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22.02.2011 19:37

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Wall Street Update: Unruhen in Libyen belasten Stimmung, Wal-Mart im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street zeigt sich am Dienstagmittag mit deutlichen Abschlägen. Zum verspäteten Start in die neue Handelswoche halten sich die Anleger vor dem Hintergrund der politischen Unruhen in Libyen zurück. Der Dow Jones fällt derzeit 1,29 Prozent auf 12.230,88 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,35 Prozent auf 2.767,28 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verschlechtert sich um 1,82 Prozent auf 1.318,74 Punkte.

Die Immobilienpreise in den USA sind im Dezember 2010 gegenüber dem Vormonat gefallen. Wie aus dem heute veröffentlichten S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, sanken die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Dabei hat sich das Preisniveau in neunzehn der 20 Städte im Vormonatsvergleich verschlechtert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 2,4 Prozent ausgewiesen. Für das vierte Quartal 2010 wurde beim S&P Case/Shiller Homeprice-Index im Vergleich zum dritten Quartal 2010 ein Rückgang um 3,9 Prozent ausgewiesen. Das US-Verbrauchervertrauen hat sich im Februar 2011 laut Conference Board verbessert. Demnach kletterte der entsprechende Index auf 70,4 Punkte, nach revidiert 64,8 Punkten (vorläufig: 60,6 Punkte) im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 67,0 Punkten erwartet.

Mit Spannung warteten heute die Anleger auf den Quartalsausweis von Wal-Mart (Wal-Mart Stores). Der größte Einzelhändler der Welt konnte im vierten Quartal aufgrund von Kostensenkungen und angesichts eines einmaligen Steuerertrags einen um gut 27 Prozent höheren Gewinn erzielen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Während der Konzern weiterhin von starken internationalen Umsätzen profitieren konnte, ging der US-Umsatz jedoch erneut zurück. Der Nettogewinn belief sich auf 6,06 Mrd. US-Dollar bzw. 1,70 US-Dollar pro Aktie, nach 4,76 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis lag bei 1,34 US-Dollar (Vorjahr: 1,21 US-Dollar) pro Aktie. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 116,36 Mrd. US-Dollar, während sich der Nettoumsatz um 2,5 Prozent auf 115,60 Mrd. US-Dollar erhöhte. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,31 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 117,68 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie verschlechtert sich um 4 Prozent. Daneben verbilligen sich Home Depot um 0,9 Prozent. Die weltgrößte Baumarktkette konnte die Umsatzerlöse im vierten Quartal um 3,8 Prozent auf 15,13 Mrd. US-Dollar verbessern. Die vergleichbaren Umsatzerlöse bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, erhöhten sich um 3,9 Prozent. Beim Nettogewinn wurde ein deutlicher Anstieg auf 587 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 342 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 31 Cents sowie einen Umsatz von 14,80 Mrd. US-Dollar erwartet.

Medtronic (Medtronic) verschlechtern sich um 2,5 Prozent. Der Medizintechnikhersteller konnte im dritten Quartal Umsatz und Nettogewinn steigern. Gewinnseitig wurden dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Indes geben Henry Schein um 4,5 Prozent nach. Das Handelsunternehmen für Medizintechnik wies im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg aus. Medco Health Solutions konnte im vierten Quartal 2010 sogar Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn erreichen. Die Aktie des Pharmagroßhändlers fällt um 5 Prozent. Office Depot wies derweil im vierten Quartal auf bereinigter Basis wieder einen Gewinn aus. Der Anteilsschein der Bürohandelskette rückt um 0,6 Prozent vor.

Barnes & Noble (BarnesNoble) brechen um über 11 Prozent ein. Der größte Buchhändler der Welt musste im dritten Quartal einen geringeren Gewinn ausweisen. Die Erwartungen wurden deutlich verfehlt. Zudem wurde beschlossen, die Auszahlung der Quartalsdividende in Höhe von 25 Cents pro Aktie auszusetzen. Macy`s (Macys) konnte derweil im vierten Quartal 2010 den Gewinn steigern und die Analystenprognose übertreffen. Dabei profitierte man von höheren Umsätzen und der anhaltenden Kostendisziplin. Der Titel der Kaufhauskette gibt um 2,2 Prozent nach. Hormel Foods verbesserte im ersten Quartal Umsatz und Nettogewinn. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Zudem wurde die Gesamtjahresprognose beim Gewinn erhöht. Das Papier des Nahrungsmittelherstellers rückt um 2,5 Prozent vor. NRG Energy musste im vierten Quartal 2010 einen Verlust ausweisen. Die Analystenerwartungen wurden verfehlt. Der Anteilsschein des Energieversorgers verbilligt sich um 3,6 Prozent. Der Lebensmittelkonzern General Mills hält an seinen Umsatz- und Ergebniszielen für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Titel steigt um 1,9 Prozent. R.R. Donnelley & Sons (RR DonnelleySons) geben um 3,7 Prozent nach. Der Auftragshersteller in der Druckindustrie konnte im vierten Quartal die Analystenerwartungen übertreffen.

Neuigkeiten gibt es zudem heute auch von der Akquisitionsfront. Die beiden Raffineriebetreiber Frontier Oil und Holly schließen sich zusammen. Dabei erhalten die Aktionäre von Frontier Oil im Rahmen der "Fusion unter Gleichen" 0,4811 Holly-Anteilsscheine für eine Aktie. Die Boards beider Konzerne haben den Angaben zufolge den Zusammenschluss bereits uneingeschränkt gebilligt. Nach Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre von Holly 51 Prozent des neuen Konzerns mit der Bezeichnung HollyFrontier Corp. halten. Während Frontier Oil um 4,5 Prozent nachgeben, verbilligen sich Holly um 2,0 Prozent. Derweil meldete das Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences , dass man eine Vereinbarung zur Übernahme der nicht börsennotierten Calistoga Pharmaceuticals für insgesamt 375 Mio. US-Dollar in bar geschlossen hat. Calistoga hat sich auf die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Krebserkrankungen und Entzündungen spezialisiert. Bei der Erreichung bestimmter Meilensteine könnte sich der Kaufpreis um weitere 225 Mio. US-Dollar erhöhen. Die Aktie von Gilead Sciences verschlechtert sich um 2,1 Prozent. (22.02.2011/ac/n/m)

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