New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen tendieren im Freitaghandel uneinheitlich. Nachdem die Indizes trotz eines positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts zunächst ins Minus gerutscht waren, notieren sie aktuell wieder deutlich über ihren Tagestiefs. Der Dow Jones verliert 0,33 Prozent auf 12.374 Punkte, während der NASDAQ Composite sich um 0,19 Prozent auf 2.675 Zähler verbessern kann. Der S&P 500 gibt um 0,17 Prozent nach auf 1.279 Punkte nach.
Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren steht heute an der Wall Street der US-Arbeitsmarktbericht. Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Dezember 2011 verbessert. Dies teilte das US-Arbeitsministerium in Washington heute mit. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 200.000. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 150.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Anstieg um revidiert 100.000 im November. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 212.000, nach einem Zuwachs von 140.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 170.000 gelautet. Ferner fiel die Arbeitslosenquote auf 8,5 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch bei 8,7 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem Stand von 8,7 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,2 Prozent, gegenüber einer Lohnabnahme um 0,1 Prozent im Vormonat. Sie gelten als wichtiger Indikator für die Inflationsentwicklung. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen.
Daneben meldeten sich heute auch einige Unternehmen mit Quartalszahlen zu Wort. Die amerikanische Apollo Group Inc. , der Betreiber der Universität von Phoenix, hat im ersten Fiskalquartal 2011/2012 die Erwartungen der Analysten übertroffen. Wie das Unternehmen bereits am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,18 Mrd. US-Dollar um 11,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,33 Mrd. US-Dollar. Dabei haben sich mit insgesamt 373.100 im Berichtszeitraum 14,8 Prozent weniger Studenten an der Universität von Phoenix eingeschrieben als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn belief sich auf 149,3 Mio. US-Dollar bzw. 1,14 US-Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 235,4 Mio. US-Dollar bzw. 1,61 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Berichtszeitraum bei 1,28 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,18 US-Dollar sowie einen Umsatz von 1,16 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Apollo-Group gewinnt derzeit 5,9 Prozent.
Imperial Sugar (Imperial Sugar) hat das vierte Geschäftsquartal (per 30. September) infolge steigender Rohzuckerpreise und des wachsen Preiswettbewerbs mit der Konkurrenz mit einem deutlich höheren Verlust abgeschlossen. So verringerten sich die Umsatzerlöse auf 231,4 Mio. US-Dollar, nach 264,4 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Dadurch kletterte der Nettoverlust von 2,3 Mio. US-Dollar oder 19 Cents je Aktie auf nun 32,5 Mio. US-Dollar bzw. 2,73 US-Dollar pro Anteilschein. Analysten hatten mit einem EPS von -79 Cents gerechnet, bei Umsätzen von 219,2 Mio. US-Dollar. Die Aktie fällt um 5,7 Prozent.
Papiere von RF Micro Devices Inc. brechen um 18,6 Prozent ein. Der amerikanische Technologiekonzern hat seine Umsatzprognose für das dritte Fiskalquartal deutlich nach unten korrigiert. Demnach erwartet man für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 nur noch einen Umsatz von 225 Mio. US-Dollar. Im Oktober hatte der Konzern noch Erlöse in Höhe von 250 Mio. US-Dollar in Aussicht gestellt. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch Umsätze von 278,8 Mio. US-Dollar generiert. Als Grund für die Prognosesenkung gab RF Micro Devices die schwächer als erwartet ausgefallene Nachfrage von Kunden aus China an. Auch bei der Bruttogewinnmarge rechnet der Konzern mit einem deutlichen Rückgang. So soll die Bruttomarge um 9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert liegen. Analysten prognostizieren für das dritte Quartal derzeit ein EPS von 12 Cents bei einem Umsatz von 250,2 Mio. US-Dollar.
Indes geht es für Best Buy um 4,3 Prozent nach oben. Der Elektronikhändler musste im Dezember 2011 einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze verbuchen. Ferner wurde die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt. So verringerten sich die so genannten Same-Store Sales gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. Der Gesamtumsatz blieb mit 8,4 Mrd. Dollar nahezu unverändert. Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem Ergebnis pro Aktie von 3,35 bis 3,65 Dollar. Analysten prognostizieren hier ein EPS-Ergebnis von 3,14 Dollar. (06.01.2012/ac/n/m)