New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen sind nach einem positiven Start ins Minus gerutscht. Vor allem Technologiewerte verlieren nach schwachen Adobe-Zahlen etwas deutlicher an Boden. Die US-Notenbank hatte gestern die Leitzinsen bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen, gleichzeitig aber auch die Sorgen vor deflationären Tendenzen zum Ausdruck gebracht. Der Dow Jones Industrial Average verliert aktuell 0,36 Prozent auf 10.722 Punkte. Der S&P 500 gibt um 0,56 Prozent auf 1.133 Zähler nach. Der NASDAQ Composite verbucht derzeit ein Minus von 0,95 Prozent auf 2.327 Punkte.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 17. September einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 1,4 Prozent. Im Einzelnen sank der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 0,9 Prozent, wogegen der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 3,3 Prozent zurückging.
Daneben veröffentlichte die Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 17. September 2010 einen Anstieg der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 1 Million Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Anstieg von 0,3 Millionen Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Plus von 1,6 Millionen Barrel ausgewiesen.
Aktien von Adobe Systems brechen um rund 20 Prozent ein. Der Softwarekonzern veröffentlichte gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal. Unternehmensangaben zufolge wurde ein Umsatz von 990,3 Mio. Dollar erwirtschaftet, der um 42 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 230,1 Mio. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie, nachdem der Konzern im Vorjahresquartal einen Nettogewinn von 136 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie erzielt hatte. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten lag das Nettoergebnis bei 54 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 49 Cents sowie einen Umsatz von 985,9 Mio. Dollar prognostiziert. Der Unternehmensausblick enttäuschte indes. Adobe Systems stellt für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 950 Mio. Dollar und 1 Mrd. Dollar sowie ein bereinigtes EPS zwischen 48 und 54 Cents in Aussicht. Darüber hinaus wurde die Adobe-Aktie von der Bank of America, Credit Suisse sowie der UBS herabgestuft.
Einem Pressebericht zufolge will der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) einen Tablet-PC mit neuer Software auf den Markt bringen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, soll der Tablet-PC voraussichtlich den Namen "BlackPad" tragen und im November auf den Markt kommen. Das Gerät, das sich an Geschäftskunden richten wird, soll dem Bericht zufolge mit einer neuartigen Software ausgestattet werden, die von QNX Software Systems entwickelt wurde. Das Softwareunternehmen hatte RIM vor einigen Monaten von Harman International Industries Inc. übernommen. Die Aktie von Research In Motion verzeichnet einen Aufschlag von knapp 1 Prozent.
Das Verlagshaus New York Times (The New York Times) hat eine Gewinnprognose für das dritte Quartal 2010 veröffentlicht. Der Konzern rechnet mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 3 und 5 Cents bei einem Umsatzrückgang von 2 bis 3 Prozent. Die Analystenschätzung lautet derweil auf ein EPS von 4 Cents pro Aktie. Einschließlich verschiedener Sondereffekte geht das Unternehmen hingegen von einem Verlust aus dem fortgeführten Geschäft in Höhe von 5 bis 7 Cents je Aktie aus. Die New York Times-Aktie reagiert aktuell mit einem Minus von gut 7 Prozent.
Der Lebensmittelkonzern General Mills , der weltweit zweitgrößte Hersteller von Frühstückscerealien, meldete am heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 12 Prozent gestiegen ist, was mit einer starken Nachfrage nach Cerealien und Snacks zusammenhängt. Die Erwartungen wurden geschlagen. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. Die Aktie von General Mills gewinnt daraufhin 3 Prozent.
Anteile von CarMax legen sogar um fast 7 Prozent zu. Der Gebrauchtwagenhändler konnte im zweiten Geschäftsquartal ein Gewinnwachstum von 103,0 Mio. Dollar bzw. 46 Cents je Aktie auf 107,9 Mio. Dollar bzw. 48 Cents je Aktie verzeichnen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 13 Prozent auf 2,34 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor nur ein EPS von 40 Cents sowie einen Umsatz von 2,26 Mrd. Dollar erwartet.
Papiere von Cintas geben um über 3 Prozent nach. Der größte US-Hersteller von Uniformen meldete gestern nach Börsenschluss, dass sein Gewinn im ersten Quartal um gut 13 Prozent auf 61,3 Mio. Dollar bzw. 40 Cents pro Aktie gestiegen ist. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum um 3,6 Prozent auf 923,9 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Gewinn von 28 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 915 Mio. Dollar ausgegangen. (22.09.2010/ac/n/m)