New York (aktiencheck.de AG) - Nach der schwachen Entwicklung vom Vortag geht es am Freitagmittag New Yorker Zeit für die wichtigsten US-Indizes mehrheitlich wieder nach oben. Dabei stützt auch der Umstand, dass die Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen zuletzt wieder gesunken sind. Der Dow Jones verbessert sich um 0,3 Prozent auf 11.812 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,3 Prozent auf 2.580 Zähler fällt. Der S&P 500 legt um 0,2 Prozent auf 1.218 Punkte zu.
Die US-Frühindikatoren sind im Oktober 2011 erneut gestiegen. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,9 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,6 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Zuwachs um revidiert 0,1 (vorläufig: 0,2) Prozent ermittelt worden.
Bereits gestern Abend nach Börsenschluss sorgte Salesforce.com (Salesforcecom) mit seinen Zahlen zum dritten Quartal für negative Schlagzeilen. Der Software-Konzern steigerte zwar den Umsatz. Beim Nettoergebnis wurde aber ein Verlust ausgewiesen. Die Titel brechen um 10 Prozent ein. Indes hat die Bekleidungskette Gap im dritten Geschäftsquartal 2011/12 einen Umsatz- und Gewinnrückgang gemeldet. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch übertroffen. Zudem wurde der Ausblick bestätigt. Die Papiere von Gap geben 2,9 Prozent ab.
Foot Locker (Foot Locker) laufen daneben um 1,8 Prozent vor. Der Einzelhändler für Sportschuhe und -bekleidung hat seinen Gewinn im dritten Fiskalquartal 2011/12 aufgrund eines soliden Umsatzwachstums deutlich erhöht. Dolby Laboratories schießen derweil um 11,3 Prozent nach oben. Der Entwickler der Audiotechnologien Dolby Digital und Dolby Digital Surround EX hat seinen Gewinn im vierten Quartal angesichts starker Lizenzumsätze um 22 Prozent verbessert. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Zudem wurde ein starker Ergebnisausblick auf das neue Geschäftsjahr gegeben.
Der Halbleiterhersteller Marvell (Marvell Technology Group) konnte im dritten Quartal die Analystenschätzungen übertreffen. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 950,4 Mio. US-Dollar unter dem Vorjahresniveau von 959,3 Mio. US-Dollar. Beim Nettogewinn verzeichnete der Technologiekonzern einen Rückgang auf 195,1 Mio. US-Dollar bzw. 32 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 255,7 Mio. US-Dollar bzw. 38 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn je Aktie im Berichtszeitraum bei 40 Cents. Unter anderem habe man im Berichtszeitraum von der weiterhin soliden Nachfrage aus der Mobilfunkindustrie profitieren können, so der Konzern. Analysten hatten zuvor ein EPS von 39 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 938,4 Mio. US-Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 26 Cents sowie einem Umsatz von 812,3 Mio. US-Dollar. Die Aktie von Marvell Technology gewinnt derzeit 7 Prozent.
Ferner interessieren sich die Investoren für den heute bekannt gegebenen Quartalsausweis von H.J. Heinz (HJ Heinz). Der weltweit führende Hersteller von Tomatenketchup steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal und konnte zudem auch den bereinigten Gewinn verbessern. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 2,83 Mrd. US-Dollar um 8,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzplus lag bei 1,5 Prozent. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter wurde allerdings ein Rückgang auf 237,0 Mio. US-Dollar bzw. 73 Cents je Aktie verzeichnet, nach 251,4 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der um restrukturierungsbedingte Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie verbesserte sich auf 81 Cents je Aktie, nach zuvor 73 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 80 Cents bei Umsatzerlösen von 2,91 Mrd. US-Dollar erwartet. Für die Aktie geht es um 3,4 Prozent nach unten. Gleichzeitig verschlechtern sich Ann (ANN) nach Zahlen zum dritten Quartal um 6,5 Prozent. Die Einzelhandelskette steigerte im Berichtszeitraum ihren Gewinn. Während umsatzseitig die Schätzungen der Analysten knapp verfehlt wurden, konnte man auf der Gewinnseite die Erwartungen schlagen.
In guter Form zeigen sich nach Umsatzzahlen zum abgelaufenen Quartal auch die Papiere des Maschinenbaukonzerns Illinois Tool Works . So hat der Konzern in den drei Monaten zum 31. Oktober 2011 eine operative Umsatzsteigerung um 14 Prozent erzielt. Organisch lag das Umsatzwachstum bei 7 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr geht man weiterhin von einem Gewinn aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 4,04 bis 4,12 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatzwachstum von 15,1 bis 15,9 Prozent aus. Auch die bisherige Prognose für das Schlussquartal wurde bestätigt. Der Titel rückt um 1,4 Prozent vor.
Mit einem Zugewinn von 3,1 Prozent befinden sich schließlich die Aktien von Dr Pepper Snapple (Dr Pepper Snapple Group) im Aufwind. Der Softdrink-Hersteller hat gestern Abend sein Aktienrückkaufprogramm weiter aufgestockt. So hat das Board of Directors den Konzern zum Erwerb eigener Aktien in Höhe von bis zu 1 Mrd. US-Dollar ermächtigt. Dadurch erhöht sich das Aktienrückkaufprogramm auf 3 Mrd. US-Dollar. (18.11.2011/ac/n/m)