New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Mittwochmittag New Yorker Zeit mit uneinheitlichen Tendenzen. Während die Standardwerte fester tendieren, leiden die Technologiewerte unter schwachen Quartalszahlen von Garmin und Electronic Arts.
Die US-Notenbank hat heute ein Maßnahmenpaket geschnürt, um die schwächelnde Wirtschaft mit Liquidität zu versorgen. Wie die Währungshüter verkündeten, stellen sie zusätzlich zu 28-Tages-Krediten nun auch 84-Tages-Kredite bereit. Ferner hat Präsident Bush eine Gesetzesvorlage, die den angeschlagenen Häusermarkt stützen soll, unterzeichnet und damit zu einem geltenden Gesetz gemacht.
Die US-Beschäftigung hat nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Juli 2008 zugenommen. Demnach wuchs die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 9.000, während im Staatsdienst ein Plus von rund 20.000 anfällt. Damit erhöht sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft insgesamt um etwa 30.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Für Juni wurde ein revidierter Rückgang um 77.000 gemeldet.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,45 Prozent auf 11.448,29 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 0,43 Prozent auf 1.268,56 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 0,46 Prozent auf 2.309,03 Punkte.
Papiere von Corning verlieren im Mittagshandel rund 4 Prozent. Der Technologiekonzern verbuchte im zweiten Quartal wie erwartet einen Ergebnisanstieg. Die Umsatzentwicklung hat dabei allerdings etwas enttäuscht.
Dagegen legen Comcast fast 5 Prozent zu. Wie heute bekannt wurde, ist der Gewinn des Kabelnetzbetreibers im zweiten Quartal um 8 Prozent gestiegen. Die Schätzungen wurden damit allerdings verfehlt.
Electronic Arts brachen nach Zahlen um mehr als 8 Prozent ein. Der Computerspiele-Hersteller konnte seinen Verlust im abgelaufenen Quartal angesichts einer Umsatzverdopplung verringern. Analysten hatten im Vorfeld allerdings mehr erwartet.
Dagegen schlagen sich Office Depot mit einem Plus von 2,3 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Die Bürohandelskette ist im letzten Quartal in die roten Zahlen gerutscht, hat auf bereinigter Basis jedoch mehr verdient als zuvor prognostiziert. Die Aktien des Wettbewerbers OfficeMax brechen nach Quartalsergebnissen um 17 Prozent ein.
Außerdem verlieren Tyco Electronics 5 Prozent. Der Elektronikkonzern gab zuvor bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinn erzielt und die Erwartungen übertroffen hat.
Wie von Experten erwartet, hat der Ölkonzern Hess im zweiten Quartal dank deutlich höherer Öl- und Erdgaspreise einen kräftigen Ergebnisanstieg verbucht. Trotz der weiter sinkenden Ölpreisnotierungen gewinnt der Titel aktuell rund 10 Prozent.
Papiere des Navigationsgeräte-Herstellers Garmin brechen nach enttäuschenden Zahlen um rund 19 Prozent ein. Trotz eines Gewinnanstiegs waren die Erwartungen verfehlt worden. (30.07.2008/ac/n/m)