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14.05.2012 19:17

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Wall Street Update: US-Börsen bleiben auch am Mittag im Minus

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New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes tendieren auch am Montagmittag mit Abschlägen. Dabei haben die Märkte mit anhaltenden Sorgen über die jüngsten Entwicklungen in Europa zu kämpfen, allen voran mit der Unfähigkeit des Euro-Mitglieds Griechenland, eine Regierung zu bilden. Zudem belasten Ängste hinsichtlich einer wirtschaftlichen Abschwächung in China. Der Dow Jones verliert aktuell 0,70 Prozent auf 12.730 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,71 Prozent bei 2.912 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 0,76 Prozent auf 1.342 Punkte zeigt.

Im Fokus steht heute u.a. Yahoo! (Yahoo). Der Internet-Medienkonzern meldete bereits am Sonntag, dass er mit sofortiger Wirkung Fred Amoroso zum Chairman und Ross Levinsohn zum Interims-CEO bestellt hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, tritt Amoroso die Nachfolge von Roy Bostock an, der von seinem Amt als Non-Executive Chairman zurückgetreten ist, um den Führungswechsel für das neue Board zu beschleunigen. Levinsohn ersetzt den ehemaligen CEO Scott Thompson, der das Unternehmen verlassen hat. Die Aktie tendieren im Mittagshandel 2,4 Prozent fester.

Eine weitere Personalie gab es bei Best Buy . Wie der größte US-Elektronikhändler mitteilte, hatte der ehemalige CEO Brian Dunn einst eine enge persönliche Beziehung zu einer Mitarbeiterin, wobei Chairman Richard Schulze es versäumt hat, dies den zuständigen Gremien mitzuteilen. Nun wird Hatim Tyabji im Juni die Nachfolge von Schulze als Chairman antreten. Anteilsscheine von Best Buy ziehen um 1,6 Prozent an.

Daneben gab es interessante Neuigkeiten beim Automobilhersteller General Motors . So hat Karl-Friedrich Stracke, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG, auf der heutigen außerordentlichen Betriebsversammlung die Belegschaft über den umfassenden Unternehmensplan informiert, der Opel schnellstmöglich zur Profitabilität führen soll. Der Plan hat zehn Eckpfeiler, u.a. eine Modell-Offensive, in deren Rahmen Opel bis 2014 rund 11 Mrd. Euro investiert. Der Opel-Vorstandsvorsitzende betonte, dass dieser Unternehmensplan im Juni dem Aufsichtsrat vorgelegt werde: "Er ist keineswegs ein Sparplan, sondern eine umfassende Strategie, mit der wir schnell wieder in die Gewinnzone fahren werden, ganz egal ob mit oder ohne Rückenwind des Marktes. Wir werden damit bis 2016 unsere Margen, Marktanteile und den Umsatz deutlich steigern." Das Stammwerk Rüsselsheim spiele in der Zukunftsstrategie eine wichtige Rolle. Stracke wiederholte gegenüber den Beschäftigten, dass Opel alle bestehenden Zusagen einhalte - wie etwa den Standortsicherungsvertrag bis Ende 2014. GM-Titel geben vor diesem Hintergrund 0,6 Prozent ab.

Papiere von Chesapeake Energy rücken dagegen um 4,8 Prozent vor. Der Erdgasproduzent hat seinen finanziellen Spielraum erweitert. Den Angaben zufolge hat der Konzern mit der zu Goldman Sachs gehörenden Goldman Sachs Bank USA und einer Tochter der Investmentbank Jefferies Group eine Vereinbarung über eine neue Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. US-Dollar geschlossen. Die Mittel sollen zur Rückführung von Verbindlichkeiten verwendet werden, erklärte der hoch verschuldete US-Konzern. Die neue Kreditfazilität hat eine Laufzeit bis zum 2. Dezember 2017. Wie der Konzern weiter mitteilte, werde man im Laufe des Jahres Asset-Verkäufe im Gesamtvolumen von 9,0 bis 11,5 Mrd. US-Dollar abschließen und einen Teil dieser Verkaufserlöse zur Rückzahlung der neuen Kreditlinie verwenden.

Schließlich will der Kosmetikkonzern Avon nun doch einen möglichen Verkauf an den Parfümhersteller Coty Inc. prüfen. Wie aus einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung von Avon Products hervorgeht, habe sich das Board of Directors nach eingehender Beratung gemeinsam mit unabhängigen Beratern dazu entschieden, das neue Übernahmeangebot von Coty zu prüfen. Die Überprüfung der neuen Übernahmeofferte soll innerhalb einer Woche abgeschlossen werden. Zuletzt hatte Coty das Übernahmeangebot von bisher 23,25 US-Dollar auf nunmehr 24,75 US-Dollar je Avon-Aktie erhöht. Die erste Offerte war von Avon als nicht ausreichend abgelehnt worden. Avon gewinnen aktuell 4,5 Prozent hinzu. (14.05.2012/ac/n/m)

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