New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen können ihre negativen Vorzeichen aus dem frühen Dienstaghandel am Mittag noch nicht wettmachen. Am Morgen hatten verschiedene Konjunkturdaten für Impulse gesorgt. Der Dow Jones gibt aktuell 0,31 Prozent auf 12.229,67 Punkte ab, der NASDAQ Composite verschlechtert sich um 0,25 Prozent auf 2.810,21 Punkte. Der S&P 500 notiert 0,27 Prozent leichter bei 1.328,71 Punkten.
Am Dienstag gab das US-Arbeitsministerium bekannt, dass sich die US-Außenhandelspreise im Januar 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht haben. So lagen die Exportpreise bereinigt um Agrargüter um 0,9 Prozent über dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 0,6 Prozent zugelegt hatten. Das US-Handelsministerium erklärte unterdessen, dass sich der Einzelhandelsumsatz in den USA im Januar 2011 mit abgebremstem Tempo erhöht habe. Auf Monatssicht kletterten die Umsatzerlöse um 0,3 Prozent, während sie im Dezember um 0,5 Prozent gestiegen waren. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche wuchsen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Februar 2011 eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 15,43 Punkte, während Volkswirte mit einem Zuwachs auf 15,5 Zähler gerechnet hatten.
Darüber hinaus gab das US-Handelsministerium bekannt, dass die Lagerbestände in den Industrie- und Handelsunternehmen im Dezember 2010 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat ausgewiesen haben. So lagen die Lagerbestände um 0,8 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,4 Prozent (vorläufig: +0,2 Prozent) ausgewiesen worden.
Der Börsenbetreiber NYSE Euronext wird mit der Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) fusionieren. Damit steigt man zum größten Börsenbetreiber der Welt auf. Die Aktien der NYSE geben 2,9 Prozent nach.
Bereits am Montagabend hatte der Logistikkonzern FedEx seine Gewinnprognose für das dritte Quartal nach unten revidiert. So geht man jetzt für das dritte Quartal von einem EPS von 70 bis 90 Cents aus, nachdem man zuvor ein EPS von 0,95 bis 1,15 US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Begründet wurde die Prognosesenkung unter anderem mit den Auswirkungen der heftigen Winterstürme in den USA und Europa sowie den deutlich gestiegenen Treibstoffpreisen. Die Aktie legt um 2 Prozent zu.
Aktien von Exxon Mobil verlieren 2,1 Prozent an Wert. Der Ölkonzern meldete am Dienstag, dass er seine gesicherten Reserven im Jahr 2010 um insgesamt 3,5 Milliarden BOE (Barrels of Oil Equivalent) aufstocken konnte.
Fossil (Fossil) meldete, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 38 Prozent gestiegen ist, was auf ein starkes Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Das Papier verschlechtert sich um 9,0 Prozent.
Ferner verlautbarte Omnicom (Omnicom Group), dass man im vierten Quartal vor allem angesichts gestiegener US-Umsätze einen höheren Gewinn erzielt hat. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Titel des Werbekonzerns gibt um 2,8 Prozent nach.
Die Telefongesellschaft Qwest Communications (Qwest Communications International) musste im vierten Quartal einen Verlust ausweisen. Allerdings fiel dieser etwas geringer aus als von den Analysten erwartet. Der Anteilsschein verbilligt sich um 1,7 Prozent. Die Anteilsscheine des Finanzdienstleisters CIT Group geben 3,7 Prozent nach. Das Unternehmen hat im vierten Quartal einen gegenüber dem Vorquartal niedrigeren Gewinn erwirtschaftet. Indes konnte Marsh & McLennan (MarshMcLennan Cos) im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Die Aktie des Versicherungsbrokers verteuert sich um 5,0 Prozent. Anteilsscheine der PMI Group verschlechtern sich um 0,6 Prozent. Der Anleiheversicherer konnte den Verlust im vierten Quartal zurückfahren. Sirius XM Radio erwirtschaftete im vierten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn. Zurückzuführen war dies auf höhere operative Kosten und Sonderbelastungen. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Zudem enttäuschte der Umsatzausblick. Der Anteilsschein des Satellitenradio-Services gibt um 5,2 Prozent nach. Watson Pharmaceuticals musste im vierten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Aktie gibt 0,4 Prozent ab. (15.02.2011/ac/n/m)