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30.07.2010 22:24

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Wall Street Update: US-Indizes schließen nach gemischten Konjunkturdaten nahezu unverändert

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach gemischten Konjunkturdaten gingen die US-Indizes am Freitag in der Nähe ihrer Vortagesniveaus aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) schloss mit einem marginalen Minus von 0,01 Prozent bei 10.465,94 Punkten. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) verzeichnete ein minimales Plus von 0,01 Prozent und schloss bei 1.101,60 Zählern. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) gewann 0,13 Prozent auf 2.254,70 Punkte.

Wie das US-Handelsministerium in einer ersten Schätzung bekannt gab, ist die US-Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal erneut deutlich angezogen, jedoch hat das Wachstumstempo nachgelassen. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,4 Prozent, während Volkswirte sogar einen Anstieg um 2,5 Prozent prognostiziert hatten. Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich der Anstieg der US-Arbeitskosten im zweiten Quartal mit leicht abgebremstem Tempo fortgesetzt. Gegenüber dem Vorquartal wuchs der entsprechende Index in den USA wie erwartet um 0,5 Prozent.

Unterdessen ist der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Juli unerwartet deutlich angestiegen. So hat sich der Einkaufsmanager-Index auf 62,3 Punkte verbessert, nach 59,1 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld hingegen einen Rückgang auf einen Wert von 56,3 Zählern prognostiziert.

Besser als erwartet fiel auch die Verbraucherstimmung der Uni Michigan aus. Zwar hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im Juli gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Der Gesamtindex lag mit 67,8 Punkten jedoch über den Erwartungen. Volkswirte waren nur von einem Wert von 67,5 Punkten ausgegangen. Vorläufig war nur ein Wert von 66,5 Punkten ausgewiesen worden.

Der Pharmakonzern Merck & Co. musste im zweiten Quartal aufgrund hoher Merger- und Restrukturierungsaufwendungen ein deutlich geringeres Ergebnis ausweisen. Die Erlöse stiegen um 92 Prozent auf 11,35 Mrd. Dollar. Dagegen verringerte sich der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn um 52 Prozent auf 752,4 Mio. Dollar bzw. 24 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereinflüsse betrug der Gewinn pro Aktie 86 (Vorjahr: 83) Cents und übertraf damit die Prognose der Analysten von 83 Cents. Merck & Co. verloren knapp 2 Prozent.

Wie das weltweit größte Biotechnologie-Unternehmen Amgen am Vorabend bekannt gab, konnte man seine Erlöse im zweiten Quartal von 3,71 Mrd. Dollar auf 3,80 Mrd. Dollar steigern. Das Nettoergebnis verschlechterte sich von 1,27 Mrd. Dollar auf 1,20 Mrd. Dollar. Das bereinigte EPS wurde mit 1,38 Dollar angeben. Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 1,30 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 3,74 Mrd. Dollar prognostiziert. Für das Gesamtjahr erwartet Amgen infolge des schwachen Euro einen Umsatz leicht unterhalb von 15,1 Mrd. Dollar, der zuletzt geäußerten Prognose. Amgen-Papiere verbesserten sich um gut 2 Prozent.

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron gab bekannt, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdreifacht hat, was mit höheren Treibstoffpreisen und verbesserten Raffineriemargen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 5,41 Mrd. Dollar bzw. 2,70 Dollar pro Aktie, nach 1,75 Mrd. Dollar bzw. 87 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 31,8 Prozent auf 53,00 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,44 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 52,52 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie schloss mit leichten Zugewinnen.

Das größte amerikanische Online-Reisebüro Expedia hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielt, was mit einem Buchungsanstieg um 19 Prozent zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 114,3 Mio. Dollar, nach 40,9 Mio. Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EPS wurde mit 44 Cents angeben. Der Umsatz stieg von 769,8 Mio. Dollar auf nun 834 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 42 Cents je Aktie und einem Umsatz von 845,5 Mio. Dollar ausgegangen. Die Aktie von Expedia machte einen Sprung um knapp 8 Prozent nach oben.

Wie der weltweit größte Versicherungs-Broker Aon mitteilte, ist sein Gewinn im zweiten Quartal leicht gestiegen, was auf eine starke operative Performance in den Sparten Brokerage und Consulting zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen übertroffen. Der Titel legte um rund 3 Prozent zu.

Der Automobilzulieferer BorgWarner hat im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Umsatzerlöse stiegen um rund 55 Prozent auf 1,42 Mrd. Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn stellte sich auf 82,8 Mio. Dollar, gegenüber einem Vorjahresverlust von 35,9 Mio. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 78 (Vorjahr: -5) Cents. Analysten hatten durchschnittlich nur ein EPS von 67 Cents bei Umsätzen von 1,32 Mrd. Dollar prognostiziert. Für das laufende Gesamtjahr hat das Unternehmen seine EPS-Prognose von ursprünglich 2,20 bis 2,50 Dollar auf nun 2,60 bis 2,80 Dollar angehoben. BorgWarner rückten um mehr als 3 Prozent vor.

Ingram Micro (Ingram Micro) kletterten um gut 2 Prozent. Der weltgrößte Großhändler für Produkte der Informationstechnologie meldete gestern nach US-Börsenschluss, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt hat, was mit einer stärkeren Nachfrage nach Computerausrüstung zusammenhängt. Der Nettogewinn erreichte 67,7 Mio. Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 25,3 Mio. Dollar bzw. 15 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 24 Prozent auf 8,16 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 37 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 7,90 Mrd. Dollar ausgegangen. (30.07.2010/ac/n/m)

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