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07.11.2012 19:13

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Wall Street Update: US-Indizes nach Wahl tief im Minus, News Corp. und Time Warner legen gegen den Trend zu

21st Century Fox (A) zu myNews hinzufügen Was ist das?


New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes notieren zur Wochenmitte deutlich in der Verlustzone. Nach der Wiederwahl von Barack Obama treten die anstehenden Probleme, die der alte und neue Präsident zu bewältigen hat, in den Vordergrund. Der Dow Jones verliert aktuell 2,25 Prozent auf 12.947 Punkte. Der NASDAQ Composite büßt 2,47 Prozent auf 2.938 Zähler ein, während der S&P 500 derzeit einen Abschlag von 2,19 Prozent auf 1.397 Punkte verzeichnet.

Nach der gestrigen US-Präsidentenwahl bleibt Barack Obama vier weitere Jahre im Amt. Nach Angaben von US-Medien hat er sich deutlich mehr Wahlmännerstimmen gesichert als sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney. Der deutliche Vorsprung ist eine Überraschung, denn nach letzten Umfragen lagen beide Kadidaten nahezu gleichauf. Medienberichten zufolge konnte Obama aber nun in fast allen "Swing States" siegen - also den hart umkämpften Bundesstaaten, in denen die Wähler noch unentschlossen waren. Dennoch zeigt sich, wie gespalten das Land ist. Bei den gleichzeitig durchgeführten Kongresswahlen behielten die Demokraten ihre Mehrheit im Senat, während die Republikaner weiterhin im Abgeordnetenhaus den Ton angeben. Damit bleibt das Regieren für den US-Präsidenten schwierig.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 2. November 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 5,0 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 5,1 Prozent ausgewiesen worden. Im Laufe des Tages werden noch der Ölmarktbericht und die Verbraucherkredite veröffentlicht.

Unter Druck stehen heute insbesondere die Aktien der amerikanischen Banken. Hintergrund der deutlichen Kursabschläge ist die Wiederwahl von Barack Obama. Die Marktteilnehmer erwarten von dem demokratischen Präsidenten weitere regulatorische Eingriffe in der Finanzbranche, die wiederum die Geschäfte der großen US-Banken unter Druck setzen könnten. Die Aktie der zweitgrößten US-Bankgesellschaft Bank of America gibt derzeit 5,9 Prozent nach und ist damit der größte Verlierer im Dow Jones. Daneben verliert die Aktie der größten US-Bankgesellschaft JPMorgan Chase (JPMorgan ChaseCo) um 4,7 Prozent nach.

Der US-Technologiekonzern Apple Inc. ist zur Zahlung einer Strafe wegen Patentrechtsverletzungen verurteilt worden. Der Technologieriese muss 368,2 Mio. US-Dollar an VirnetX Holding Corp. (Virnetx) bezahlen. Die Geschworenen im US-Bundesstaat Texas kamen zu dem Schluss, dass Apple mit seinem Videotelefonie-Dienst Facetime vier VirnetX-Patente verletzt habe. Die Aktie von Apple verliert daraufhin 3,6 Prozent. Anteilscheine von VirnetX machen einen Sprung um 21,7 Prozent nach oben.

Bereits gestern nach Börsenschluss hat der Medienkonzern News Corp. die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2012/13 veröffentlicht. Dabei konnten Umsatz und Ergebnis deutlich ausgeweitet werden, was neben Einmaleffekten u.a. mit dem Erfolg im Kabelgeschäft - zuletzt mit den "Ice Age"-Filmen - zusammenhängt. Aktien der News Corp. gewinnen momentan 1,3 Prozent hinzu.

Heute zog Time Warner das Interesse der Börsianer auf sich. Der Medienkonzern meldete, dass sein Gewinn im dritten Quartal trotz rückläufiger Umsätze gestiegen ist, was auf ein Wachstum bei seinen Kabelnetzwerken zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden geschlagen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Anteilsscheine von Time Warner rücken aktuell um 3,5 Prozent vor.

Daneben konnte der Lebensmittelhersteller Kraft Foods Group im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Dabei konnte der Konzern die Analystenschätzungen dank höherer Produktabsätze und der erfolgreich umgesetzten Profitabilitätssteigerungen übertreffen. Die Kraft Foods Group ist aus der Aufspaltung des Lebensmittelherstellers Kraft Foods Inc. hervorgegangen und umfasst die Lebensmittel-Aktivitäten in Nordamerika. Der Spin-Off der Kraft Foods Group von der Mondelēz International Inc. (Mondelez International), in der die Aktivitäten der Kraft Foods Inc. im globalen Snack-Geschäft zusammengefasst sind, wurde am 1. Oktober 2012 vollzogen. Kraft Foods geben um 0,3 Prozent nach.

Papiere von WellPoint tendieren im laufenden Handel trotz guter Zahlen 5,3 Prozent leichter. Der nach Mitgliederzahlen größte Krankenversicherer in den USA meldete, dass er im dritten Quartal einen Gewinnanstieg verbuchen konnte, was u.a. auf Investment-Gewinne zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen klar geschlagen. Zudem wurde der Jahresausblick bestätigt.

Die Kaufhauskette Macy`s (Macys), die auch die Bloomingdale`s-Geschäfte betreibt, konnte im dritten Quartal 2012 ihren Gewinn steigern und die Analystenschätzung übertrefen. Zudem wurde der Ausblick für 2012 angehoben. Indes konnte Molson Coors (Molson Coors Brewing Company (MCBC)) sein Ergebnis im dritten Quartal 2012 dank einer Akquisition in Osteuropa leicht verbessern. Die Analystenprognose wurde dabei übertroffen. Während sich Macy`s um 1,0 Prozent verbilligen, büßen Molson Coors 3,7 Prozent ein.

Derweil hat Tenet Healthcare , der zweitgrößte Klinikbetreiber in den USA, im dritten Quartal 2012 dank einer steigenden Zahl von Operationen an Patienten das Vorjahresergebnis klar übertroffen. Die Gewinnprognose der Analysten wurde dabei geschlagen. Titel von Tenet Healthcare springen um 9,1 Prozent nach oben.

Der unabhängige Öl- und Gasproduzent Devon Energy gab bekannt, dass er im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was das Ergebnis einer hohen Sonderbelastung ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen, was mit einer höheren Ölproduktion zusammenhängt. Devon Energy verbilligen sich um 6,6 Prozent.

Zu guter Letzt erklärte der Energieversorger AES , dass er im dritten Quartal einen deutlich höheren Verlust erwirtschaftet hat, was in erster Linie auf hohe Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch knapp geschlagen. Der Ausblick wurde bestätigt. Für Anteile von AES geht es um 2,0 Prozent nach unten. (07.11.2012/ac/n/m)

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