New York (aktiencheck.de AG) - Den negativen Vorgaben aus Asien und Europa kann sich die Wall Street auch am frühen Dienstagnachmittag nicht entziehen. Infolge der Naturkatastrophe in Japan und der drohenden Kernschmelzen in den Atommeilern mussten die weltweiten Indizes Rückschläge hinnehmen. Der Dow Jones notiert aktuell 1,65 Prozent leichter bei 11.795,59 Punkten, während der NASDAQ Composite 1,65 Prozent auf 2.656,46 Punkte abgibt. Der S&P 500 verschlechtert sich um 1,62 Prozent auf 1.275,36 Punkte.
Das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass sich die US-Außenhandelspreise im Februar 2011 erhöht haben. Demnach lagen die Exportpreise bereinigt um Agrargüter 0,9 Prozent über dem Vormonatsniveau. Ferner kletterten die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für März 2011 eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 17,50 Punkte, während Volkswirte nur mit einem Wert von 17,00 Zähler gerechnet hatten. Für Februar war ein unveränderter Wert von 15,43 Punkten ermittelt worden. Auch der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) hat sich im März leicht verbessert. So lag der NAHB-Index im Berichtszeitraum bei 17 Punkten, nachdem der Wert im Vormonat bei 16 Punkten gelegen hatte. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 17 Punkten erwartet. Im weiteren Handelsverlauf steht noch das Fed-Sitzungsergebnis zur Veröffentlichung an.
Der Einzelhändler Williams-Sonoma veröffentlichte heute seinen Quartalsabschluss. Demnach konnte er seinen Gewinn im vierten Quartal steigern und die Erwartungen der Analysten auf bereinigter Basis klar übertreffen. Im Anschluss kündigte der Konzern eine Erhöhung der Quartalsdividende um 13 Prozent auf 17 Cents je Aktie an. Die Aktie legt aktuell 10,3 Prozent zu. Dagegen musste der Schuhhändler Brown Shoe (Brown Shoe Company) im vierten Quartal aufgrund eines schwachen Großhandelsgeschäfts einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Brown Shoe gibt 21,6 Prozent ab.
Der Rüstungskonzern Northrop Grumman hat die Abspaltung seiner Schiffsbau-Sparte Huntington Ingalls Industries Inc. (HII) angekündigt. Demnach soll die Konzernsparte im Rahmen eines Spin-Offs an die Aktionäre ausgegliedert werden. Das Board hatte zuvor einen entsprechenden Beschluss gefasst. Durch diesen Schritt will Northrop Grumman seine Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter fortsetzen. Anteilsscheine des Unternehmens geben gut 1 Prozent ab. Der Stahlproduzent Nucor gab heute seine Ergebnisprognose für das erste Quartal bekannt. Die Planung reflektiert dabei eine stärkere Nachfrage und liegt im Rahmen der Marktschätzungen. Papiere von Nucor tendieren derzeit 1,7 Prozent schwächer.
Papiere von Texas Instruments büßen momentan 2,4 Prozent ein. Der Halbleiterhersteller hatte bereits gestern Abend mitgeteilt, dass im Zuge des schweren Erdbebens in Japan zwei seiner Fabriken beschädigt wurden. Demnach ist das Werk in Miho, das knapp 40 Meilen nordwestlich von Tokio liegt, durch das Erdbeben am schwersten betroffen. In Zusammenhang mit den Erdbebenschäden an den genannten Standorten erwartet Texas Instruments im ersten Quartal Umsatzeinbußen sowie negative Einmaleffekte für das Konzernergebnis.
Ebenfalls gestern hatte der Pharmagroßhändler AmerisourceBergen einen Führungswechsel angekündigt. CEO Officer R. David Yost hat seinen Rückzug zum 1. Juli 2011 erklärt. Als Nachfolger wurde durch das Board Steven H. Collis benannt. Collis ist bislang als President und COO des Konzerns tätig. Darüber hinaus wurde die Ergebnisprognose für 2011 bestätigt. Die Aktie von AmerisourceBergen verliert 1,1 Prozent. (15.03.2011/ac/n/m)