlen vorgestellt und einem schwachen Ausblick gegeben. Demnach lag der Umsatz im zweiten Quartal mit 276,1 Mio. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 239,5 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn verringerte sich auf 21,1 Mio. US-Dollar bzw. 35 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 28,9 Mio. US-Dollar bzw. 50 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 160 Mio. und 180 Mio. US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5 bis 17 Cents.
Der amerikanische Lebensmittelkonzern United Natural Foods musste im ersten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang hinnehmen, konnte indessen jedoch beim bereinigen Gewinn die Analystenschätzungen erfüllen. Das Papier legt derzeit 7,5 Prozent zu.
Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar Inc. will seine Produktionskapazitäten in Indien weiter ausbauen. Das Unternehmen kündigte ein millionenschweres Investitionsprogramm an und will dabei mehr als 210 Mio. US-Dollar investieren. Caterpillar gewinnt 7,3 Prozent.
Die Bekleidungskette Jos. A. Bank Clothiers Inc. (Jos A Bank Clothiers) konnte im dritten Quartal die Analystenerwartungen übertreffen. Für das laufende vierte Quartal äußerte man sich trotz eines schwächer als erwarteten Auftakts verhalten optimistisch. Die Aktie verliert aktuell 6,1 Prozent. Auch der Wettbewerber American Eagle Outfitters veröffentlichte seine Zahlen zum dritten Quartal. Demnach konnte man einen Gewinnanstieg verbuchen. Der Ausblick auf das vierte Quartal fiel stark aus. Derzeit legt der Wert 4,3 Prozent zu.
Bereits am Dienstagabend hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor´s die Bonität zahlreicher US-Banken heruntergestuft, so z. B. bei der Bank of America Corp. von zuletzt "A" auf "A-". Der Ausblick wurde dabei auf "negativ" belassen. Auch das Rating der Citigroup Inc. wurde um eine Stufe auf "A-" gesenkt. Die Bonitätsnote von Goldman Sachs Group Inc. wurde um eine Stufe auf "A-" nach unten revidiert, die Großbank JPMorgan Chase & Co. (JPMorgan ChaseCo), rutschte um eine Stufe auf "A" herab. Der Ausblick wurde hier mit "stabil" bestätigt. Dennoch zählen Finanzwerte heute zu den größten Gewinnern an der Wall Street: Citigroup legt derzeit 5,6 Prozent zu, Goldman Sachs gewinnt 5,1 Prozent, JP Morgen zeigt ein Plus von 6,4 Prozent, während Bank of America 3,9 Prozent fester notiert. Grund für diese Kurssteigerung sind die Lockerung der Geldpolitik in China und die zuvor angekündigte konzentrierte Aktion der internationalen Notenbanken. (30.11.2011/ac/n/m)