New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes tendieren am Mittwochmittag New Yorker Zeit uneinheitlich. Die Anleger halten sich im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der Fed mit Neuengagements zurück. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,3 Prozent auf 11.370 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,4 Prozent auf 2.602 Zähler steigt. Der S&P 500 fällt um 0,5 Prozent auf 1.197 Punkte.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 16. September 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 0,6 Prozent. In der Vorwoche war sogar ein Plus von 6,3 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen stieg der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 2,2 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 17,1 Prozent zulegte. In Kürze werden noch Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser für August erwartet. Ferner steht am Abend noch das Federal Reserve Bank Sitzungsergebnis zur Veröffentlichung an.
Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stehen heute die bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalsausweise von Oracle und Adobe Systems. Oracle rücken nach Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2011/2012 um 9 Prozent vor. Der Softwarekonzern erzielte dank steigender Lizenzerlöse deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn und konnte die Analystenerwartungen übertreffen. So erhöhte sich der Umsatz um 12 Prozent auf 8,37 Mrd. US-Dollar. Damit lagen die Umsatzerlöse knapp oberhalb der Analystenerwartung von 8,36 Mrd. US-Dollar. Die Erlöse mit neuen Softwarelizenzen stiegen um 17 Prozent. Der Nettogewinn belief sich auf 1,84 Mrd. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie, nach 1,35 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag das Ergebnis bei 48 Cents je Aktie und übertraf damit ebenfalls die Analystenschätzungen von 47 Cents je Aktie. Überzeugen konnte daneben auch Adobe Systems mit seinen Drittquartalszahlen. Zwar musste das Unternehmen einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte die Analystenerwartungen aber übertreffen. Zudem überzeugte der Ausblick. Der Umsatz verbesserte sich um gut 2 Prozent auf 1,01 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 195 Mio. US-Dollar bzw. 39 Cents je Aktie beziffert, nach 230 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn belief sich auf 273 Mio. US-Dollar bzw. 55 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 54 Cents sowie einen Umsatz in Höhe von 1,03 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Für das laufende vierte Quartal erwarten sie einen Gewinn von 58 Cents je Aktie bei Erlösen in Höhe von 1,07 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen selbst stellt für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 1,075 und 1,125 Mrd. US-Dollar sowie ein bereinigtes EPS zwischen 57 und 64 Cents in Aussicht. Die Papiere des Softwarekonzerns verteuern sich um 3,7 Prozent.
Heute vermeldete dann General Mills , dass der Gewinn im ersten Quartal trotz eines soliden Umsatzwachstums gesunken ist, was mit höheren Kosten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis allerdings geschlagen. Ferner wurde die Jahresprognose bestätigt. Der Nettogewinn lag bei 405,6 Mio. US-Dollar bzw. 61 Cents pro Aktie, gegenüber 472,1 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 64 Cents (Vorjahr: 64 Cents) pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 3,85 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 62 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,81 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel des Lebensmittelkonzerns verbessert sich um 5 Prozent.
Der Gas- und Ölkonzern Apache teilte heute mit, dass seine Tochtergesellschaft Apache North Sea Ltd. die Assets der Mobil North Sea LLC des Ölgiganten Exxon Mobil übernehmen wird. Den Angaben zufolge zahlt Apache für die Assets, darunter das Beryl-Feld und zugehörige Objekte, insgesamt 1,75 Mrd. US-Dollar. Die Felder weisen derzeit eine Nettoproduktion von rund 19.000 Barrel an Öl bzw. Flüssiggas sowie 58 Millionen Kubikfuß Erdgas pro Tag auf. Ende 2010 beliefen sich die gesicherten Reserven schätzungsweise auf 68 Millionen Barrel Öläquivalent. Während Apache um 0,5 Prozent zulegen, notieren Exxon Mobil 0,6 Prozent leichter.
Auch Illinois Tool Works tendieren 0,1 Prozent leichter. Der Maschinenbaukonzern gab heute bekannt, dass er für das abgelaufene dritte Quartal einen Gewinn erwartet, der im Rahmen der Analystenschätzungen liegt. So rechnet man für das abgelaufene Quartal zum 31. August 2011 mit einem Gewinn aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 0,95 bis 1,03 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatzwachstum von 15 bis 18 Prozent. Analysten prognostizieren derzeit ein EPS-Ergebnis von 98 Cents bei Erlösen von 4,55 Mrd. US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr geht Illinois Tool von einem Gewinn aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 4,05 bis 4,21 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatzwachstum von 16 bis 18 Prozent aus. Dabei beinhaltet die Prognose einen einmaligen Steuerertrag von 33 Cents pro Aktie. Analysten stellen hier ein EPS-Ergebnis von 3,79 US-Dollar bei Erlösen von 17,93 Mrd. US-Dollar in Aussicht.
United Technologies steht schließlich einem Pressebericht von gestern zufolge kurz vor der Übernahme des Luftfahrtzulieferers Goodrich . United Technologies legen um 0,6 Prozent zu, während es für Goodrich um 1,6 Prozent nach unten geht. (21.09.2011/ac/n/m)