New York (aktiencheck.de AG) - Nach einem verhaltenen Auftakt haben die wichtigsten US-Indizes in die Gewinnzone gedreht. Die Anleger hoffen auf positive Signale durch die US-Notenbank Fed, die heute und morgen tagt. Ergebnisse der Sitzung werden jedoch erst am Mittwoch erwartet. Der Dow Jones verbessert sich um 1,17 Prozent auf 11.534 Punkte. Der S&P 500 gewinnt 1,20 Prozent auf 1.218 Zähler. Der NASDAQ Composite legt 0,87 Prozent auf 2.636 Punkte zu.
Die Baugenehmigungen in den USA verzeichneten im August 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums einen saisonbereinigten Zuwachs. So wurden auf annualisierter Basis insgesamt 0,620 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,601 (vorläufig: 0, 597) Millionen um 3,2 Prozent und der entsprechende Vorjahresstand von 0,575 Millionen um 7,8 Prozent übertroffen. Volkswirte hatten hingegen eine Zahl von 0,585 Millionen Genehmigungen geschätzt. Gleichzeitig wiesen die US-Wohnbaubeginne im August 2011 einen saisonbereinigten Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Monat aus. So belief sich die Zahl auf 0,571 Millionen Baubeginne. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,601 (vorläufig: 0,604) Millionen um 5,0 Prozent und der entsprechende Vorjahreswert von 0,606 Millionen um 5,8 Prozent verfehlt. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,590 Millionen Baubeginnen ausgegangen.
In den USA standen bzw. stehen heute noch einige interessante Quartalsausweise an. Gemischte Nachrichten kamen dabei von Carnival . Der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern konnte seinen Gewinn zwar im dritten Quartal leicht verbessern, wobei man von einem soliden Umsatzwachstum und geringer als erwarteten Kosten profitierte. Die Erwartungen wurden auch übertroffen. Allerdings wurde die Jahresprognose erneut gesenkt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 1,34 Mrd. US-Dollar bzw. 1,69 US-Dollar pro Aktie, nach 1,30 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich auf 5,06 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 4,53 Mrd. US-Dollar). Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,63 US-Dollar Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 4,91 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 36 Cents bei Erlösen von 3,89 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während Carnival selbst einen Gewinn von 26 bis 30 Cents pro Aktie erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 2,40 bis 2,44 US-Dollar (zuvor: 2,40 bis 2,50 US-Dollar). Analysten sehen das Ergebnis pro Aktie hier bei 2,46 US-Dollar. Das Papier macht einen Sprung um 7,6 Prozent nach oben.
Seine Bücher geöffnet hat zudem AutoZone . Das Unternehmen hat seinen Gewinn im vierten Quartal um gut 12 Prozent gesteigert. Dabei profitierte man von verbesserten Margen und höheren Umsätzen. Der Nettogewinn belief sich auf 301,5 Mio. US-Dollar bzw. 7,18 US-Dollar pro Aktie, nach 268,9 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich gleichzeitig um 8,1 Prozent auf 2,64 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 6,97 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 2,61 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie der Autoteilekette fährt mit einem Abschlag von 0,5 Prozent dem Markt hinterher.
Für eine Enttäuschung sorgte unterdessen der Lebensmittelhersteller ConAgra Foods . So musste man im ersten Geschäftsquartal infolge gestiegener Kosten einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 9,5 Prozent auf 3,07 Mrd. US-Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn schrumpfte allerdings um 41,7 Prozent auf 85,3 Mio. US-Dollar bzw. 20 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS auf 29 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 31 Cents bei einem Umsatz von 2,95 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das gesamte Geschäftsjahr liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 1,81 US-Dollar und Umsätzen von 12,82 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen geht von einem EPS-Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: 1,75 US-Dollar) aus. Der Titel notiert nach anfänglichen Verlusten nahezu unverändert. Nachbörslich werden unter anderem noch die Quartalszahlen von Oracle und Adobe Systems erwartet.
Cypress Semiconductor (Cypress Semiconductor) legen um 3,6 Prozent zu, nachdem der Chip-Hersteller verlautbarte, dass sein Board ein neues Aktienrückkaufprogramm über 400 Mio. US-Dollar beschlossen hat. Ein im Oktober 2010 genehmigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 600 Mio. US-Dollar wurde den Angaben zufolge nun abgeschlossen.
Indes geben Office Depot um 0,2 Prozent nach. Der zweitgrößte Bürohändler in den USA wird den E-Book-Reader Kindle, das bisher meistverkaufte Produkt des weltgrößten Online-Einzelhändlers Amazon.com (Amazon), landesweit verkaufen. Für Amazon.com geht es um 1,5 Prozent nach unten. (20.09.2011/ac/n/m)