New York (aktiencheck.de AG) - Nach der positiven Entwicklung am Vortag zeichnet sich am heutigen Freitag bei den wichtigsten US-Indizes ein uneinheitlicher Handelstag ab. Dabei gerät insbesondere die Google-Aktie unter Beschuss, nachdem der Internet-Konzern gestern nach Börsenschluss enttäuschende Zahlen vorlegte. Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,5 Prozent auf 12.684 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,1 Prozent auf 2.784 nachgibt. Der S&P 500 verliert unterdessen 0,2 Prozent auf 1.312 Punkte.
Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Dezember 2011 gestiegen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 5,0 Prozent auf 4,61 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zunahme auf 4,55 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im November auf revidiert 4,39 (vorläufig: 4,42) Millionen belaufen hatte. Verglichen mit dem Vorjahresmonat mit 4,45 Millionen Einheiten wurde bei der Verkaufszahl bestehender Häuser ein Plus von 3,6 Prozent ausgewiesen.
Das Augenmerk der Marktteilnehmer richtet sich heute vor allem auf den Technologiesektor, aus dem gestern nach Börsenschluss diverse Quartalszahlen gemeldet wurden. Dabei sorgte Google für Enttäuschung am Markt. Der Internet-Konzern konnte den Umsatz zwar um 25 Prozent auf 10,58 Mrd. US-Dollar ausweiten und den Gewinn von 2,54 Mrd. US-Dollar auf 2,71 Mrd. US-Dollar steigern, die Analystenerwartungen wurden jedoch klar verfehlt. Die Unternehmensaktie reagiert mit einem Minus von 8,4 Prozent.
Anteile von Microsoft klettern hingegen um 5,1 Prozent nach oben. Der Software-Hersteller hat für das zweite Fiskalquartal 2011/12 einen kaum veränderten Gewinn ausgewiesen, damit die Analystenerwartungen aber übertroffen. Der Umsatz stieg trotz eines schwachen PC-Markts. Ein Umsatzrückgang beim Betriebssystem Windows wurde durch steigende Erlöse im Server-Bereich und bei der Spielekonsole Xbox ausgeglichen. Darüber hinaus senkte Microsoft seine Prognose für die operativen Kosten im Gesamtjahr 2011/12 von bisher 28,6 bis 29,2 auf nun 28,5 bis 28,9 Mrd. US-Dollar.
Intel legte am Donnerstag nach Börsenschluss ebenfalls Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Dabei konnte der Chipkonzern Umsatz und Gewinn steigern und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Papiere von Intel gewinnen daraufhin 2,0 Prozent an Wert.
Für Aktien von IBM geht es um 4,4 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern meldete gestern nachbörslich, dass er seinen Gewinn aufgrund der guten Entwicklung im Software- und Service-Segment im vierten Quartal 2011 stärker als erwartet gesteigert hat. Das bereinigte operative EPS wurde mit 4,71 US-Dollar angegeben. Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 29,49 Mrd. US-Dollar, nach 29,02 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 4,62 US-Dollar und einem Umsatz von 29,71 Mrd. US-Dollar ausgegangen.
Schließlich gab auch American Express gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2011 bekannt. Dabei profitierte der Kreditkartenanbieter von der Kauflaune der Konsumenten im Weihnachtsgeschäft und gleichzeitig rückläufigen Ausfallraten. Während der Gewinn über den Prognosen lag, enttäuschte der Umsatz. Der Titel verliert aktuell 2,1 Prozent an Wert.
Heute stehen General Electric (General Electric (GE)) im Fokus. Die Anteile des Schwergewichts bewegen sich aktuell mit leicht im Minus. Der Mischkonzern meldete heute, dass sein Gewinn im vierten Quartal gesunken ist, was mit Einmaleffekten und rückläufigen Umsätzen zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch ein Ergebnisanstieg verzeichnet. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Dagegen hat die Umsatzentwicklung die Analysten enttäuscht. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern mit einem zweistelligen Ergebniswachstum bei seinen Segmenten Industrial und Capital, höheren Margen sowie einer Dividendensteigerung.
SunTrust Banks (SunTrust Banks) meldete indes, dass man im vierten Quartal einen höheren Gewinn erwirtschaftet hat, was u.a. mit deutlich niedrigeren Rückstellungen für Kreditausfälle zusammenhängt. Die Unternehmensaktie reagiert mit einem Plus von 5,5 Prozent. Aktien von Fifth Third Bancorp fallen daneben um 4,4 Prozent zurück. Die Bankgesellschaft hat im vierten Quartal angesichts deutlich geringerer Rückstellungen für Kreditausfälle einen höheren Gewinn erzielt, womit die Erwartungen jedoch verfehlt wurden.
Anteile von Micron Technology verlieren 0,3 Prozent hinzu. Der Speicherchip-Hersteller gab heute bekannt, dass er die private Firma Virtensys übernehmen wird. Den Angaben zufolge handelt es sich bei der Gesellschaft mit Sitz in Manchester (England) und Beaverton (Oregon, USA) um einen Anbieter von PCIe-sharing-Lösungen. Die Übernahme soll Ende dieses Monats abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. (20.01.2012/ac/n/m)