New York (aktiencheck.de AG) - Schwache Vorgaben aus Europa und Sorgen vor einer Wachstumsabschwächung in China drücken in New York am letzten Handelstag der Woche auf die Stimmung. Dank überraschend positiv ausgefallener Konjunkturdaten können sich die Indizes nach schwachem Start aber stabilisieren. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,73 Prozent auf 11.073 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,16 Prozent auf 2.452 Zähler fällt. Der S&P 500 gibt um 1,07 Prozent auf 1.148 Punkte nach.
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte heute für September 2011 einen überraschenden Anstieg beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 60,4 Punkten, nach 56,5 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 54,0 Punkten prognostiziert. Zudem hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im September gegenüber dem Vormonat verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan von heute. So kletterte der Gesamtindex auf revidiert 59,4 Punkte (vorläufig: 57,8 Punkte), nachdem im Vormonat nur ein Stand von 55,7 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 57,5 Punkten ausgegangen.
Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen sind nach Angaben des US-Handelsministeriums im August 2011 leicht gesunken, während die Ausgaben gewachsen sind. So reduzierten sich die persönlichen Einkommen um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,1 (vorläufig: +0,3) Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,2 Prozent an, während sie im Vormonat um 0,7 (vorläufig: +0,8) Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,1 Prozent bei den Einkommen und 0,2 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert.
Unter den Einzelwerten stehen heute insbesondere die Titel von Micron Technology im Blick, nachdem der Speicherchip-Hersteller am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2010/11 vorgelegt hat. Dabei wurde aufgrund sinkender Margen ein Verlust ausgewiesen, womit auch die Analystenerwartungen verfehlt wurden. Der Nettoverlust belief sich auf 135 Mio. US-Dollar bzw. 14 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 342 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging von 2,49 Mrd. US-Dollar auf 2,14 Mrd. US-Dollar zurück. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 1 Cent und einen Umsatz von 2,11 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie bricht um 12,1 Prozent.
Auch Papiere von AMD (Advanced Micro Devices (AMD)) verzeichnen weitere Verluste und geben aktuell um 2,5 Prozent nach. Der Hersteller von Mikroprozessoren hatte die Investorengemeinde am Mittwoch nach Börsenschluss mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung schockiert. Daraufhin war das Papier bereits gestern um 13,7 Prozent eingebrochen. (30.09.2011/ac/n/m)