New York (aktiencheck.de AG) - Die Abstufung Griechenlands durch Fitch und die Sorgen um die Zukunft des hochverschuldeten Landes drücken am Freitag auch an der Wall Street auf die Anlegerstimmung. Immerhin konnten die Indizes ihre zwischenzeitlichen Verluste bereits deutlich reduzieren. Der Dow Jones gibt derzeit 0,31 Prozent auf 12.566 Punkte nach. Der S&P 500 fällt um 0,39 Prozent auf 1.338 Zähler. Der NASDAQ Composite verliert 0,41 Prozent auf 2.812 Punkte.
Im Blickpunkt steht auch heute das Online-Netzwerk LinkedIn (LinkedIn a). Dessen furioser Börsenstart schürt unter den Anlegern die Angst vor einer neuen Internet-Blase. Die Aktie von LinkedIn legt im laufenden Handel erneut um 6,7 Prozent zu, nachdem sich der Kurs am ersten Handelstag bereits mehr als verdoppelt hatte. Die Aktie des Business-Netzwerks konnte bereits zu Handelsbeginn den Ausgabepreis deutlich übersteigen und kletterte im Handelsverlauf weiter. Am Mittwoch nach US-Börsenschluss war der Ausgabepreis mit 45,00 US-Dollar festgelegt worden. Der Kurs lag gestern zu Handelsbeginn dann bereits bei 83,00 US-Dollar und stieg im Tagesverlauf bis auf ein Hoch bei 122,70 US-Dollar. Am Ende ging das Papier am Donnerstag bei 94,25 US-Dollar aus dem Handel.
Bereits gestern nach Börsenschluss öffneten wieder diverse Unternehmen ihre Bücher. Brocade (ISIN US1116211087/ WKN 922590) rücken um 7,1 Prozent vor. Der Netzwerkausrüster steigerte im zweiten Fiskalquartal 2011/12 Umsatz und Gewinn. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen.
Indes verschlechtern sich Autodesk um 3,9 Prozent. Der Hersteller der Design-Software AutoCAD hat seinen Gewinn im ersten Fiskalquartal 2011/12 um 88 Prozent erhöht und profitierte dabei von einem Umsatzwachstum in sämtlichen Geschäftsbereichen. Die Erwartungen wurden übertroffen.
Des Weiteren sprinten die Aktien des Einzelhändlers für Sportschuhe und -bekleidung Foot Locker um 11,8 Prozent vor. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im ersten Fiskalquartal 2011/12 aufgrund höherer Umsätze fast verdoppeln. Die Erwartungen wurden geschlagen.
Intuit (Intuit) verbilligen sich um 1,3 Prozent, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten konnte.
Schließlich stehen die Papiere von Gap mit einem Abschlag von 17 Prozent nach Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2011/12 stark unter Druck. Aufgrund der Auswirkungen des Japan-Bebens musste ein Umsatzrückgang und ein Gewinneinbruch verzeichnet werden. Die Erwartungen der Analysten wurden zwar übertroffen. Der gesenkte Ausblick enttäuschte jedoch.
Barnes & Noble (BarnesNoble) schießen um 30 Prozent nach oben. Der vom US-Milliardär John Mallone kontrollierte Medienkonzern Liberty Media will den Buchhändler übernehmen. So hat Barnes & Noble von Liberty Media eine Übernahmeofferte in Höhe von 17,00 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Das vom Board of Directors von Barnes & Noble zusammengestellte Special Committee wird die Übernahmeofferte gemeinsam mit seinen Beratern prüfen.
Ann (ANN) verschlechtern sich um 0,5 Prozent. Die Einzelhandelskette präsentierte am Freitag die Geschäftszahlen für das erste Quartal und konnte dabei einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei übertroffen. Für das zweite Quartal geht der Konzern von einem EPS aus, das "leicht über" der durchschnittlichen Analystenschätzung liegt. (20.05.2011/ac/n/m)