New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen leiden nach wie vor unter den Schuldensorgen der Europäer. Die Rating-Agentur Fitch hat die langfristige Bewertung der Kreditwürdigkeit des EU-Mitgliedsstaats Portugal von zuletzt "AA" auf "AA-" heruntergestuft. Der Dow Jones verzeichnet derzeit ein Minus von 0,43 Prozent auf 10.841,97 Punkte. Währenddessen geben der Nasdaq Composite 0,59 Prozent auf 2.401,10 Punkte und der S&P 500 0,50 Prozent auf 1.168,30 Zähler ab.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die vergangene Woche einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 4,2 Prozent. In der Vorwoche war lediglich ein Minus von 1,9 Prozent verbucht worden. Der Auftragseingang langlebiger Güter ist im Februar 2010 erneut angezogen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 0,5 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 0,6 Prozent prognostiziert hatten. Für Januar war ein Plus von revidiert 3,9 (vorläufig: 3,0) Prozent ausgewiesen worden. Die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser ist im Februar 2010 gegenüber dem Vormonat um 2,2 Prozent auf 308.000 gesunken, wogegen Volkswirte einen Wert von 315.000 erwartet hatten.
Adobe Systems (Adobe Systems) und Darden Restaurants gewinnen nach Zahlen 4,34 Prozent bzw. 1,57 Prozent. Demgegenüber geht es für Jabil Circuit und Progress Software nach Bekanntgabe der Quartalszahlen fast 10 Prozent und 1,33 Prozent nach unten.
Starbucks (Starbucks) beteiligt die Aktionäre am Unternehmenserfolg. Das Unternehmen will eine Dividende in Höhe von 0,10 Dollar je Aktie auszahlen. Die Ausschüttung soll am 23. April auf Basis der Beteiligungsverhältnisse vom 7. April erfolgen. Ferner wurde ein weiteres Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 15 Millionen Aktien angekündigt. Aus einem früheren Programm sind noch 6,3 Millionen Anteilscheine verblieben. Die Unternehmensakte wird nahezu unverändert gehandelt.
Der drittgrößte US-Ölkonzern ConocoPhillips will seine Beteiligung am russischen Ölriesen LUKoil Oil Company (LUKoil Oil Company (Spons ADRS)) reduzieren. Man werde sich von einer 10-prozentigen Beteiligung an dem russischen Ölkonzern trennen. Insgesamt werde man in den kommenden zwei Jahren Assets im Gesamtwert von 10 Mrd. Dollar veräußern, was den Teilverkauf der LUKoil-Beteiligung mit einschließt. Im Gegenzug plane man Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswertes. Dabei werde man ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von 5 Mrd. Dollar auflegen und mittelfristig eine Dividendenerhöhung von 10 Prozent beschließen. Außerdem werde man aus den Verkaufserlösen sein Investitionsprogramm finanzieren. Die Aktie von ConocoPhilips gibt 0,13 Prozent ab.
Titel von J.M. Smucker (J M Smucker) verlieren ebenfalls 0,13 Prozent. Das Unternehmen wird im Rahmen einer auf drei Jahre angelegten Restrukturierung rund 700 Arbeitsplätze abbauen, um die Produktionskapazitäten zu optimieren und die Kosten zu senken. Den Angaben zufolge entspricht das Volumen des Stellenabbaus 15 Prozent der gesamten Belegschaft. Dabei werden bis 2012 vier Produktionswerke in Nordamerika geschlossen, womit die Zahl der Fabriken auf 18 reduziert wird. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Restrukturierungsbelastungen werden sich voraussichtlich auf rund 190 Mio. Dollar belaufen. Durch die Maßnahmen erhofft sich der Konzern - nach vollständiger Umsetzung - jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von ca. 60 Mio. Dollar.
Titel des US-amerikanischen Lebensmittelkonzerns General Mills verlieren 2,05 Prozent. Der Gewinn ist im dritten Quartal gestiegen, was mit leicht höheren Umsätzen und geringeren Rohstoffkosten zusammenhängt. Die Jahresprognose wurde indes nach oben korrigiert. Der Nettogewinn des weltweit zweitgrößten Herstellers von Frühstückscerealien lag demnach bei 332,5 Mio. Dollar bzw. 0,96 Dollar pro Aktie, gegenüber 288,9 Mio. Dollar bzw. 0,85 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 0,97 Dollar (Vorjahr: 0,79 Dollar) pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 3 Prozent auf 3,63 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,93 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 3,62 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis (ohne Mark-to-Market-Effekte) von 4,57 bis 4,59 Dollar (zuvor: 4,52 bis 4,57 Dollar) vor Einmaleffekten, während die durchschnittliche Marktschätzung hier ein Ergebnis von 4,60 Dollar pro Aktie vorsieht.
Lennar (Lennar), einer der größten US-Baukonzerne für Eigenheime, hat den Verlust im ersten Quartal deutlich verringert, was mit Kostensenkungen und hohen Sonderbelastungen im Vorjahr zusammenhängt. Der Nettoverlust belief sich auf 6,5 Mio. Dollar bzw. 0,04 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu einem Minus von 155,9 Mio. Dollar bzw. 0,98 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Das Vorjahresergebnis beinhaltet dabei Sonderbelastungen in Höhe von 0,71 Dollar pro Aktie. Der Umsatz fiel im Berichtszeitraum um 3,1 Prozent auf 574,4 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 0,30 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 568,2 Mio. Dollar ausgegangen. Die Unternehmensaktie legt 4,34 Prozent zu. (24.03.2010/ac/n/m)