New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Börsen notieren am Dienstagmittag mit unterschiedlichen Vorzeichen. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,51 Prozent auf 12.528,85 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,10 Prozent auf 2.845,69 Punkte zulegt. Der S&P 500 verzeichnet einen Abschlag von 0,19 Prozent auf 1.334,93 Punkte.
Das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board gab am Dienstag bekannt, dass sich das US-Verbrauchervertrauen im Juli 2011 verbessert hat. Demnach kletterte der entsprechende Index auf 59,5 Punkte, nach revidiert 57,6 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 56,0 Punkten erwartet. Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser hat sich im Juni 2011 verringert. Dies teilte das Commerce Department mit. Demnach sank die Zahl gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent auf 312.000 Häuser, während Volkswirte eine Zahl von 320.000 erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von revidiert 315.000 Häusern ermittelt worden. Die Immobilienpreise in den USA sind im Mai 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie aus dem S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, kletterten die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent, nach einem Plus von 0,6 Prozent im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 4,5 Prozent ausgewiesen.
RadioShack meldete am Dienstag, dass der Gewinn im zweiten Quartal gesunken ist. Der Nettogewinn belief sich auf 24,9 Mio. US-Dollar bzw. 24 Cents pro Aktie, nach 53 Mio. US-Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 31 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 941,9 Mio. US-Dollar ab. Wie der Konzern weiter mitteilte, hat er mit Verizon Wireless ein Abkommen geschlossen, nach dem in mehr als 4.300 RadioShack-Filialen in den USA künftig Postpaid- und Prepaid-Mobilfunkprodukte und -Services des führenden US-Mobilfunkbetreibers angeboten werden. Das Abkommen gilt ab dem 15. September 2011. Die Aktie von RadioShack gewinnt an der NYSE momentan 19,3 Prozent hinzu.
Aktien des Automobilbauers Ford (Ford Motor) geben aktuell 1,5 Prozent ab. Der Automobilkonzern verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf Sonderbelastungen sowie Kosten in Zusammenhang mit dem Abbau von Verbindlichkeiten. Der Nettogewinn belief sich auf rund 2,4 Mrd. US-Dollar bzw. 59 Cents pro Aktie, nach ca. 2,6 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde ein operatives Ergebnis von 65 Cents (Vorjahr: 68 Cents) pro Aktie ausgewiesen. Der Gesamtumsatz stieg von 35,0 Mrd. US-Dollar auf 35,5 Mrd. US-Dollar, wobei der Umsatz ohne Volvo um 4,2 Mrd. US-Dollar zulegen konnte.
Papiere des Logistikkonzerns UPS (United Parcel Service) notieren mit einem Abschlag von 4,2 Prozent. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal dank eines starken US-Geschäfts und wachsender Exporte ein deutliches Gewinnwachstum verzeichnen und die Erwartungen schlagen. Der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 13,19 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte von 845 Mio. US-Dollar auf nun 1,06 Mrd. US-Dollar bzw. 1,07 US-Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 1,05 US-Dollar. Marktbeobachter hatten zuvor ein EPS von 1,04 US-Dollar geschätzt.
Der Mischkonzern 3M berichtete, dass sein Umsatz im zweiten Quartal mit 7,68 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 6,73 Mrd. US-Dollar lag. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 1,16 Mrd. US-Dollar bzw. 1,60 US-Dollar ausgewiesen, nach 1,12 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,60 Dollar sowie einen Umsatz von 7,60 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie gibt 4,7 Prozent nach.
Anteilsscheine von Lexmark (Lexmark International) schießen 20,5 Prozent nach oben. Der Druckerhersteller steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal und konnte die Erwartungen der Analysten auf bereinigter Basis deutlich übertreffen. Dabei wirkte sich eine starke Nachfrage seitens der Geschäftskunden positiv aus. Illinois Tool Works geben daneben um 8,9 Prozent nach, obwohl der Maschinenbaukonzern im zweiten Quartal das Vorjahresergebnis klar übertreffen konnte. Der zweitgrößte US-Bürohändler Office Depot musste im zweiten Quartal einen höheren Verlust ausweisen. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch übertroffen werden. Der Titel rückt daraufhin 11,4 Prozent vor. Papiere von Hershey (The Hershey) gewinnen 0,5 Prozent hinzu, nachdem der Süßwarenhersteller im zweiten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten konnte. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen.
Lockheed Martin (Lockheed Martin) musste im zweiten Quartal infolge von Pensionsverpflichtungen und Aufwendungen in Zusammenhang mit einem Personalabbau einen Gewinnrückgang verzeichnen. Allerdings wurden die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten trotzdem übertroffen. Zudem wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der Anteilsschein des Rüstungskonzerns steigt um 3,2 Prozent.
Der Lkw-Hersteller PACCAR (Paccar) wartete zwar im zweiten Quartal mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg auf. Allerdings wurden die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Für das Papier geht es 9,4 Prozent nach unten. Group 1 Automotive gewinnen daneben 13,1 Prozent hinzu. Der Autohändler hat seinen Gewinn im zweiten Quartal aufgrund deutlich höherer Margen und einer effizienten Kostenkontrolle fast verdoppelt. Die Erwartungen wurden damit klar übertroffen.
Aktien von SUPERVALU legen 8,3 Prozent zu. Die Supermarktkette hat im ersten Quartal einen höheren Gewinn erwirtschaftet, was auf Kostensenkungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Mit einem Abschlag von 15,4 Prozent werden aktuell die Aktien von AK Steel Holding abgestraft. Der Konzern steigerte im zweiten Quartal zwar Umsatz und Ergebnis, verfehlte allerdings gleichzeitig bei beiden Kennzahlen die Analystenerwartungen.
Bereits gestern nach Börsenschluss hatte Texas Instruments sein Zahlenwerk veröffentlicht. Der Halbleiterhersteller konnte im zweiten Quartal trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen schlagen. Der Umsatz sank leicht auf 3,46 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 672 Mio. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie, nach 769 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 53 Cents bei einem Umsatz von 3,44 Mrd. US-Dollar gerechnet. Die Aktie verteuert sich um 1,2 Prozent. (26.07.2011/ac/n/m)