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27.07.2011 19:28

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Wall Street Update: US-Schuldenkrise belastet weiterhin

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street muss am Mittwochmittag New Yorker Zeit deutliche Abschläge verzeichnen. Neben eher verhaltenen Konjunkturdaten belastet dabei auch der weiter schwelende US-Schuldenstreit. Die Stimmung kann indes auch von zahlreichen Quartalsausweisen nicht nachhaltig verbessert werden. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,9 Prozent auf 12.384 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,9 Prozent auf 2.786 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verliert 1,4 Prozent auf 1.313 Punkte.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 22. Juli 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 5,0 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 15,5 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen fiel der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 5,5 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 3,8 Prozent nachgab. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 4,57 Prozent, was einer Zunahme um 0,03 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. Indes ist der Auftragseingang langlebiger Güter im Juni 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums gesunken. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 2,1 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wogegen Volkswirte eine Zunahme um 0,5 Prozent prognostiziert hatten. Für Mai war ein Plus von 1,9 Prozent ermittelt worden. Heute Abend steht zudem noch das Beige Book zur Veröffentlichung an.

Sehr gut aufgenommen wurden die bereits gestern nach Börsenschluss gemeldeten Zweitquartalszahlen von Amazon . Die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten konnten dabei übertroffen werden. Der Nettogewinn reduzierte sich von 207 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal 2010 auf nun 191 Mio. US-Dollar bzw. 41 Cents je Aktie. Die Umsatzerlöse konnten aber um 51 Prozent auf nun 9,91 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 35 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 9,37 Mrd. US-Dollar gerechnet. Für das dritte Quartal 2011 stellen sie einen Gewinn je Aktie von 48 Cents in Aussicht. Die Umsatzerlöse werden auf 10,35 Mrd. US-Dollar geschätzt. Für das laufende dritte Quartal 2011 erwartet Amazon ein operatives Ergebnis zwischen 20 und 170 Mio. US-Dollar bei Umsätzen zwischen 10,3 und 11,1 Mrd. US-Dollar. Die Aktie verteuert sich um 5,2 Prozent. Norfolk Southern fahren daneben um 2,1 Prozent vor. Die Eisenbahngesellschaft konnte vor dem Hintergrund eines einmaligen, positiven Steuereffektes den Gewinn deutlich steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen. Für eine klare Enttäuschung sorgte schließlich der Netzwerkausrüster Juniper Networks . So verzeichnete man im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf eine geringere Nachfrage seitens einiger Kunden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Zudem wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Der Anteilsschein bricht um 20 Prozent ein.

Heute ging der Zahlenreigen dann munter weiter. Boeing fliegen um 3,3 Prozent vor. Der Flugzeugbauer hat im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg verzeichnet. So lag der Umsatz mit 16,54 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 15,57 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 941 Mio. US-Dollar bzw. 1,25 US-Dollar je Aktie, nach 787 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat man unter anderem von leicht höheren Auslieferungen bei Verkehrsflugzeugen und höheren Absatzpreisen profitieren können. Die Erwartungen für das Gesamtjahr wurden angehoben. Daneben befinden sich Delta Air Lines (ISIN US2473611083/ WKN 850874) mit einem Abschlag von 5,9 Prozent im Tiefflug. Der Gewinn der Airline hat sich im zweiten Quartal aufgrund deutlich gestiegener Treibstoffkosten mehr als halbiert, obwohl der Umsatz angesichts erhöhter Passagierzahlen zulegen konnte. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen verfehlt.

Dow Chemical (Dow Chemical) verbilligen sich derweil um 0,3 Prozent, nachdem der Chemiekonzern seinen Gewinn im zweiten Quartal um 74 Prozent steigern konnte. Dabei profitierte man von einem Umsatzwachstum in sämtlichen Geschäftsbereichen und Regionen. Der bereinigte Gewinn konnte die Erwartungen schlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 982 Mio. US-Dollar. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn lag bei 85 Cents (Vorjahr: 54 Cents) pro Aktie. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 16,05 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 81 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 14,74 Mrd. US-Dollar ausgegangen. ConocoPhillips legen um 0,3 Prozent zu. Der Ölkonzern musste zwar im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen, was auf einen Produktionsrückgang als Folge von Veräußerungen und Unruhen in Libyen zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen, was mit höheren Ölpreisen und verbesserten Raffineriemargen zusammenhängt.

WellPoint (WellPoint) verbilligen sich um 5 Prozent. Der nach Mitgliederzahlen größte Krankenversicherer in den USA musste im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verbuchen. Zurückzuführen war dies auf zum Teil gestiegene Ausgaben. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Zudem wurde der Ausblick erneut angehoben. Aetna geben daneben um 1 Prozent nach. Der drittgrößte Krankenversicherer in den USA steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal, was unter anderem auf geringere Kosten zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Zudem wurde der Ausblick deutlich angehoben.

Praxair (Praxair) verbesserte im zweiten Quartal Umsatz- und Ergebnis. Dabei wurden die Schätzungen der Analysten knapp geschlagen. Die Anteilsscheine des Chemie- und Industriegasekonzerns verbilligen sich um 1,3 Prozent. General Dynamics verschlechtern sich daneben um 2 Prozent. Der Rüstungskonzern steigerte im zweiten Quartal seinen Gewinn, während der Umsatz leicht zurückging. Gewinnseitig wurden die Analystenerwartungen geschlagen, während sie umsatzseitig verfehlt wurden. Die Aktien des Wettbewerbers Northrop Grumman verlieren derweil 3,5 Prozent an Wert. Das Unternehmen musste im zweiten Quartal 2011 zwar ein geringeres Ergebnis ausweisen, übertraf aber die Gewinnerwartungen der Analysten und hat zudem seinen Ausblick angehoben. Nachbörslich werden unter anderem noch Visa und Symantec ihre Bücher öffnen. (27.07.2011/ac/n/m)

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