New York (aktiencheck.de AG) - Nach einem etwas festeren Handelsauftakt sind die US-Indizes zum Wochenauftakt deutlich in die Verlustzone gerutscht. Dabei drückt die Unsicherheit bezüglich der politischen Stabilität in Italien auf die Stimmung der Investoren. So kämpft der italienische Regierungschef Berlusconi vor den morgigen Haushaltsberatungen um sein politisches Überleben. Der Dow Jones gibt um 0,70 Prozent auf 11.899 Punkte nach, während der NASDAQ Composite um 1,11 Prozent auf 2.656 Zähler sinkt. Der S&P 500 gibt um 0,77 Prozent auf 1.244 Punkte nach.
Gegen den nachgebenden Markt kann die Aktie der weltweit größten Baumarktkette Home Depot Inc. 1,7 Prozent zulegen und ist damit derzeit Gewinner im Dow Jones. Hintergrund der Kursgewinne ist eine positive Analysteneinschätzung. Scot Ciccarelli, Austin Pauls und Patrick Palfrey, Analysten von RBC Capital Markets, haben die Aktie von Home Depot von "sector perform" auf "outperform" hochgestuft. Darüber hinaus hoben die Analysten ihr Kursziel für die Aktie der Baumarktkette von 38 auf 42 US-Dollar an.
Positiv aufgenommen werden heute die Zahlen des Satellitenfernsehanbieters DISH Network (Dish Network), obwohl der Konzern im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlte. So ist der Gewinn angesichts eines soliden Umsatzwachstums um 30 Prozent gestiegen, obwohl man Kunden verloren hat. Der Nettogewinn belief sich auf 319 Mio. US-Dollar bzw. 71 Cents pro Aktie, nach 245 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 12,3 Prozent auf 3,60 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 73 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,65 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Das Papier verbessert sich um 4,7 Prozent.
Sysco (Sysco) geben um 1,5 Prozent nach. Der auf den Vertrieb von Lebensmitteln spezialisierte Konzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal geringfügig gesteigert. Dabei profitierte man von höherem Verkaufspreisen und einem Absatzwachstum. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Der Nettogewinn belief sich auf 302,7 Mio. US-Dollar bzw. 51 Cents pro Aktie, nach 299,1 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der jüngste Gewinn bei 55 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 10,59 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 52 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 10,49 Mrd. US-Dollar ausgegangen.
Ferner gab es heute auch Meldungen von der Akquisitionsfront. Der Rüstungskonzern General Dynamics verlautbarte, dass er Force Protection für rund 360 Mio. US-Dollar übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion erhalten Force Protection-Aktionäre 5,52 US-Dollar für jeden ihrer Anteilsscheine. Nach Abschluss der Akquisition wird Force Protection ein Teil der Sparte General Dynamics Land Systems sein, die Kampfpanzer vom Typ Abrams und Infanteriekampffahrzeuge vom Typ Stryker herstellt. Während es für General Dynamics um 0,6 Prozent nach unten geht, schießen Force Protection um 30,8 Prozent nach oben.
Ferner hat der Elektronikhändler Best Buy mit seinem britischen Partner Carphone Warehouse Group vereinbart, dessen Anteil an dem nordamerikanischen Joint Venture Best Buy Mobile zu übernehmen. Dabei zahlt der US-Konzern für die Anteile rund 1,3 Mrd. US-Dollar. Die Transaktion wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2013 zum Ergebnis von Best Buy beitragen. Best Buy verbilligen sich um 3,8 Prozent.
Daneben steht das Technologieunternehmen Tekelec (TEKELEC) vor der Übernahme durch ein Konsortium unter der Führung der Siris Capital Group. Wie der Anbieter von Telekommunikationslösungen am Montag mitteilte, hat man sich auf eine Übernahme geeinigt. Das Konsortium bietet demnach 11 US-Dollar in bar für einen Anteilschein von Tekelec. Dies entspricht einer Prämie von 11 Prozent auf den letzten Schlusskurs vom vergangenen Freitag von 9,90 US-Dollar. Damit wird das Unternehmen mit rund 780 Mio. US-Dollar bewertet. Die Tekelec-Aktie springt daraufhin um 12,1 Prozent nach oben.
General Motors (General Motors) fahren um 0,4 Prozent vor. Der Automobilkonzern hat im Oktober einen deutlichen Anstieg bei den Absatzzahlen auf dem chinesischen Markt erzielt. Dabei profitierte man von einer starken Nachfrage nach den Fahrzeugmarken Buick und Wuling. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 220.412 Fahrzeuge im Reich der Mitte abgesetzt. Dies entspricht gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert einem Absatzplus von 10,4 Prozent. In den ersten zehn Monaten konnten GM und seine Joint Ventures in China insgesamt 2.113.274 Fahrzeuge (+7 Prozent) verkaufen.
Schließlich geben Southwest Airlines um 1,8 Prozent nach. Die Fluggesellschaften konnte im Oktober die Passagierzahl leicht erhöhen. So wurden insgesamt rund 9,439 Millionen Passagiere befördert, was einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor verschlechterte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 81,4 Prozent. (07.11.2011/ac/n/m)