New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Indizes verzeichnen zur Wochenmitte deutliche Abschläge. Eine erfolgreich verlaufene Anleihe-Auktion in Italien sorgt nicht für die erhofften positiven Impulse. Unter den Marktteilnehmern überwiegt die Sorge vor weiteren anstehenden Platzierungen am morgigen Donnerstag. Der starke Dollar drückt die Aktienkurse derzeit deutlich ins Minus. Der Dow Jones verliert aktuell 1,10 Prozent auf 12.156 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,17 Prozent auf 2.595 Zähler nachgibt. Der S&P 500 fällt um 1,17 Prozent auf 1.251 Punkte.
Die Großbank Citigroup Inc. trennt sich von ihrem Privatkundengeschäft in Belgien. Wie das Unternehmen mitteilte, wird das belgische Privatkundengeschäft an die französische Credit Mutuel Nord Europe veräußert. Der Deal beinhaltet auch das Kreditkartengeschäft und den Bereich Konsumentenkredite. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Finanzielle Details wurden nicht bekanntgegeben. Die Citigroup, die seit 1919 in Belgien vertreten ist, hat dort mehr als 500.000 Kunden und beschäftigt rund 750 Mitarbeiter. Nach dem Verkauf wird der Konzern im Großkundengeschäft in Belgien nur noch rund 40 Mitarbeiter beschäftigen. Die Aktie der Citigroup verliert derzeit 2,9 Prozent.
Die Aktie von Computer Sciences liegt aktuell mit 1,9 Prozent im Minus, nachdem der Anteilschein gestern bereits mit einem erheblichen Abschlag von 9 Prozent aus dem Handel gegangen war. Der IT-Dienstleister rechnet mit hohen Abschreibungen, die das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres belasten werden. Eine angepasste Prognose will das Unternehmen noch veröffentlichen.
Anteile von Cavium verlieren aktuell 2,0 Prozent. Der Technologiekonzern hat die Marktteilnehmer am Dienstagabend mit seiner Umsatzprognose für das vierte Quartal enttäuscht. So erwartet der Halbleiter-Spezialist einen Umsatz im Bereich von 56 bis 57 Mio. US-Dollar. Dabei wurde unter anderem auf die schwächer als erwartete Nachfrageentwicklung aus der Telekommunikationsindustrie und bei Unternehmenskunden verwiesen.
Aktien von New York Times (The New York Times) geben um 1,8 Prozent nach. Das Verlagshaus trennt sich von einer Reihe regionaler Zeitungen und setzt damit seine Fokussierung auf das Kerngeschäfts fort. Wie aus einer am Dienstagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der Regional Media Group an die Halifax Media Holdings LLC. geschlossen. Im Zuge der Transaktion, die den Verkauf von insgesamt sechzehn Regionalzeitungen beinhaltet, erhält der US-Verlagskonzern 143 Mio. US-Dollar in bar. Dabei erhofft sich die New York Times positive Einmaleffekte in Höhe von rund 150 Mio. US-Dollar.
Der Stahlkonzern Steel Dynamics hat indes am Dienstagabend nach Börsenschluss ein Anleiherückkaufprogramm angekündigt. Demnach will der Stahlkocher Unternehmensanleihen im Gesamtwert von bis zu 350 Mio. US-Dollar zurückkaufen. Wie der Konzern weiter ausführte, werde man eine neue Kreditlinie im Gesamtwert von 315 Mio. US-Dollar abschließen. Diese soll in Verbindung mit vorhandenen Barmittelbeständen zur Finanzierung des Anleiherückkaufs verwendet werden. Anteile von Steel Dynamics verlieren 2,0 Prozent.
EMCORE (EMCORE) musste im vierten Quartal einen deutlich höheren Verlust ausweisen. Wie aus einer am Dienstagabend nach Börsenschluss veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Nettoverlust bei 14,3 Mio. US-Dollar bzw. 15 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 885.000 US-Dollar bzw. 1 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Markterwartungen wurden damit verfehlt. Unter anderem habe der auf Halbleiterlösungen für die Glasfaser- und Solarindustrie spezialisierte Konzern unter rückläufigen Margen zu leiden gehabt. Die Unternehmensaktie reagiert indes mit einem deutlichen Plus von knapp 16 Prozent.
Anteile von Medicis Pharmaceutical bewegen sich derweil mit 2,4 Prozent im Minus. Der Pharmakonzern erwartet für das vierte Quartal ein Ergebnis unterhalb der Markterwartungen. So rechnet man für das Schlussquartal mit einem Umsatz im Bereich von 170 bis 183 Mio. US-Dollar, während der Gewinn je Aktie bei 51 bis 57 Cents liegen soll. Die Analystenschätzungen lagen zuletzt im Schnitt bei einem EPS von 64 Cents sowie einen Umsatz von 189,7 Mio. US-Dollar.
Die Aktie von Arctic Cat schießt um gut 19 Prozent in die Höhe. Der auf Schneemobile und andere Geländefahrzeuge spezialisierte Konzern hat die vom japanischen Autobauer Suzuki Motor gehaltene Beteiligung zurückgekauft. Der Kaufpreis in Höhe von 79,3 Mio. US-Dollar wurde aus bestehenden Barmitteln des Konzerns finanziert. (28.12.2011/ac/n/m)