New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit mit uneinheitlichen Tendenzen. Nach den herben Abschlägen gestern kommt die Wall Street derzeit nicht recht vom Fleck.
Auf der Konjunkturseite hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 15. November 2008 unerwartet verschlechtert. So wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 27.000 auf 542.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 505.000 prognostiziert hatten. Hierbei handelt es sich um den höchsten Stand seit Juli 1992. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 516.000 auf 515.000 leicht nach unten revidiert.
Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im November 2008 unerwartet verschlechtert. Demnach ist der Philly-Fed-Index von -37,5 Punkten im Oktober 2008 auf nun -39,3 Punkte gefallen. Volkswirte waren im Vorfeld hingegen von einer Verbesserung auf -35,0 Punkte ausgegangen.
Die US-Frühindikatoren des Conference Board sind im Oktober 2008 gesunken. Auf Monatssicht verringerte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,8 Prozent, während Volkswirte nur einen Rückgang um 0,6 Prozent prognostiziert hatten. Für September wurde der Anstieg von vorläufig 0,3 auf 0,1 Prozent nach unten revidiert.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,08 Prozent auf 7.990,67 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,59 Prozent auf 801,85 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,19 Prozent auf 1.389,04 Punkte.
Barnes & Noble, der größte Buchhändler der Welt, musste im dritten Quartal einen Verlust ausweisen, was auf eine Sonderbelastung und sinkende Umsätze als Folge einer deutlichen Kundenzurückhaltung zurückzuführen ist. Das bereinigte Ergebnis hat die Erwartungen verfehlt. Die Jahresprognose wurde indes nach unten korrigiert. In der Folge geben die Aktien 4,5 Prozent nach.
PepsiCo, der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt, hält an ihrer Gewinnprognose fest. Am Markt kommt diese Meldung sehr gut an. Die Aktie kann rund 2 Prozent zulegen.
Die Zoohandels-Kette PetSmart meldete gestern nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im dritten Fiskalquartal 2007/08 unerwartet gestiegen ist. Die Erwartungen konnten dabei übertroffen werden. Die Aktie kann aktuell rund 18,5 Prozent zulegen.
Die Einzelhandelskette Stage Stores musste im dritten Quartal einen Verlust ausweisen, was vor allem mit einer hohen Sonderbelastung zusammenhängt. Dennoch überzeugten die Zahlen und die Aktie gewinn fast 4 Prozent.
Der Schuhhändler Shoe Carnival musste im dritten Quartal 2008 aufgrund der Kaufzurückhaltung der Kunden ein Minus bei Umsatz und Ergebnis ausweisen. Aktuell geht es hier ein Prozent nach unten.
GameStop wies im dritten Quartal infolge von Währungseinflüssen und Fusionskosten einen Gewinnrückgang aus. In der Folge geht es hier mehr als 7 Prozent nach unten.
Der unabhängige Öl- und Gasversorger XTO Energy hat seinen President Keith Hutton mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 zum neuen CEO bestellt. Derzeit verliert der Titel rund 10 Prozent. (20.11.2008/ac/n/m)