02.11.2012 18:18
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Wall Street Update: US-Börsen drehen am Vormittag ins Minus

New York (www.aktiencheck.de) - Nach anfänglichen Zugewinnen im frühen Handel rutschten die US-Leitindizes ins Minus. Aktuell verliert der Dow Jones 0,28 Prozent auf 13.196,20 Zähler. Der NASDAQ Composite zeigt einen Abschlag von 0,29 Prozent auf 3.011,23 Stellen, während der S&P 500 0,16 Prozent abgibt auf 1.425,27 Punkte.

Wie das US-Handelsministerium bekannt gab, ist der Auftragseingang für Industriegüter im September um 4,8 Prozent gestiegen, während Volkswirte ein Plus von 4,5 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde ein Minus von revidiert 5,1 Prozent ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 9,8 Prozent über dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Rückgang um 13,1 Prozent im August. Daneben erklärte das US-Arbeitsministerium, dass sich die US-Arbeitsmarktsituation im Oktober 2012 erneut verbessert hat. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 171.000. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 125.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Anstieg um revidiert 148.000 im September. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 184.000, nach einem Zuwachs von revidiert 128.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 130.000 gelautet. Ferner erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 7,9 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 7,8 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 7,9 Prozent gerechnet.

Der Medien- und Verlagskonzern Martha Stewart Living Omnimedia hat seinen Verlust im dritten Quartal deutlich ausgeweitet. So lagen sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert. Nach Aussage von CEO Lisa Gersh habe das Ergebnis im Rahmen der konzerneigenen Erwartungen gelegen. Für den Umsatzrückgang machte der Medienkonzern vor allem rückläufige Erlöse im Printmedien- und dem Fernsehsegment verantwortlich. Die Aktie von Martha Stewart verliert derzeit 6,4 Prozent an Wert.

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron gab heute bekannt, dass sich sein Gewinn im dritten Quartal verringert hat, was auf einen Produktionsrückgang und Beeinträchtigungen im Raffineriegeschäft zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Indes verzeichnete der Konkurrent Hess im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg. Profitiert habe man vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Segment Exploration & Production. Neben höheren Absatzpreisen bei Erdgas war dies vor allem auf höhere Ölfördermengen zurückzuführen, nachdem die Ölproduktion in Libyen wieder angefahren worden war. Die Erwartungen wurden deutlich geschlagen. Während sich Chevron um 2,4Prozent verbilligen, rücken Hess um 1,5 Prozent vor.

Anteilsscheine des Modekonzerns Ralph Lauren (Ralph Lauren a) tendieren aktuell 2,5 Prozent fester, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal einen leichten Gewinnrückgang ausgewiesen hatte. Dieser resultierte unter anderem aus negativen steuerlichen Einmaleffekten. Insgesamt zeigte sich der Modekonzern vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen mit dem Ergebnis zufrieden. Die Marktschätzungen wurden übertroffen. Im Anschluss revidierte Ralph Lauren jedoch die Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten.

Der Spirituosenhersteller Beam erklärte, dass er seinen um Einmaleffekte bereinigten Gewinn verbessern und die Erwartungen der Analysten übertreffen konnte. Die Aktie gewinnt derzeit 3,7 Prozent hinzu.

Der Informations-Dienstleister Thomson Reuters gab bekannt, dass sein Gewinn im dritten Quartal gestiegen ist, was vor allem mit einem Steuervorteil zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Papiere von Thomson Reuters verlieren momentan 1,1 Prozent an Wert.

McGraw-Hill (McGraw-Hill Companies) musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Das bereinigte Ergebnis konnte jedoch verbessert werden, womit die Markterwartungen übertroffen wurden. Wie der Verlags- und Informationskonzern erklärte, habe man vor allem von der starken Entwicklung im Bereich Finanzdienstleistungen profitieren können. Außerdem wurde die Jahresprognose angehoben. Daneben erklärte das Verlagshaus Washington Post , dass es im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hat. Während McGraw-Hill 2,6 Prozent abgeben, ziehen Washington Post um 5,2 Prozent an.

Zu guter Letzt konnte das Marktforschungsinstitut Gartner im dritten Quartal mit einem leichten Ergebnisanstieg aufwarten. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen erfüllt. Profitiert habe man vor allem von höheren Umsatzerlösen im Marktforschungssegment. Die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr wurde bestätigt. Für Aktien von Gartner geht es derzeit um 6,9 Prozent nach unten.

Bereits gestern nach Börsenschluss hatte der Versicherungskonzern AIG (American International Group (AIG)) bekannt gegeben, dass er im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt hatte. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Profitiert habe man von einer soliden Entwicklung im Versicherungsgeschäft und deutlich gestiegenen Einkünften aus Investment-Anlagen. Titel von AIG büßen zurzeit 5,3 Prozent ein.

Auch Starbucks hatte gestern seine Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2011/12 vorgelegt. Die Kaffeehauskette konnte dabei den Gewinn überraschend deutlich steigern. Auch der angehobene Ausblick überzeugte. Starbucks gewinnen 10,7 Prozent hinzu.

Der Fahrzeugvermieter Avis Budget (Avis Budget Group) gab danaben bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinnsprung ausweisen konnte, was auf ein starkes Sommergeschäft und die Akquisition von Avis Europe zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Ausblick gegeben. Avis Budget geben 5,8 Prozent ab. (02.11.2012/ac/n/m)

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